Ziele: 100kg bis zum ersten September

Ich habe mir überlegt, hier eine neue Kategorie einzuführen, und sie „Ziele“ zu nennen. Ich habe über das Thema so viel zu schreiben, dass man fast schon eine feste Rubrik pro Woche einrichten könnte. Ja, natürlich ist mein Ziel das Abnehmen. Aber das ist viel zu universell und viel zu wenig greifbar. Immerhin ist das ganze ein Prozess, und der besteht aus lauter Teilschritten oder Teilzielen.

Und dann kommt auch noch die psychische Komponente dazu. Ich werde nicht dauerhaft abnehmen können, wenn ich nicht herausfinde, was das ist, was mich boykottiert, und was mich dazu gebracht hat (und auch noch immer bringt), meinem Körper Schaden zuzufügen und ihn zu mästen. Ich werde es aber ganz sicher nicht herausfinden, indem ich hier gemütlich in meinem Zimmer vor dem Rechner sitze und Däumchen drehe. Ich muss raus aus der Comfort Zone, Veränderungen vorantreiben, Ängste besiegen und mich endlich selbst überwinden.

Visualisieren: Erst vorstellen, dann erreichen

Teilweise werden das Ziele sein, die absolut realistisch sind, und die ich sofort anpacken kann, teilweise aber auch Dinge, die ich erst dann tun kann oder will, wenn ich ein gesundes Körpergewicht erreicht habe.
Natürlich besteht bei letzterem die Gefahr, dass man in Träumereien versinkt, sich der Realität entzieht und erstrecht nicht voran kommt. Aber Ziele bestehen ja so oder so, ob man darüber redet oder nicht. Ich denke, wenn sie nicht nur im Hinterstübchen herumschwirren, sondern mit Menschen geteilt werden, die mich verstehen können, dann gibt das eine ganz besondere Motivation. Und außerdem wird ja immer und überall davon gesprochen, wie wichtig dieses Visualisieren ist. Erst müssen wir es uns vorstellen, dann können wir es auch erreichen. So ist der Mensch gestrickt.

Mein erstes Ziel, das habe ich euch vorgestern schon mitgeteilt: Ich möchte bis zur großen Familienfeier am 1.September so viel Gewicht verlieren, wie möglich, und am liebsten bis auf 100kg kommen.

Warum ist mir das so wichtig?
Ich sehe das ganze symbolhaft. Ich habe mir schon so oft vorgenommen, zu einem bestimmten Ereignis, das weit in der Zukunft liegt, endlich schlank zu sein, und es niemals geschafft. Vor einigen Jahren war das der Geburtstag meiner Oma. Ich wusste, ihre beiden Zwillingsschwestern würden da sein, die ich absolut nicht leiden kann. Sie haben eine unmögliche Art, offensichtlich zu lästern, ganze Feiern zu ruinieren und Menschen zu verletzen (z.B. meinen Cousin und meinen beiden Cousinen schöne Geschenke mitzubringen, mir und meiner kleinen Schwester – wir waren beide noch Kinder – aber nicht). Der Lebenspartner der einen Großtante meinte auch schon mal im vollen Ernst zu mir, ich solle meinen fetten Arsch zur Seite nehmen. Meine Mutter hat er gefragt, ob sie sich nicht schämen würde, ihre Tochter so dick werden zu lassen. Dazu muss man wissen, dass die alle eigentlich ganz feine und manierliche Großstadtleutchen mimen…

Nunja, ich komme vom Thema ab. Auf jeden Fall war ich wie besessen davon, abzunehmen, und mir nie wieder die Blöße zu geben, von diesen Menschen verurteilt zu werden. Jeden Tag bin ich stur viele Kilometer gewandert. Spaß hatte ich daran nicht, aber ich war verbissen.
Am Ende bin ich davon abgekommen und habe es nicht geschafft.

Hätte ich die Trauzeugin sein können?

Letztes Jahr war die Hochzeit meiner Cousine. Sie ist im gleichen Alter, wie ich, und als Kinder und Teenager waren wir beste Freundinnen. Ich habe mich so darauf gefreut, phantasiert, wie chic ich mich machen würde – neuer Haarschnitt, neues Outfit, neue Figur. Still und heimlich habe ich sogar gehofft, die Trauzeugin sein zu dürfen.
Erst hat man sich gedacht, ja, das sind ja noch unzählige Monate, wozu heute anfangen? Aber plötzlich waren es nur noch Wochen, und dann Tage … und am Ende bin ich dort genauso übergewichtig wie eh und je aufgekreuzt, hatte kurz vorher keine Zeit mehr, um neue Klamotten zu shoppen (und ehrlich gesagt für Größe 54 auch echt keine Lust), und habe mir auch den Friseur gespart. Natürlich habe ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten herausgeputzt, aber es war eben doch mehr gewollt, als gekonnt.

Und bis heute werde ich das Gefühl nicht los, das ich vielleicht ihre Trauzeugin hätte sein können, wenn ich doch nur ein bisschen abgenommen hätte…
Rein logisch weiß ich, dass das nicht der Grund war. Sie hat mich immer als ihre dicke Freundin akzeptiert, sich nie für mich geschämt und sich auch nie über mich lustig gemacht. Es sind einfach die Jahre und die Entfernung unseres Wohnortes, vielleicht auch die unterschiedliche Wahl unseres Lebensweges, die uns auseinander getrieben haben. Aber tief in meinem Inneren nagt das Gefühl, dass ich als Trauzeugin womöglich das ganze Hochzeitsbild zerstört hätte, und dass sie das vielleicht auch so gesehen hat.

Vor einiger Zeit war der Abschluss meiner Schwester (wisst ihr ja sicherlich, der Tag, an dem meine bis dato so tolle Ernährung den Bach runter ging). Alle waren schön zurrecht gemacht, und es würden auch ein paar Bilder ganz in Familie gemacht. So was ist selten bei uns, und ich hätte echt gern gut darauf ausgesehen. Eine Katastrophe wurde es zwar nicht, aber eben auch nichts Besonderes. Hier mal ein Beispiel:

Keine Eitelkeit

Es ist nicht die pure Eitelkeit, die da aus mir spricht. Aber es sind immer Feste und Feiern, an denen ich mein Leben vorbeiziehen sehe. Ich wähle mir immer ein Ereignis in der Zukunft, und schwöre, dass bis dahin alles anders sein wird. Aber es ist nie anders. Nie habe ich es ernsthaft geschafft irgendwas an mir zu verändern. Nie habe ich mich einem großen Ereignis so anpassen können, dass ich optisch auch mal glänzte. Weder Hochzeiten, noch Jugendweihen (inklusive meiner eigenen), runde Geburtstage oder Abschlüsse. Ich sah immer gleich aus – unauffällig und mit weiten Stoffen verhüllt. Das war ich übrigens bei meinem Abiball bzw. kurz davor:

Jetzt zum großen Ereignis am 1.September werde ich es zwar wieder nicht schaffen, schlank zu sein. Aber ich möchte zumindest einen kleinen Triumph in der Hand halten. Weniger Kilos, ein frischer Haarschnitt und ein festliches neues Outfit sind ja besser als nichts. Das könnte eine optische Wende in ein schöneres Leben sein, in denen ich endlich ganz und gar in der Gegenwart lebe.
Da ein Fotograf anwesend sein wird, würde mich natürlich ganz besonders freuen, wenn mal Bilder entstehen würden, die ich stolz in meiner Wohnung aufhänge oder aufstelle, oder die ich später gern mal meinen Nachkommen zeigen würde.

Ich weiß nicht, ob ihr das ähnlich seht, aber für mich sind Fotos ein Dokument des Lebens. Man sagt ja, dass kurz vor dem Tod das ganze Leben noch einmal in Bildern an einen vorbeizieht. Und ich stelle mir dann immer vor, dass das so die wichtigsten Stationen sind – man selbst auf Feiern und Geburtstagen, mit Lebenspartnern, Eltern, Kindern, Enkeln. Immer lachend und immer glücklich. Und nicht versteckt, verhüllt und sich wünschend, dass man jetzt lieber an einem anderen Ort wäre, ganz weit in der Zukunft…

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12 Gedanken zu “Ziele: 100kg bis zum ersten September

  1. Hast Du denn schon mal dran gedacht, Dich vielleicht einer Gruppe (Weight Watchers o.ä.) anzuschließen? Manche Aufgaben sind vielleicht zu groß, um sie ganz alleine zu stemmen. In einer Gruppe hättest Du Gleichgesinnte, die Dich motivieren, vielleicht findest Du sogar Sportpartner, hilfreiche Tips, psychologische Unterstützung…wäre das nix?

  2. Kein Mensch sucht sich die Trauzeugin nachm Gewicht aus!

    Ok, Paris Hilton vlcht.

    Ich hoffe du glaubst diesen Gedanken nicht ernsthaft.

    Aber gut wie oft schieben wir (Übergewichtigen) etwas aufs Gewicht, anstelle sich einzugestehen, dass es etwas anderes war.

  3. nimm nicht für andere ab, nimm für DICH selbst ab! Was andere denken ist egal, v.a. wenn es solche ätzenden leute sind wie dieser typ da der den fiesen kommentar gebracht hat. wie assig ist das denn??? solchen leuten würde ich entgegnen, ob seine mutter sich nicht schämt, dass sie einen sohn hat, der so dumm und arrogant ist.
    bei sowas könnt ich echt ausrasten.

    und pass auf, dass das abnehmen nicht zu deinem einzigen lebensinhalt wird. sonst dreht sich dein ganzes leben nur noch ums essen, nicht-essen und sport machen.
    und noch ein tipp: denk nicht, dass alles was schief geht, nur deswegen nicht klappt weil du dick bist. das ist totaler quatsch. ich erwisch mich auch oft dabei, zu denken „wenn ich heute schicker aussehen würde, hätte der typ mich auch beachtet/hätte ich den job gekriegt/hätte ich viel mehr leute kennengelernt“. aber das ist nur vorgeschoben, meistens hängts an anderen sachen.

  4. @ Julia:
    Danke dir 🙂

    @ Frollein Holle:
    Doch, auf eine Gruppe mit Gleichgesinnten hätte ich Lust. Aber das Ernährungskonzept von Weight Watchers überzeugt mich nicht. Es geht da ja eigentlich nur darum, nicht zu viele Kalorien zu essen, nur dass die in Points umgewandelt werden. Aber Kalorien sind mir eigentlich egal. Ich möchte mich nur gesund ernähren und dadurch auch gesund werden. Ich glaube nicht, dass ich mit Obst, Gemüse und wenig glutenfreies Getreide zunehmen werde; unabhängig davon, wie viel ich esse.

    Meinen Weg sehe ich eher im alternativen Bereich, weswegen ich mich hier online auch bei den Rohköstlern, Veganern und Gesundheitspionieren am wohlsten fühle. Das reine Abnehmen – womöglich auch noch mit Low Carb, mit tierischen Lebensmitteln, Süßstoff und anderen ungesunden Sachen – geht mir nicht weit genug. Deshalb wäre es mir auch zu schade, jedes Mal 10 Euro für ein Weight Watchers Treffen zu zahlen, wenn ich dort eigentlich gar nichts lernen will.

    @ Luisa:
    Ich glaube auch nicht, dass es wirklich ums Gewicht ging. Aber so ganz lässt mich der Gedanke trotzdem nicht los.

    @ Mausflaus:
    Ja, ich nehme für mich ab.
    Und es stimmt, es passiert schnell, dass man glaubt, irgendwas an seinem Aussehen wäre nicht richtig gewesen. Aber ich sehe da auch einen Zusammenhang. Wenn wir uns selbst nicht wohl fühlen, egal, ob wir zu dick sind oder ob unsere Haare vom Regen frisselig geworden sind, wirkt sich das auch aufs Selbstbewusstsein aus. Ich merke das so oft bei mir selbst – dass ich mich dann verschließe und nicht mehr offen auf andere Menschen zugehe. Und das ist dann natürlich ein guter Grund abgelehnt zu werden/den Job nicht zu bekommen/ nicht die erste Wahl als Trauzeugin zu sein usw.

    Klar kann und muss man an seinem Selbstbewusstsein arbeiten, aber das braucht auch eine solide Grundlage. Es muss auf irgendwas aufbauen, das man wirklich toll an sich findet, ansonsten ist das eher Schauspielerei (anstrengend!) als alles andere.

  5. Aber denk doch mal den Gedanken zu Ende, worum es ging, wenn NICHT ums GEwicht.
    Ich glaube, das ist für einen viel verletzender, enttäschender, als wenn man seinem Übergewicht die ganze Schuld gibt.

    Übrigens find ich dein Outfit ziemlich cool auf den Fotos.

    Was ich mittlerweile auch mache (soweit es mir möglich ist), ich ziehe nur noch Klamotten an, die ich auch mit schlanker Figur tragen würde. Denn ich hasse dieses Gefühl „diese Klamotte hab ich nur, weil es nix anderes in der Zeltabteilung gab!

    Was hast du denn mit deiner Haaren vor?

    Liebe Grüße,

    Luisa

  6. Ich habe den Gedanken schon oft zuende denken wollen, und bin immer nur zu dem Schluss gekommen, dass wir uns vielleicht ein bisschen auseinander gelebt haben. Aber wir haben damals so viel miteinander erlebt – und ich habe auch eine Rolle dabei gespielt, dass sie überhaupt mit ihrem jetzigen Mann zusammen gekommen ist. Ich weiß nicht, warum sie sich so entschieden hat.
    Allerdings fände ich beide Sachen genauso schlimm … dass unsere gemeinsame Kindheit und Jugend ihr nicht so viel wert ist wie mir, oder dass ihr schöne Fotos wichtiger waren, als das, was uns verbindet.
    Aber egal. Vorbei ist vorbei, daran muss man sich nicht mehr aufhängen.

    Meine Haare wachsen unglaublich schnell, und außerdem halten Farben nicht wirklich. Das führt dazu, dass der Schnitt immer schon nach einem Monat rausgewachsen ist, und die Farbe verwaschen wirkt. Das nervt. Ich habe nichts besonderes vor – einfach nur wieder kürzer (damit man auch etwas stylen kann) + Farbe (dunkles Henna).

    Klamotten, die ich mit schlanker Figur tragen würde, gibt es in meiner Größe leider nicht bzw. so viel Selbstbewusstsein könnte ich gar nicht schauspieler. Haha. Ich stehe auf Kleidchen, enge Bandshirts oder kurze Jeans. Das ginge nun gar nicht 🙂

  7. Nein, nein. Warum auch? Nur weil ich eine bestimmte Erwartungshaltung hatte, muss sie sich ja nicht rechtfertigen. Ich möchte sie nicht in die Verlegenheit bringen, mir irgendeinen Grund zu nennen, der mich vielleicht verletzen könnte – zumal ich weiß, dass sie es nicht böse gemeint hat. So ist sie nicht.

    Es ist wie mit manchen Freunden/Bekannten, mit denen man sich super versteht, aber wo das Verhältnis nie enger wird. So lange es ist, wie es ist, ist es okay. Würde man das offensichtliche aber aussprechen und ihnen aber sagen, dass man die Beziehung nur für oberflächlich hält, und andere Menschen einem mehr wert sind, wäre es komisch.

  8. @“Und ich stelle mir dann immer vor, dass das so die wichtigsten Stationen sind – man selbst auf Feiern und Geburtstagen, mit Lebenspartnern, Eltern, Kindern, Enkeln. Immer lachend und immer glücklich. Und nicht versteckt, verhüllt und sich wünschend, dass man jetzt lieber an einem anderen Ort wäre, ganz weit in der Zukunft…“

    Hm…ich betrachte das etwas anders.
    Ist „Leben“ nicht eigentlich das, was dazwischen passiert?
    Zwischen den „Festen“, zwischen den „festen Terminen“, an denen man sich präsentieren möchte?
    Was Gewicht und Größe angeht liegen wir beide ja nicht so weit auseinander…aber was Feste angeht, hab ich mir wenig gedanken gemacht.

    Auf der anderen Seite les ich hier und da aber auch was zum Zen-Buddhismus. Will nicht sagen dass ich mit allem wirklich was anfangen kann (also 100%ig nachvollziehe).
    Es kommt wohl auf die persönliche Philosophie bzw den Glauben an, wie man sein Leben anfasst.
    Aber der Gedanke, dass „der Weg das Ziel ist“, der jetzige Moment im hier und jetzt vielleicht manchmal entscheidender ist als das „Gestern“ und das „Morgen“, das lässt sich mal überlegen. Wobei es ja eher nicht das „Morgen“ sondern das „Überüberübermorgen“ ist, wenn man in ein paar Monaten oder Jahren ein gewisses Gewicht oder Ziel erreichen will.

    Aber sind die „Bilder“, die einem vor dem Tod durch den Kopf gehen, wirklich die Bilder, die auf solchen Feiern fotografiert werden? Wären die Bilder vielleicht nicht eher das, was man im Leben wichtig fand? Was den Lebensinhalt ausmachte, was das Leben bestimmte? Gut, vielleicht wären das in dem Fall bei dir die Bilder, wie du dich auf Feiern gefühlt hast, schließlich machst du dir ja starke Gedanken darum.

    Ich plane Meist auch mehr in der Zukunft als in der Gegenward, leb quasi mehr in der (theoretisch vorstellbaren) Zukunft als im hier und jetzt. Das versuche ich zumindestens zu ändern. Das Leben ist nicht ganz so planbar, wie man es manchmal glaubt, vorgelebt bekommt oder von den Medien aufgeschwatzt bekommt.
    Aber ich glaub inzwischen dass Selbstbewusstsein etwas ist, was man nicht alleine an den Meinungen anderer festmachen sollte. Oder an den Meinungen, die man sich aufgrund von Erfahrungen vorstellt, dass andere sie hätten. Vielleicht ists eher das Aushalten der Kritik anderer. Dass man weiß was man kann und was man nicht kann, irgendeiner wird immer kommen und über das Meckern was man ist. Und wenn das Familienmitglieder sind ist das besonders schwer, aber nur weil man sich mit denen Verbunden fühlt heißt das nicht, dass man alles ernst nehmen muss, was sie sagen.
    Warum will man Leute beeindrucken die vermutlich eh immer was finden werden, was sie an einem auszusetzen haben? Richtet man sein Leben dann nicht zu sehr nach anderen aus?
    Man braucht sicher etwas, was man an sich selbst gut findet.
    Aber ich finde auch, dass man entscheiden soll, ob man jeden Menschen in seiner Meinung so ernst nimmt, dass man sich nach diesem ausrichtet. Wer mich wegen meines Gewichts beleidigt, der wird seine Fehler doch auch nicht korrigieren nur weil ICH das will?
    Der wird genauso oberflächlich bleiben.
    Was hat denjenigen überhaupt mein Gewicht zu interessieren?
    Fühlt er sich dadurch beleidigt wenn ich so aussehe wie ich es tuh?
    Sollte er nicht besser an sich arbeiten, dass er kapiert, dass die Welt nicht immer nach eigenen Wünschen funktioniert?

    Ich weiß dass das meiste Kopfüberlegungen sind von mir, emotional bin ich leider auch nicht so, dass ich alles einfach so hinnehmen kann. Es ist auch schwer sich selbst von den Dingen zu überzeugen die durch Kopfüberlegungen mir logisch entscheiden.

    Kann auch sein dass du dein Leben ganz anders angehst bzw angehen willst als ich.
    Mir gehts auch mehr darum nur hier ein paar Gedankenansätze niederzuschreiben, vielleicht kannst ja doch was davon gebrauchen 🙂

  9. Ich sehe das ähnlich wie du – dass das Leben das ist, was einem am Seitenrand begegnet, und nicht das, was man plant und auch was man stur hinarbeitet. Aber das wichtigste ist mir die Zeit, die ich mit meinen Liebsten verbringen kann. Und das sind dann eben Familienfeste, Hochzeiten und Co.
    Das heißt nicht, dass mir das Leben zwischen solchen Ereignissen abhanden kommt, sondern eher, dass zufällige Begegnungen, das kleine Glück und das Alltägliche vielleicht nicht das sind, an das man sich auch noch 20 Jahre später erinnert.

    Und natürlich soll man nur für sich allein abnehmen, und nicht andere beeindrucken wollen. Aber ich mag mich äußerlich nicht so, wie ich bin. Wirklich nicht. Ich kann Selbstvertrauen vorspielen, aber es hat keine solide Grundlage.
    Ich bin nicht für andere offensichtlich unsicher oder schüchtern, verweigere mich aber, einen kranken und nicht schön anzusehenden Körper für mich zu akzeptieren.
    Was andere sagen trifft mich zwar, macht mich aber auch wütend. Für solche Menschen würde ich garantiert nichts tun, was ich nicht auch selbst aus tiefsten Herzen wollen würde.

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