Wie sinnvoll ist 80/10/10?

Viele von euch wissen es bereits: Meinen August möchte ich nach dem Ernährungsansatz von Dr. Douglas Graham verbringen.
Hauptnahrungsmittel sind dann kalorienreiche, fettarme Früchte. Ergänzend gibt es alles, was grün ist (wegen der Mineralien), kalorienarme Früchte zur Abwechslung und sehr geringe Mengen an Fett (z.B. Nüsse). Mehr nicht. Keinen Kaffee, keine Rohkostcracker, keine Pülverchen.

Ich möchte unbedingt wissen, was an dem dran ist, was so viele Menschen berichten, die diese Ernährungsform ausprobiert haben, eben hinsichtlich der gesteigerten Energie, der reinen Haut, der Entgiftung und natürlich auch, was den Abnehmprozess betrifft.
Zwar habe ich nicht vor, das dann mein Leben lang so beizubehalten (ist übern Winter in unseren Breitengeraden eh unrealistisch), aber trotzdem bereiten mir negative Erfahrungsberichte und Gegenmeinungen ziemliche Sorgen.

Dieser Blogger hat in einen seiner Artikel beispielsweise zugegeben, dass er selbst kurzfristig einige positive Erfahrungen machen durfte, er die dunkle Seite der Medaille aber in der langfristigen Umsetzung sieht. Seine Gegenargumente sind unter anderem:

  • zu geringe Körpertemperatur
  • Verlust der Muskelmasse aufgrund des wenigen Eiweißes
  • Gewichtszunahme, sobald man aufhört (aufhören muss) zu trainieren
  • schnelleres Altern (wenn man sich Dr.Graham anschaut, trifft das tatsächlich zu)
  • geringere Libido
  • weniger Hautelastizität
  • zu geringerer Cholesterinwert, der eher ein Auslöser für Krankheiten ist, als ein zu hoher
  • Ausbleiben der Menstruation
  • Haarausfall
  • Unfruchtbarkeit

Darunter gibt es viele Kommentare, die ihm nur zustimmen können. Auch bei den Rezensionen von Amazon liest man einige erschreckende Sachen.

Dazu kommen meine ganz persönlichen Sorgen, etwa beim Thema Bananen. Ich esse sie gern, und glaube nicht, dass ich ein Problem damit hätte, 10 Stück pro Tag oder mehr zu essen. Aber kann das echt gesund sein? Ein Zuviel von allem kann sich schnell ins Gegenteil kehren, und das gilt auch für Vitamine. (Stichwort Hypervitaminose)

Oder die Zähne … ob die Fruchtsäuren wirklich den Zahnschmelz zerstören? Und wie lange wird das dauern?

Wie gesagt, ausprobieren werde ich es so oder so– was ist schon ein Monat?
Ich würde mich aber trotzdem freuen, wenn mir jemand von euch, der sich schon mal mit diesem Thema beschäftigt hat, seine Gedanken dazu mitteilen könnte.

Ich weiß, dass auch alle anderen eine Meinung haben werden – nämlich, dass so etwas doch nie und nimmer funktionieren kann – aber ich hoffe ihr versteht, dass ich darauf dieses Mal nicht eingehen kann. Dass es für viele funktioniert, hat sich ja schon gezeigt.
Außerdem ist Doug Graham Arzt, und wird dahingehend ein viel größeres Fachwissen haben, als wir als Laien.

Wobei, das hat auch nichts zu sagen. Immerhin war Robert Atkins (der Typ mit der Fleisch/Eiweißdiät) auch Arzt, und ist mit 73 Jahren gestorben – angeblich weil er übergewichtig war, und einen Herzinfarkt erlitten hat.

Zum Haare raufen…

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27 Gedanken zu “Wie sinnvoll ist 80/10/10?

  1. Ach, ein Monat wird schon keine argen Probleme verursachen und das Experiment ist allemal interessant. Wenn Du Dich nicht gut fühlst, kannst Du außerdem abbrechen. Mach Dir also nicht schon vorher Sorgen. 🙂

  2. 10 Bananen sind eigentlich wirklich kein Problem. Allein ein „Bananenpudding“ haut schon mit locker 5 Bananen rein, dazu noch ein Bananeneis aus 5 Bananen am Nachmittag gibt schon 10 Bananen. Wenn du dann noch einen Smoothie machst, hast du nochmal 2 Bananen drin und als Wegzehrung kannst du dir auch noch Bananen einpacken (damit die Bäcker nicht so irritierend verführerisch duften).
    Wenn man Bananen pürriert ist das wirklich nicht mehr viel, es ist erstaunlich wieviele Bananen in ein Glas passen 😉

    Liebe Grüße,
    Sonja

  3. Ich hätte auch überhaupt kein Problem damit, Bananen massenweise als Eis, Smoothies und Puddings zu konsumieren. Meine Bedenken sind nicht, wie ich die Menge schaffen soll, sondern ob ein Vitaminüberschuss in dieser Menge überhaupt gesund sein kann – oder ob es da nicht über kurz oder lang zu Vergiftungserscheinungen kommen kann.

    In Massen ist ja irgendwie alles Gift.

  4. Hallo! Also ich habe Grahams Buch eben gelesen, und pirsche mich ja selbst auch mehr und mehr an 811rv an. Die letzten 3-4 Tage habe ich völlig danach gegessen, und heute hatte ich nicht mal beim Einkaufen Gelüste auf andere Dinge. Super!

    Deine Bedenken in Sachen Hypervitaminose sind meiner Meinung nach unbegründet – da müsstest Du dir schon noch nen extra Schuss Retinol in den Smoothie mischen 😉 In Form von Obst schaffst Du selbst bei sehr vielen Kalorien keine 50- bis 100fache Dosis, da sind Nahrungsergänzungsmittel viel gefährlicher.

    Dass die Muskelmasse wegen Eiweißmangel zurückgeht, glaube ich nicht. Also, ich bin ja null vom Fach, aber seit ich über vegane Ernährung lese, bin ich mir sehr sicher, dass es so etwas wie Eiweißmangel de facto gar nicht gibt. Und in Grahams Buch bzw. seinen ganzen Tabellen hab ich auch erstmal schwarz auf weiß gesehen, wieviel Eiweiß tatsächlcih in Grünzeug, und wie viel Fett doch auch in Obst drin ist.

    Das „schnellere Altern“, wenn man sich manche Fotos anschaut, erkläre ich mir teilweise eher durch die viele Zeit in der Sonne, die zum Beispiel auch bei 30bad so angepriesen wird. Ich blasse Sommersprosse werde mich hüten, je möglichst viel Haut nachmittags in die knalle Sonne zu halten! Kann mir keiner weismachen, dass das gesund sei, Vitamin D hin oder her.

    Hautelastizität: keine Ahnung. Aber ich höre/lese öfter, dass die Cellulite deutlich zurück geht, das spräche dagegen.
    Menstruation: Da ich POS habe, erwarte ich eher eine Besserung. Dass die Tage ausbleiben könnte dir aber auch mit „normalem“ Essen passieren, wenn Du zu schnell abnimmst. Oder es ist bei den Leuten hormonell und hat eigentlich gar nichts mit der Ernährung zu tun (da hab ich Beispiele im Bekanntenkreis).
    Gewichtszunahme bei Trainingsstop: fehlen etwas die Erfahrungswerte, denn ich muss/will auch ein paar Kilo abnehmen, und von Training ist jetzt nicht wirklich viel zu sehen. Aber wenn ein superaktiver Typ plötzlich nur noch am Schreibtisch sitzt, nimmt der mit Sicherheit sehr viel leichter zu (bzw. an Muskelmasse ab), ganz gleich wie der sich vorher ernährt hat. Wundert mich nicht, wenn die Essensmenge nicht angepasst wird.

    Generell denke ich, dass solche „Nebenwirkungen“, wenn überhaupt, nur nach sehr langer Zeit auftreten können, vor allem, wenn man zu wenig Grün dazumischt. Für dein Projekt brauchst Du dich nicht sorgen, da bin ich mir sicher.

    Meine Bedenken bei 80/10/10 liegen, vom Finanziellen abgesehen, eher im ökologischen Aspekt: ohne ab und an Mangos oder besonders im Winter sonstwie importierte Früchte dürfte es nicht gehen, und Flugware ist eigentlich nichts, was ich gern kaufe.
    Graham selbst scheint sich eher nicht mehr nach seinem Konzept zu ernähren, zumindest wenn man die Fotos anschaut, die Durianrider auf seinem Blog verlinkt hat^^.
    Dass er Arzt ist schön und gut, aber ich finde es richtig, da erstmal kritisch ranzugehen – schließlich verdient er damit ja auch nicht schlecht Geld, und wie Du schon sagst: es haben Ärzte schon ’ne große Menge Mist verzapft auf dieser Welt!

    Ich finde es schade, dass ich die erste Augusthälfte unterwegs bin, sonst würde ich sofort sagen dass ich mit dir mitmache. Aber vielleicht kann ich ja noch einsteigen, wenn ich wieder aussem Urlaub zurück bin.
    Bin gespannt, was sich dann bei dir alles tut!

    Viele Grüße!
    K

    • Kann dir nur zustimmen! Alles auf den Punkt gebracht. Und zum originaltext. graham ist kein „richtiger“ arzt sondern physiopraktiker

  5. Okay, noch ein PS:
    Habe jetzt noch deinen verlinkten Blog-Artikel gelesen. Folgendes:
    – Ich glaube auch nicht, dass 811rv sowas wie ne „Heilskost“ ist, und man damit z.B. Krebs verhindern kann. Das liefe in die gefährliche Richtung, kranken Menschen vorzuwerfen, sie hätten ihre Krankheit selbst verschuldet, etwa weil sie ihr Essen gekocht haben.
    – Woher nimmt er sein Argument, eine rein vegane Ernährung hindere den Körper daran, ausreichend Cholesterin zu produzieren? Habe googelnd da jetzt nichts finden können, und ich verstehe das nicht so ganz.
    – Wo ich ihm Recht gebe: das etwas quasireligiöse, hyperenthusiastische Verhalten auch z.B. bei 30bad (obwohl ich da auch ab und zu bin und es motivierend finde) oder allgemein auf manchen Blogs ist mir auch sehr suspekt.

    Jetzt aber! 🙂
    LG

  6. Hmm ich würde nochmal über den Zeitraum nachdenken!
    Die Gegenargumente hören sich sehr plausibel an.

    Ich denke nicht, dass es ideal ist und würde an deiner stelle herausfinden, was die gesündeste Zeitlänge dieser Ernährung ist.

  7. Hi :-),

    ich habe den Artikel nicht ganz durchgelesen, aber das, was ich gelesen habe, finde ich etwas fraglich. Nicht, dass man kritischen Stimmen nicht zuhören sollte – das sollte man definitiv.

    Aber der Artikel generalisiert an einigen Stellen schon sehr stark („lower sex drive, lower skin elasticity“). Michael Arnstein (der Typ im Video) ist da ehrlich gesagt einer der wenigen, der davon berichtet, dass er keine Lust auf Sex mehr hat. Er hat das auch auf 30Bad diskutiert. Er hat mehrfach viel zu viel trainiert, was Durianrider ihm auch gesagt hat. Ein mal war er sogar im Krankenhaus, weil er über mehrere Tage stundenlang trainiert hat, kaum geschlafen und zu wenig getrunken hat. Egal, was man isst: Körperliche Erschöpfung lässt die Testosteronwerte stark sinken. Kein Marathonläufer hat nach seinem Wettkampf noch eine tolle Nacht …. vegan oder nicht. Außerdem isst Michael Arnstein teils gar keine Fette, und ich glaube, auch wenig grüne Blätter. Diese Kleinigkeiten sind wichtig! Ich finde, dass diese Details viel zu oft übersehen werden.

    Ich befürchte aber, sowas wollen manche Kritiker nicht hören, weil sie für sich beschlossen haben, dass das Programm Quatsch ist.

    Zur Sachen wie Hautelastizität: Woher nimmt er diese Behauptung? Hat er alle 6000 Mitglieder von 30Bad gefragt? 🙂

    Warum sollte der Mensch nicht 95% seiner Kalorien aus Obst essen wollen, wenn genug reifes Obst da wäre? Ich will das.

    Man darf nie vergessen, dass wir alle nicht unter perfekten Bedingungen im Tropenparadies aufgewachsen sind. Wir alle waren mal krank, haben Gluten, Milchprodukte und Kaffee zu uns genommen und passiv geraucht, und waren wahrscheinlich auch nicht immer früh im Bett und haben bei leicht geöffnetem Fenster den perfekten Schlaf gehabt. Und wir sind alle gewöhnt an Chicken McNuggets und McSundae. Wenn man nicht innerhalb von 3 Wochen das Programm voll umgesetzt hat, ist das NORMAL. Dr. Graham sagt, man braucht ungefähr 10 Jahre, bis man sich voll umgestellt hat.

    Wenn man dann auf HCRV umsteigt, sollte man keine absoluten Wunder erwarten. Vieles braucht Zeit, und vieles ist einfach harte Arbeit. Und ganz viele Aspekte dieses Lebensstils haben gar nichts mit Ernährung zu tun – was aber auch sehr gerne übersehen wird.

    Ach ja, wegen zu wenig Eiweiß:http://fruchtundgruen.blogspot.com/2011/06/muskeln-aus-obst-die-fruchtgladiatoren.html 😉
    Einige davon sagen, dass ihr Eiweißanteil nie über 5% lag. Es gibt zwei Dinge, die Muskeln wachsen lassen: Das eine ist Training. Das andere ist Schlaf.

    Viele wissen nicht, dass eine fettige Ernährung die Muskeln „aufpolstert“ – weil das Fett in den Muskeln zwischengelagert wird. Wenn man abnimmt, schwellen auch die Muskeln ab. SIe wirken dann kleiner, aber nur, weil sie nie größer waren, und die eingelagerten Fette nun abgebaut werden konnten. Aber als Laie denkt man erst mal, dass die Muskeln kleiner werden, und dass liegt ja immer am Eiweiß – oder? 🙂

    Also, mein Rat ist: Hör dich um, aber halte dich eher an diejenigen, die Ahnung von diesem Lebensstil haben. 😉 Manche leben seit mehreren Jahren so und es geht ihnen sehr gut damit. Und das sind in der Regel die, die die Fallen und Probleme kennen, die auftreten können, und die dir auch sagen können, wie man am besten damit umgeht.

    Ich kann jedem nur raten, solche Artikel einfach mal auf 30Bad zu posten mit „Bitte um Stellungnahme“. Und wenn man dann beide Meinungen (pro und contra HCRV) hat, kann man für sich entscheiden, was einen mehr überzeugt.

    Viele liebe Grüße!
    Lissa

  8. Alsoooooo, ich glaube, der Plan, das im Hauruckverfahren mal einen Monat zu probieren kann nur scheitern.

    Ich kenne inzwischen genug Beispiele von Menschen, die den Lifestyle über mehrere Jahre erfolgreich machen, ich glaube also, es ist definitiv möglich, damit wundervolle Ergebnisse zu erzielen.
    Aber ich versuche mich schon mehr als einen Monat und es definitiv die schwerste Umstellung bislang. Und ich war vorher schon ein Jahr vegan und Kaffeefrei und auch schon ein halbes Jahr roh.
    Trotzdem ist es schwer, immer genug zu essen, um nicht in die Gelüstefalle zu tippen.
    Ich muss gestehen, was du vor hast, klingt für mich nach Selbstbestrafung.
    Taste dich langsam ran, sonst bist du vermutlich so enttäuscht, dass du es nie wieder versuchst.
    Und ich glaube, es lohnt sich auf jeden Fall, es immer wieder zu versuchen!

    Liebe Grüße
    Kris

  9. Vielen Dank euch allen für eure Kommentare!

    @ K:
    Ich würde mich freuen, wenn du die zweite Augusthälfte noch mit einsteigen könntest. Ist bestimmt ein schönes Gefühl, zu wissen, dass jemand anderes auch noch am kämpfen ist .. und sicher die doppelte Motivation, nicht alles hinzuschmeißen.

    @ Lissa:
    Dass Arnstein ziemlich extrem ist, ist mir schon in den paar Videos aufgefallen, die ich bisher von ihm gesehen habe. Für mich war er bisher immer die Person, die am wenigstens inspirierend, und dafür recht fanatisch gewirkt hat.

    @ Kris:
    Ich will mich wirklich nicht selbst bestrafen (wobei ich das jetzt einfach sagen kann, wie ich hier mit einem heißen Kaffee in der Hand sitze). Im Gegenteil: Ich möchte endlich einen Anfang machen, um das wieder gutmachen zu können, was ich meinem Körper so lange angetan habe. Vielleicht wäre es sinnvoller, mir noch etwas Anlaufzeit zu geben – und abends weiter mit den gekochten Sachen zu machen. Aber bis wann soll ich denn warten? Nächsten Sommer? Die Erdbeersaison ist jetzt vorbei, Kirschen gibt es auch kaum noch … Melonen werden sicher bald wieder teurer, alles wird saurer und wässriger schmecken usw.
    Ich dachte mir, ich nutze halt den letzten Sommermonat, um noch tolle Sachen abzubekommen … und auch genug Wärme und Sonnenstrahlen. So etwas im Dezember ausprobieren zu wollen, ist sicher nicht ideal.

    Ich werde das bestimmt auch noch etwas anpassen; mir z.B. auch Tee erlauben, wenn es mit dem Schietwetter so weiter geht – und auch nicht sooo genau aufs Fett achten.
    Vielleicht klappt es, vielleicht schmeiße ich auch genervt und frustriert das Handtuch. Aber spätestens nächsten Sommer würde ich es wieder versuchen 😉

  10. Ich denke auch, gegen einen Versuch ist nichts einzuwenden, aber du fängst eben alles an einem Tag an.
    Vielleicht solltest du jetzt schon mal den Kaffee weglassen? Dann hast du den schlimmsten Entzug am ersten August schon durch?
    Aber 811 ist schon nicht gerade einfach und Kaffeeentzug auch nicht, 100% vegan kann zu Entgiftung führen und du hattest bis jetzt ja schon Probleme, deine Pläne durchzuhalten (habe ich auch immer und ich nehme mir immer nur eine neue Sache vor, deswegen erschreckt mich etwas, was für einen Batzen du dir für den ersten August vorgenommen hast).
    Ich kann dich wirklich gut verstehen! Ich will ja auch immer unbedingt alles und möglichst sofort, aber vielleicht versuchst du ab Montag erstmal Kaffeefrei und 100% vegan und dann eine Woche später, am 01. nimmst du 811 dazu?

    Ist ja keine Vorgabe, nur ein Denkanstoß! Und wenn du jetzt das Gefühl hast, du willst aber noch nicht auf Kaffee verzichten, dann bekommst du eine ungefähre Vorstellung davon, wie schlimm es erst nächsten Montag wird.

    Ganz liebe Grüße
    Kris

  11. Ja, du hast recht, Kris. Der Gedanke, morgen keinen Kaffee mehr trinken zu dürfen, versetzt mich jetzt schon in Angst und Schrecken. Dann wird es eine Woche später sicher auch nicht einfacher.
    Aber bevor ich das ganze dann hinschmeiße, würde ich lieber 811 + Kaffee durchziehen. Das ist dann immer noch besser als nix.

    Ich denke momentan bin ich bei so 60-70% roh. Also tagsüber Obst und Gemüse – abends ein ganz einfaches gekochtes Gericht; das funktioniert ganz gut. Vielleicht wird es die Katastrophe, einen Schritt weiterzugehen, vielleicht aber auch ein Erlebnis, an dem ich wachsen kann. Ich habe mir das so lange vorgenommen, ich bin es mir schuldig, es jetzt einfach mal zu versuchen.

  12. @Lissa:
    >Viele wissen nicht, dass eine fettige Ernährung die Muskeln „aufpolstert“ – weil das Fett >in den Muskeln zwischengelagert wird.

    Verbreite doch bitte keine Unwahrheiten!

  13. Luisa, ich finde es total toll, dass du meine Leserin bist, und freue mich immer total über deine Kommentare hier. Danke dafür! 🙂

    Aber hast du Dr.Grahams „The 80/10/10 Diet“ denn auch gelesen? Darin stehen viele Dinge, die der Ottonormalverbraucher erst mal von sich schiebt und als Unwahrheit betitelt – einfach, weil man noch nie etwas in der Richtung gehört hat. Vielleicht spielt unbewusst auch die Angst eine Rolle, dass es stimmen könnte, und man sich mit dem Gedanken vertraut machen müsste, seinen heißgeliebten Lebensmitteln „Adieu“ zu sagen.

    Das ist wie mit den Rauchern; mittlerweile können sie all die Beweise um die Schädlichkeit kaum noch verdrängen; flüchten sich aber trotzdem weiterhin in Ausreden wie „Der und der hat sein Leben wie ein Schlot geraucht und ist 98 geworden!“ oder „Wenn es darum geht, dann müssten wir uns ja alles verbieten.“
    Man will es nicht wahrhaben, und gibt sich dementsprechend auch kaum Mühe, die Argumente der anderen Partei ernst zu nehmen.

    Aber Dr.Graham ist kein Laie, er ist Wissenschaftler. Das, was er predigt, nämlich eine rohköstliche, fettarme Frucht/Grün-Diät praktiziert er selbst schon seit 30 Jahren, und ist in seinem Alter noch immer ein Athlet der Extraklasse. Außerdem wurden viele der Ansätze in der weltweit größten Ernährungsstudie – der China Studie – eindeutig nachgewiesen. (zum Vergleich – die ach so hochgelobte Deutsche Gesellschaft für Ernährung ist dahingehend noch lange nicht auf dem neuesten Stand)
    Ich sage nicht zu allem „Ja und Amen“ und habe, was diese Ernährungsweise betrifft, auch eine gesunde Portion Skepsis. Aber ich würde niemals soweit gehen, es als Unwahrheit zu betiteln. Denn andere haben komplett andere Erfahrungen gemacht; und ich selbst habe es noch nie ausprobiert.

    Falls du Lust hast, kannst du ja mal bei Lissa lesen gehen – sie hat bietet auf ihrem Blog eine Menge Hintergrundwissen. Wirklich interessant!

    Übrigens sind hier zwei Bilder von zwei tollen Frauen, die Dr.Grahams Lebensstil praktizieren, nie eine Diät gemacht haben und tatsächlich immer so viel essen, bis nicht mehr ein einziges Stück reingeht. Und guck, wie sehr sie strahlen, wie gesund sie aussehen, und was sie heute für Traumkörper haben:

    Person 1
    Person 2

    Ich versuche dich nicht davon überzeugen, dass die frutarische und fettarme Ernährung das einzig wahre ist, fände es aber schön, wenn du zumindest in Betracht ziehen könntest, dass da vielleicht etwas dran ist bzw. nicht automatisch behauptest, hier würden Unwahrheiten verbreitet werden.

  14. hm… man kann alles mal ausprobieren…
    aber ob das „wirklich“ auf dem neuesten Stand ist oder nicht…

    es gibt auch Tendenzen die behaupten, dass das aktuelle Schönheitsideal auch nicht das allergesündeste sein muss (dieses vorher-nachher-Foto von der Veganerin muss nicht zwangsläufig auf totale Gesundheit hindeuten…vor allem muss es nicht „echt“ sein).

    Man bedenke, dass Abnehmprogramme ein großer Wirtschaftsmotor sind, eine erfolgreich gefüllte Marktlücke in den überernährten Wirtschaftsländern.
    Denke das sollte man sich bei jeder neuen Ernärhungsmethode vor Augen halten.

    Deswegen sollte man in jedem Fall auf seinen Körper hören, auch wenn der Körper natürlich auch sehr flexibel damit umgeht bzw „Gewohnheitstier“ ist (was das ganze dann schwer macht wirkliche körperliche Bedürfnisse von erlernter Gewohnheit zu unterscheiden..)

    Fast ausschließlich Obst zu essen wär zumindestens nix für mich, vor allem nicht wenn man sich damit angewöhnt so viel zu essen bis nix mehr rein geht. Einfach weil der Magen sich dann an diese Mengen gewöhnt. Zudem könnt ich mir vorstellen dass der Insulinspiegel Achterbahn fährt bzw man alle 3 Stunden was essen muss.
    Halte es aber durchaus für wahrscheinlich, dass andere Menschen nen anderen stoffwechsel haben und damit klar kommen könnten.

  15. Als Lifestyle-Diät empfinde ich 80/10/10 nun nicht – einfach, weil eben niemand etwas davon hat. Rein Marketingtechnisch bringt es höchstens den Obst- und Gemüsebauern etwas. Alle anderen bleiben auf dem Trockenen sitzen.

    Dass man bei reiner Obstkost (mindestens) alle drei Stunden Hunger bekommt, habe ich so auch erlebt. Ich habe aber gelesen, dass das der ulrtra schnellen Verdauung zuzuschreiben ist. Der Blutzuckerspiegel soll relativ konstant bleiben, sofern man mit den Fetten aufpasst.

    Aber gut. Mittlerweile habe ich auch entschieden, das dieses Jahr lieber nicht mehr auszuprobieren 🙂

  16. huhu mrs cookie,

    bin per google gerade über diesen blogeintrag gestolpert. nachdem nun ein halbes jahr vergangen ist… hast du dich zwischenzeitlich nochmal näher damit beschäftigt?

    liebe grüße und noch einen schönen sonntag!
    die claudi

  17. Hallo Claudi,

    ja, habe ich. Und ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass, wenn es eine perfekte Ernährung geben sollte, man 80/10/10 als solche bezeichnen könnte. Ich habe mir wieder vorgenommen, es diesen Sommer auszuprobieren. Und diesmal, da bin ich mir sicher, schaffe ich das ohne Probleme.

    Natürlich bin ich auch immer noch skeptisch; es gibt ja so viele Gegenstimmen. Aber ich denke, bevor man sich von all dem verwirren lässt, muss man es einfach mal selsbt durchziehen. Der Körper wird einem da hoffentlich eindeutiges Feedback geben.

    Ich bleibe aber immer noch dabei: Dauerhaft würde ich es nicht durchziehen wollen. Zum einen ist es ökologisch gesehen eine Katastrophe (denn mit regionalen Früchten kommt man nicht sehr weit), übern Winter wirklich schwer … und auch sozial nicht sonderlich verträglich. Ich möchte auf Dauer nicht überall außen vor sein müssen, und auf alles verzichten. Gerade wenn man mal in den Staaten ist – da gibt es sooo viele Spezialgeschäfte und Restaurants, und man selbst kann nicht mal in Rohkostläden essen, weil da ja die meisten Sachen mit viel Fett gemacht werden. Das wär dann doch zu hart.

    Ich schreibe in den nächsten Tagen oder Wochen auch noch mal was zu diesem Buch: From Fat to Fabulous.
    Das ist wirklich klasse … führt alle Vorteile dieses Lebensstils auf, ist aber auch nicht zu extrem. Die Autorin gibt selbst zu, hier und da Ausnahmen zu machen.

    • weißt du was mich am meisten verwirrt? du hast die eine seite veganer rohköstler, die wert auf gemüse, gemüse, gemüse legen. und du hast eben die „obst front“ unter den veganen rohköstlern.
      beide seiten sind in gewissem sinn „extrem“ – wenn es nach markus rothkranz geht, ist obst total böse. ausnahmen: äpfel, birnen, papayas.
      und dann hast du die, die sagen obst, obst, obst mehr braucht der mensch nicht.
      ich denke, ich werde eine zwischenlösung für mich finden 🙂
      übrigens: batterien für deine waage habe ich sogar schon mal im dm drogeriemarkt gesehen….
      einen guten wochenstart für morgen und liebe grüße,
      die claudi

  18. Ja, das verwirrt mich genauso. Aber die bei 80/10/10 sagen nicht, dass Gemüse böse ist. Nein, du sollst und darfst davon essen, so viel du willst … und gerade bei Blattgemüse musst du es auch, um auf deine Proteinwerte zu bekommen. Reine Frutarier sind die „Anhänger“ (hört sich sehr sektenmäßig an ^^) von Dr. Douglas Graham nicht. Im Gegenteil, Doug warnt sogar davor, und sagt, er hat schon Leute sterben sehen, die glaubten, sie bräuchten nix anderes als Obst (weil es die meisten Kalorien liefert und den meisten natürlich auch besser schmeckt).

    Die anderen Rohköstler meinen zwar, sie würden hauptsächlich Grünes und Gemüse essen, aber das stimmt ja nicht wirklich. Zumindest nicht gemessen an der Gesamtkalorienzahl. Isst man einen Salat mit einem schönen Dressing aus Mandelmus, Cashews, Öl oder was auch immer, dann bringt dieses Dressing die meisten Kalorien, nicht der riesige Berg an grünen Sachen. Mengenmäßig mag es Gemüse sein, aber tatsächlich ernähren sie sich hauptsächlich von Fett.
    Von irgendwas müssen Kalorien ja kommen … und bestimmt nicht von Blattsalaten, Wildkräutern und Gurken.

    Ich glaub aber auch, dass es einen Weg irgendwo dazwischen gibt. Ich werde auf jeden Fall nichts verfluchen, was die Natur uns geschenkt hat 🙂

    Danke für den Tipp. Ich bin morgen sogar bei dm ^^

  19. Hallo Mrs Cookie, hallo Claudi!

    Ein gutes Buch in diesem Zusammenhang finde ich „Wir fressen uns zu Tode“ von Galina Schatalova – nach der lohnt es sich mal zu googlen.
    Oder auch sehr inspirierend in Richtung fettarme Rohkost ist Tim van Orden (http://www.runningraw.com) Er hat ziemlich viele youtube Videos in denen er zur Ernährung einiges erklärt. Im übrigen beide sind der Meinung dass man nicht so viele Kalorien braucht wie sie bei 811 der Meinung sind.

    Liebe Grüße und viel Glück bei der Batteriefindung (meine sind auch leer – und ich bin froh darüber 😉 )
    Sonja

  20. Ich kenne das Buch – so halb. Und wenn ich ehrlich bin, macht es mir Angst. Weil es fast allem widerspricht, was ich momentan glaube, weil die Autorin ernährungstechnisch ein extrem karges Leben, und mit ihrer Untergangsstimmung wirklich üble Laune macht. Ich weiß nicht, ob ich mich noch einmal da ran wagen möchte.

  21. Hallo Antimensch. Das mag zwar durchaus sein – interessant fände ich es aber, in welchem Bereich er dann seinen Doktor gemacht hat? Darüber konnte ich keine Infos finden. Weißt du genaueres?
    Denn Arzt und Chiropraktiker zu sein, schließt sich ja nicht aus.

    Wissenschaftler ist da vielleicht etwas zu hoch gegriffen, aber sein Name verrät ja, dass er Akademiker ist.

  22. „Wissenschaftler ist da vielleicht etwas zu hoch gegriffen, aber sein Name verrät ja, dass er Akademiker ist.“

    In den USA kann man für alles mögliche einen Doktortitel machen, auch für Chiropraktik.

  23. Ich frage mich, warum sich immer alle an diesem Doktor-Titel so reiben.
    Ein Mensch, der erkannt hat, was seine wahre Berufung ist und in der mit aller Motivation und Begeisterung forscht, ist doch mehr wert, als jemand, der es auf einem Gebiet tut, das ihn eigentlich gar nicht so interessiert. Das Leben bietet doch immer wieder Wendungen, die man als junger Chiropraktiker noch nicht gesehen hat. 801010 is the best!

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