Link: Auch Agavendicksaft ist ungesund?

Preisfrage: Welche ist die gesündeste Süßungsvariante? Viel bleibt nämlich nicht mehr. Denn angeblich ist auch der so groß angepriesene Agavendicksaft nicht viel mehr, als ein dickes Geschäft. Aus gesundheitlicher Sicht, das meint zumindest der Verfasser dieses Artikels (Shocking! This ‚Tequila‘ Sweetener is Far Worse than High Fructose Corn Syrup), sei er sogar noch schädlicher, als herkömmlicher Haushaltszucker.

Agavendicksaft enthält teilweise bis zu 80% extrahierte Fruktose und lässt damit den Insulinspiegel massiv ansteigen. Edit: Begünstigt damit Insulinresistenz – die Vorstufe bzw. die Ursache für Diabetes Typ 2. Außerdem sind wohl einige Chemikalien nötig, um den Sirup herzustellen.
Welche Nachteile er noch hat, welche Gifte und Pestizide enthalten sein können, und warum Fruktose sonst noch böse für uns ist, könnt ihr da ja selbst nachlesen, falls ihr euch auch schlecht und einer weiteren Alternative beraubt fühlen wollt.

Roher Agavendicksaft soll zwar etwas besser sein, aber auch nicht das Gelbe vom Ei, wenn ich das richtig verstanden habe. Schöner Scheiß!

Womit süßt ihr eurer Essen?

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24 Gedanken zu “Link: Auch Agavendicksaft ist ungesund?

  1. Ich hab das vor ein paar Jahren auch mal gelesen. Blöd, ne?
    Bei all dem Obst habe ich echt keinen Süßhunger mehr, aber manche Gerichte brauchen ein wenig Süße. Ich gebe an meine selbstgemachte Tomatensuppe ehrlich gesagt einen Löffel Zucker. Agavendicksaft nehme ich für Salatdressings, weil ich kein Öl verwenden will. Aber das ist relativ selten.
    Du hast schon Recht, eigentlich ist er kein Nahrungsmittel und man sollte damit aufhören.
    Ich finde aber, es ist keine wirkliche Alternative, eine Datteln mitzumixen, irgendwie wird die nie so schön cremig wie der Agavendicksaft von alleine schon ist. Ach Mensch …

  2. Ich benutze Agave für den Eistee oder das Zitronenwasser, glücklich bin ich nicht darüber, aber es löst sich gut auf und schmeckt. Stevia hab ich mal probiert, aber das schmeckt mir nicht. Irgendwo habe ich einen deutschen Artikel zu dem Thema gelesen und dort wurde Vollrohrzucker (natürlich auch in kleinen Mengen) empfohlen.

  3. Fruktose lässt den Insulinspiegel (ganz im Gegensatz zu Glukose) gerade nicht ansteigen. Und das ist u.a. das Problem an der Sache. Außerdem verfettet und belastet Fruktose die Leber…

    Ich süße schon seit Jahren mit Chrysanova und habe auch mal Xylit ausprobiert, womit ich sehr zufrieden war.

    Grüße

  4. @ Caitanya:

    Stimmt, ich habe mich verlesen. Das Insulin steigt nicht an, aber die Insulinresistenz wird gefördert, was das eigentliche Problem ist. Werde ich oben gleich mal ändern.

    Wie schmeckt Xylit? Und dosiert man es genau, wie normalen Zucker?

    @ Ute:

    Ich habe vorher auch immer braunen Rohrohrzucker genommen, dachte aber immer, Agavendicksaft wäre die vollwertigere Alternative. Ich gebe zu, ich war auch eine derjenigen, die dachte, zuckrige Flüssigkeit würde aus den dicken Pflanzenblättern tropfen. Praktisch Aloe Vera nur in süß 😉 Schön doof. Hätte ich mich vorher für den Herstellungsprozess interessiert, hätte ich das nicht so leichtsinnig überall überdosiert.

    Stevia finde ich okay, auch wenn es einen merkwürdigen Eigengeschmack hat. Mein Problem damit ist nur, dass es zum einen auch in der Diskussion steht, und viele berichten, sie bräuchten davon immer mehr und mehr, um die Süße überhaupt noch wahrnehmen zu können.

    @ Lissa:

    Ich habe jetzt ein paar mal eine Dattel mit in den Vitamix gegeben, und selbst der bekommt sie nicht cremig bzw. verblendet sie nicht vollständig mit dem restlichen Inhalt. Mit einer einzigen ist das wohl nicht so leicht, oder ich habe das alles nicht lange genug laufen lassen.
    Ich habe ja mal überlegt, eine dickflüssige Dateorade herzustellen – sodass das eben so sirupmäßig wird. Und das dann als kleine Eiswürfel einzufrieren. Meinst du, das könnte funktionieren?
    Ich habe noch nie Dateorade gemacht oder probiert, deswegen bin ich da etwas unsicher.

  5. Als Stevia auf den Markt kam, dachte ich: das isses!
    Aber der Geschmack – naja. Grad gebacken oder gekocht- mäh. Ach, ich will dem Stevia noch mal eine Chance geben, bei meiner nächsten USA- Bestellung- (zumindest das mit Schokoaroma will ich ausprobieren 🙂
    Angeblich werden die enthaltenen Bitterstoffe ja immer weniger.
    Ansonsten: Datteln oder andere Trockenfrüchte, wo es passt, Rohrzucker, und gelegentlich ein Süßstoffexperiment (JeanPütz).
    Chrysanova werde ich vielleicht mal antesten, warum es mit Xylit nicht geklappt hat? Ich glaube, es hat bei mir abführend gewirkt 😦
    Also wer den Stein der Süße hat – her damit!

  6. Stevia ist die Bezeichnung einer Pflanze, nicht eines Süßstoffes! Es gibt ganz unterschiedlich(e gute) Süßstoffe aus Stevia.

    Chrysanova ist für mich perfekt – kein Nachgeschmack, gut zu dosieren, hitzestabil, kommt der Zuckersüße recht nah.

    Xylit hat weniger Süßkraft als Zucker, schmeckt schwerer als Chrysanova (Zucker ist auch schwerer). Xylit ist auch schön neutral. Ich hatte allerdings den (teureren) Birkenzucker, weil ich kein zweifelhaftes evtl. gen-mod. Produkt kaufen wollte…

  7. ich brauche nie etwas zum süßen, da ich mir keine „gerichte“ zubereite, selbst shakes oder smoothies mache ich nicht. mein freund benutzt oft datteln, rosinen, bananen, mascobado vollrohrzucker, honig oder stevia. ich als rohi würde allenfalls bio-honig oder datteln nehmen…aber ich benutze es eben nicht, weil ich nie was zum süßen brauche.
    dieses ganze verarbeitete oder extrahierte zeug wie vollrohrzucker, agavendicksaft und xylit würde ich absolut ablehnen. ich mags wenns so natürlich ist, wie’s nur geht 🙂

  8. ach und rohrohrzucker ist auch nicht so viel besser als weißer zucker- wenn dann lieber auf vollrohrzucker zurückgreifen. die bezeichnung „roh“rohrzucker, lässt nämlich auch schnell vorschnelle schlüsse zu, wie „oh, das ist „roh“, das muss gut sein.“
    „Roh-Rohrzucker ist teilweise raffiniert und enthält 0,3 bis 1 % Melasse. Vollrohrzucker ist unraffiniert und enthält alle im Zuckerrohr enthaltenen Mineralien, insbesondere Eisen, Magnesium und Calcium, sowie B-Vitamine mit einem Anteil von insgesamt 5 %. Charakteristisch für diesen Zucker ist der karamellartige Eigengeschmack.“

  9. Ich süße gar nicht. Wenn dann brauche ich zucker nur beim Backen und da das meist eh schon recht kalorienreich ist, kommt es auf den Zucker auch nicht mehr an; da verwend ich dann ganz normalen.

    Falls es dann mal im Joghurt oder so sein sollte, dann halt Honig. (oder ne Vanilleschote, das reicht mir an süßem Geschmack)

  10. Bei meiner Tomatensoße tut es eine Dattel. Ich weiche die aber auch vorher ewig ein, also nichts mit spontan kochen. Dann ist sie nicht wirklich cremig, aber auch nicht mehr stückig.

    Für kleinere Mengen nehme ich oft Ahornsirup, einfach weil ich den Geschmack mag.
    Und zum Backen Reissirup.
    Ist auch nicht besser als Agavendicksaft, aber die perfekte Lösung gibt es da wohl nicht.
    Zum Glück brauche ich es relativ selten, dann ist es schon okay.

    Lieben Gruß
    Kris

  11. Hi WindimHaar,

    die Dattelwürfel sind echt eine kreative Idee! 🙂
    Hm, ich befürchte, der Dattelgeschmack passt aber auch nicht zu allem. Für rohe Tomatensuppe kann man einfach 1-2 eingeweichte Datteln mitmixen, das schmeckt ganz gut. Aber wie gesagt, für die selbstgemachte gekochte Tomatensuppe nehme ich dann doch ne Prise Zucker.

    Was genau süßt du bisher mit Agavendicksaft?

    Liebe Grüße!
    Lissa

  12. Hm…
    Ich bin nun kein Vollwertköstler, probiere aber auch das eine oder andere aus.

    Z.B. Mag ich Vollrohrzucker oder alternativ Honig im Milchkaffee oder Kakao recht gerne.
    Ich hab auch nix gegen Flüssigsüßstoff.

    Aber ich muss zugeben, am Besten fahre ich damit Zucker generell zu reduzieren, weil die Geschmacksnerven sich dann recht gut an weniger Zucker gewöhnen. Deswegen mag ich viele süße Sachen auch garnicht mehr, Süßkram, Fertigkuchen usw
    Das schmeckt dann häufig nicht mehr nach dem, was draufsteht, sondern irgendwie ausschließlich nach Zucker, wenn die Geschmacksnerven nicht mehr dran gewöhnt sind.

    Tomatensuppe mit Zucker O.o?

  13. @ Unkraut:

    Der Zucker in der Tomatensuppe oder auch in Tomatensoßen bringt da einen ordentlichen Kick rein. Ketchup steckt ja auch voller Zucker. So extrem muss es nicht sein, aber mir schmecken meine selbstgemachten Tomatensachen auch nur dann, wenn ich mindestens einen Teelöffel Agave dazugebe. Also nicht so, dass es wirklich süß wird, sondern dass die wässrige Säure der Tomate etwas gebunden und verringert wird.

    Man gibt ja auch manchmal eine Prise Salz zu Süßspeisen. So merkwürdig finde ich das nicht, denn kleine Mengen dominieren da ja nichts.
    In der Industrie ist übrigens schon lange bekannt, dass eine Mischung aus Salz, Zucker und Fett süchtig macht. „Tolle“ Geschichte, um die Kunden an sich zu binden.

  14. Naja, gut, ich hab in Tomatensoße auch mal nen Löffel Zucker dran gemacht.

    Kann sein dass mir das komisch vorkommt, weil ich lieber etwas mehr Säure mag, deswegen kommt bei mir auch eher noch etwas Balsamico in die Suppe, um den Geschmack abzurunden als Zucker.
    (mag sein, dass Balsamico auch Zucker enthält)

    Ich nehm allerdings generell passiertte Tomaten und lass die etwas einkochen (angeblich wird beim langen Kochen von Tomaten ja auch Glutamat freigesetzt…)

    Gerade weil ich weiß dass Kochen die Lebensmittel in gewissem Maß auch geschmacklich verändert steh ich Glutamat und anderen aktuellen Entwicklung auch zwiegespalten gegenüber.

    Ich glaub es ist weniger Salz mit Zucker und Fett in Kombination. Ich glaub es ist eher die Tatsache, dass man mit Salz, Zucker und Fett Geschmack vorgaukeln kann, der nicht vorhanden ist. Dass man, wenn man es gewohnt ist Fast Food zu essen sich zwar dem Geschmack zugezogen fühlt, aber nicht mehr merkt, dass das Essen eigentlich nicht befriedigt.
    Klar: Zucker bietet schnelle Energie, Fett sehr viel Energie, und Salz war in der Menschengeschichte wohl auch rar für die, die nicht grad am Meer lebten. Natürlich ist der Mensch darauf konditioniert.
    Ebenso Glutamat, was „Eiweißgeschmack“ hat, und Eiweiß war ebenso rar.

    Ich glaub, wenn man allgemein auf Ausgewogenheit achtet dann stört auch hin und wieder Industriezucker nicht in dem Maße. (Mal abgesehen davon dass, wie gesagt, die meisten fertig-Lebensmittel grenzenlos übersüßt sind… ich glaub in Amerika ists noch heftiger)

  15. hallo allerseits,
    ich süße mit reissirup (wie ist eure meinung dazu?). habe mir aber schon lange abgewöhnt kaffee oder tee zu süßen, brauche ihn also nur für desserts o.ä.. kuchen backe ich mit vollrohrzucker…
    xoxo & tofu
    claudi

  16. @ Claudi:
    Ich weiß nicht, ich habe es noch nie verwendet. Gibt es denn irgendwelche Vorteile gegenüber anderen Süßungsmittel, die direkt beworben werden? Falls nicht, würde ich glauben, dass sich das vom gesundheitlichen Standpunkt aus alles nicht viel nimmt.

  17. ich bin überhaupt erst drauf gekommen über alicia silverstones buch. sie empfiehlt ihn, das er ein langkettiger ist und sich nicht soooo negativ auf den insulin spiegel auswirkt.
    ich hab den von nebona zu hause (http://www.nebona-gewuerze.de/shop/Bio/Sirup/Reissirup-Nebona-BIO-570g.html).
    zum einen ist er gluten- und fructosefrei, bio und nebona ist eine firma die in gräfelfing (also bei mir ums eck rum) ihren sitz hat.
    liebe grüße,
    die claudi

  18. das denke ich auch. geschmacklich ist er jedenfalls total in ordnung. würde mich über eine info freuen, wie er dir dann geschmeckt hat 🙂 mit backen damit hab ich leider noch keinerlei erfahrung.
    noch ein schönes wochenende und liebe grüße,
    die claudi

    • Ich süße mit gutem Gewissen mit Erythritol, vorzugsweise in der „gold“ Variante, das kommt geschmacklich braunem Zucker näher, weißen hab ich nie verwendet.. Backen kann man damit auch hervorragend. Ist ein „natürlicher“ Süßstoff und antioxidativ wirksam. Hat eigentlich keinen Beigeschmack wie andere Süßstoffe, ich find ihn nur von der Süßkraft stärker als Zucker.

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