VerSaPers Slow Juicer: Ein Entsafter-Test

Seit ich den Film „Sick, Fat and Nearly Dead“ gesehen habe, habe ich mir geschworen, dass ich das auch irgendwann durchziehen werde: 30 oder sogar 60 Tage Saftfasten, um den kompletten Körper – vom Stoffwechsel bis hin zu den Geschmacksnerven, neu zu programmieren, und zu entgiften. Bis ich mir diese Massen an Obst und Gemüse leisten kann, wollte ich zumindest zwischendrin immer mal hier und da einen grünen Saft trinken.

Leider ist mein Entsafter kein wirkliches Top-Modell. Für Äpfel und Möhren, oder auch Orangen oder Ananas ist das egal. Aber bei den Grünen Sachen bleibt außer Sellerie, Brokkol, Gurke und vielleicht gerade noch so Romana nicht viel. Bei anderen Blattsalaten, Kohl oder Wildkräutern weigert er sich einfach – die werden nur grob zerkleinert und landen dann matschig und nass im Tresterbehälter.

Ich habe daher schon lange mit einem etwas besseren Gerät geliebäugelt – genau genommen mit einem Slow Juicer. Die sehen nicht nur echt chic aus, das unschlagbare Argument für mich ist, dass sie total leise sind. Ich habe Angst vor lauten Sachen, und meine Nachbarn mögen mich auch nicht mehr so richtig, seitdem ich den Vitamix ein paar Mal in der Nacht angeschmissen haben (ich habe ungewöhnliche „Zu-Bett-Geh-Zeiten“ :-))

Die Katze im Sack wollte ich trotzdem nicht kaufen. Deshalb freue ich mich sehr, dass Norbert Blanke vom Religio-Verlag, der auf seiner Webseite einfach-gesund-gut.de viele Entsafter (darunter auch Slow Juicer) mir kurzerhand unter die Arme gegriffen hat. Ganz spontan erklärte er sich bereit, mir für einige Tage dieses Gerät zur Verfügung zu stellen:

Darf ich vorstellen? Das ist der VerSaPers 2G Emotion.
Er ist für Kräuter, Blätter und allerlei Grünes genauso geeignet, wie für weiche Sachen, etwa Tomaten.
Der Preis liegt bei 299 Euro, und man bekommt ganze 10 Jahre (!!!) Garantie auf den Motor.
Aber wozu lange drum herum reden … kommen wir zum Test!

Ich habe alle Reste aus meinem Kühlschrank gekramt, die Sachen gründlich gewaschen und in handliche Stücke zerteilt. Das wären:

  • Stängel von grünem und rotem Grünkohl
  • Grünkohlblätter
  • Romana-Salat
  • Äpfel
  • Sellerie

Die Menge, die ihr dort seht, hat am Ende knapp 800ml Saft gebracht:

Also schon eine ganz gute Ausbeute. Der Trester war auch recht trocken. Hätte ich nicht Obst und Gemüse gemischt, dann hätte ich den super zum Machen von Gemüsebratlingen nehmen können. Wäre noch Sommer oder hätte ich einen Trockner, hätte ich vielleicht auch mal Cracker probiert.

Ziemlich witzig finde ich, dass dieser Entsafter Slow Juicer heißt, obwohl er eigentlich total flink ist. Währenddessen nur ein leises und angenehmes Brummen – hach, ein Traum! Der Saft hat übrigens auch total lecker geschmeckt (ist leider ein Red Juice geworden, weil die Stängel vom roten Grünkohl so farbintensiv waren). Es bleiben leichte Stückchen zurück, wie man das von manchen Orangensäften kennt. Also nur so kleine Faserteilchen, die nicht nur NICHT stören, sondern sogar richtig angenehm-lecker sind. Das hätte ich nicht gedacht!

Negativ ist mir eigentlich gar nichts weiter aufgefallen – bis vielleicht auf die anschließende Reinigungsarbeit. Es ist nicht viel – gar nicht. Aber ich bin chronisch faul, und würde mich am liebsten mit den fertigen Saft aufs Sofa schmeißen, und nicht erst anfangen, alles auseinanderzunehmen und abzuspülen.
Aber wessen Schuld ist das? Meine oder die des Entsafters? 😉 Ich glaube kaum, dass ein komplett selbstreinigendes Gerät bereits erfunden wurde.

Ich teste noch etwas weiter, und schreibe dann ein paar Tagen noch einmal mein Fazit zum VerSaPers.

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