5 Tipps für eine erfolgreiche Diät [Teil 1]

Ich habe ja jetzt schon einige Kilos runter, und habe schon (mal wieder) einige Erfahrungen machen können, wie und wann eine Diät funktioniert oder woran sie scheitert. Das sind eigentlich bekannte Sachen, aber manchmal sind sie einem vielleicht nicht mehr so bewusst…
Ich habe vor, von Zeit zu Zeit immer mal wieder ein paar Tipps zu posten, die mir auf meinem Weg weitergeholfen haben. Vielleicht helfen sie auch anderen.

1. Niemals Hunger haben

Niemals hungrig einkaufen zu gehen; der Tipp ist ja bekannt. Ich gehe aber noch einen Schritt weiter, und sage, dass man es in der Anfangszeit seiner Diät niemals dazu kommen lassen sollte, überhaupt mal größeren Hunger zu haben. Glaubt mir, Heißhunger macht euch zu einem komplett anderen Menschen. Alle Vorsätze werden über Bord geschmissen, und ihr wollt nur noch Deftiges und Fettiges!

Mir ist es heute wieder passiert, dass ich den ganzen Tag über nur zwei Bananen gegessen habe. Am späten Nachmittag stand ich mit zwei Wasserflaschen an der Supermarktkasse, und hätte am liebsten alles gekauft, was nur geht – Süßigkeiten, Backcamembert, Pommes…
Vor mir an der Kasse stand ein Mädchen: Super schlank, attraktiv gebräunt, kurze Hosen, Ballerinas. Und ich dachte nicht: „Man, so würdest du auch gern aussehen.“, sondern nur „Scheiß drauf. Wer will schon so aussehen, wenn er Fressen (sorry) kann?“
Und nein, ich übertreibe nicht. In mir hat ein Monster gewütet – mein Blutzuckerspiegel ist auch schon so weit abgefallen, dass ich leicht gezittert habe. Mein Glück war, dass ich nicht genug Geld dabei hatte; wer weiß, was sonst passiert wäre.

Die meisten meiner Diäten sind nicht daran gescheitert, dass mein Willen zu schwach war, sondern mein Körper. Und wenn man erstmal total ausgehungert ist, dann hat man keinen Bock, ewig in der Küche Gemüse zu schneiden und zu kochen, dann muss es schnell gehen. Ganz fatal!

2. Mahlzeiten planen

Und damit es nie zu diesem Heißhunger kommt, finde ich es wichtig, seine Mahlzeiten zu planen und sich auch genau daran zu halten. Wenn man satt ist, denkt man, man wäre stark genug, bis zum Abend nichts mehr zu essen, aber das klappt selten. Wenn der Körper mit Hunger reagiert (selbst wenn wir ihn noch nicht bewusst wahrnehmen), geht unsere Disziplin flöten.
Mit gutem und ausgewogenem Essen nähren wir nicht nur unser Fleisch, sondern stärken auch unsere Gedanken, unseren Willen, unser Hirn, unseren Schweinehund – wie immer man es nennen möchte.

Außerdem sollte man für zwischendurch immer kleine Snacks griffbereit haben. Wenn man Lust auf etwas zu essen verspürt, aber die nächste Mahlzeit noch weit weg liegt, macht es sich super, beispielsweise Melonenbällchen oder geschnittene Mango mit Erdbeersoße aus dem Kühlschrank zu holen. So tauchen erst gar keine Gelüste auf andere Sachen auf.

3. Food Diary führen

Es gibt kaum eine bessere Kontrolle, als ein Ernährungstagebuch zu führen. Die Regel lautet: Alles, was wir uns in den Mund schieben, ob planmäßig oder nicht, ob nur vier Nüsse oder ein Kaffee: aufschreiben!
Selbst wenn man sich exakt an seine vorher vorbereiteten Menüpläne hält, sollte man alles noch mal notieren. Und bitte nicht selbst belügen! Dadurch geht schon bald die Motivation, überhaupt noch irgendwas aufzuschreiben, verloren.

Ich selbst habe es zwar nie geschafft, aber ich finde, man sollte auch alles aufschreiben, wenn es mit der Diät mal wieder nicht klappt, und man unkontrolliert isst. Dadurch kommt man sicher doppelt so schnell wieder auf die richtige Spur.

4. Ausnahmen sind verboten!

Damit meine ich nicht, dass man sich von nun an nichts Leckeres und keine kleinen Sünden mehr gönnen darf, sondern dass diese fest mit eingeplant werden sollten. Wenn der Wochenplan schon Sonntag vorgibt, dass es Donnerstagabend mit Freunden eine Pizza gibt, dann ist das in Ordnung. Dann sollte man sie auch genießen!
Aber wenn für Donnerstag eine Süßkartoffelsuppe geplant war, uns aber spontan Appetit auf Pizza überkommt, dann heißt es Zähne zusammenbeißen und schnell die Suppe kochen. Meist ist man anschließend so satt, dass man nicht mehr an anderes Essen denkt – auch wenn man sich das vorher nicht vorstellen kann.

Würde man sich diese Ausnahme erlauben, dann bestünde die Gefahr, dass das mit einem schlechten Gewissen einhergeht, und man wieder aus seiner Routine rauskommt.
Das ist natürlich nicht bei allen der Fall – manche können das richtig gut- sündigen, und dann einfach genauso weiterzumachen, wie vorher. Aber ich denke, gerade für sehr übergewichtige Menschen und Diätanfänger sind solche Situationen etwas tricky.

Ich weiß nicht genau, was da in unserem Kopf passiert; welche Schalter umgelegt werden, aber ich persönlich habe es gerade kürzlich wieder am eigenen Leib erfahren, dass eine einzige ungeplante Ausnahme fast eine ganze Woche zunichte machen kann.
Ich wollte so unbedingt genauso weitermachen wie vorher, aber mit einmal war es nicht mehr leicht. Das kleine Teufelchen saß mir noch Tage später im Nacken und hat mir Gelüste auf alle unmöglichen Sachen eingeflüstert.

5. Inspiration

Nur weil es gut läuft, bedeutet es nicht automatisch, dass wir die ganze Zeit hoch motiviert bleiben, und unser Ziel nie aus den Augen verlieren. Es gibt so Phasen, da riecht irgendwie alles nach Einheitsbrei, die Waage bewegt sich nicht groß, und so ein bisschen hat man sich mit seinem Schicksal vielleicht auch abgefunden.

Damit solche Situationen unser Vorhaben nicht kippen können, ist es auch wichtig, unsere Motivation immer wieder neu anzustacheln. Wie das geht? Lassen wir uns von anderen inspirieren!
Ich liebe es zum Beispiel auf Youtube Videos von Megan Elizabeth, Inspire2Act oder LizYArtur anzuschauen.
Auch schöne Frauen auf der Straße, in Zeitschriften, auf Facebook oder im TV betrachte ich nicht neidisch, sondern eher als meine Vorbilder.

Außerdem lese ich total gern Bücher & Zeitschriften über gesunde Ernährung, Glück, Leidenschaft und Lebensplanung. Da werde ich demnächst sicher einige vorstellen!

© SweetOnVeg / Flickr.com (klick)

Ich weiß, dass diese Tipps teilweise wirklich banal klingen. Aber glaubt mir, sie machen so einen großen Unterschied!
Warum sollte man sich einen Döner kaufen oder Pizza bestellen, wenn man sich an einem reichhaltigen Hotelbuffet mit Gemüse- und Obstgerichten satt essen kann? Genau! Und warum sollte man dann also Pizza bestellen oder sich einen Döner holen, wenn man auch die Möglichkeit hat, seine eigene Küche oder seinen Kühlschrank in ein kleines aber leckeres und gesundes Minibuffet zu verwandeln? Fettige und ungesunde Sachen sind häufig nur Notlösungen, nach die leere Kühlschränke und niedrige Blutzuckerspiegel schreien.

Man muss sich klar machen, dass nur ein ausreichend genährter Körper in der Lage ist, vernünftige und angemessene Entscheidungen über die weitere Auswahl der Lebensmittel zu treffen.

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10 Gedanken zu “5 Tipps für eine erfolgreiche Diät [Teil 1]

  1. Einfach Erdbeeren pürieren. Simpler geht’s kaum 🙂
    Kann man natürlich noch je nach Geschmack variieren – zum Beispiel mit Agavennektar oder Stevia, wenn’s zu sauer ist oder auch mit Zimt oder Vanille für’s besondere Aroma.

  2. Ich stimm dir bei deinem Beitrag zu.

    Nur muss ich zugeben, dass ich persönlich zumindestens bei „kleinen Schnacks“ lieber auf was Eiweißhaltiges als was Zuckerhaltiges (Obst) zurückgreif.

    Low-Carb ist sicher nicht jedermanns Sache so wie ich ganz bestimmt weit mehr Kohlenhydrate futter als bei den meisten Low-Carb-Geschichten empfohlen wird 🙂
    Nur hab ich wirklich die Erfahrung gemacht, wenn ich süßes oder stark kohlenhydrathaltiges ess, dass ich nach kurzer Zeit wieder Hunger krieg bzw garnicht richtig satt werd. Deswegen hilft es mir auch einfacher durchzuhalten^^

    LG unkraut666

  3. Hi Cookie!

    Wie geht es dir denn?
    Ich warte ja ganz sehnsüchtig auf ein August Update!

    Ich hoffe, der Start war toll und es geht dir richtig gut!

    Liebe Grüße
    Kris

  4. Hallo Kris – ich melde mich die Tage wieder. Ich habe mich letzte Woche doch entschieden, es dieses Jahr lieber nicht zu versuchen. Du hattest/hast Recht. Wenn man nicht mal die Stärke hat, auf Koffein zu verzichten, macht es vielleicht wenig Sinn, alles auf einmal zu ändern. Und ich habe ja auch für mich gemerkt, dass es mir schon sehr gut tut, viel Obst und Gemüse zu essen – und dann abends ein leichtes und fettarmes veganes Gericht zu kochen.
    Außerdem geht es mir wie dir … einen Herbst ohne Kürbissuppe kann ich mir nur schwerlich vorstellen 😉

  5. Kohelhydrate kann man ruhig essen, aber bitte nur komplexe KH. Zu viel Obst ist übrigens nicht gut, lieber auf Gemüse ausweichen. Und jeder gute Ernährungsplan sollte auch ein wenig Nascherein beinhalten 😉

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