Typisch ich …


Okay, lecker war es ja. Wirklich, wirklich lecker.
Aber was ist Seitan eigentlich? Wenn man es genau nimmt, nichts anderes als Gluten. Und habe ich hier nicht ständig groß rumgetönt, dass ich auf Gluten verzichten will?
Meine Einstellung ist echt unglaublich. Ich esse kein normales Brot, keine Brötchen, keine Cracker – ja nicht mal Kekse, die nicht explizit als glutenfrei ausgezeichnet sind. Und dann gleichzeitig esse ich so etwas?
Das ist wie ein Vollblut-Veganer zu sein, der sich sogar in einem Tierschutzverein engagiert, aber dann eine Ausnahme bei Delfin-Fleisch macht, weil’s ja so exquisit ist…

Hier die genauen Zutateten:

Hab’s für 2,99 bei uns im Biomarkt gekauft. Es schmeckt so wie es ist, aber noch besser, wenn man es in der Pfanne schön knusprig brät. Könnte ich mir mit Rotkohl, einer braunen Soße und Gnocchis oder Knödeln auch super als Weihnachtsessen vorstellen.
Naja, wenigstens war es fettarm!

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16 Gedanken zu “Typisch ich …

  1. Also darüber brauchst du dich jetzt nicht aufregen, du darfst essen, was du willst. Und wenn dir Suppe aus kleinen süßen Kätzchen schmeckt – auch schön für dich.

  2. Weiß ich ja 😉
    Ich find mich nur selbst so dusselig. Auf der einen Seite zähle ich Erbsen, auf der anderen zucke ich mit den Schultern und es macht mir nix aus. ^^

  3. der unterschied zum delfin-veganer ist, dass dieser veganer anderen schadet, deine entscheidung, ob du glutenhaltiges isst, betrifft dagegen nur dich allein.
    wenn du s magst – warum nicht? wenn man jetzt nicht gerade ne glutenunverträglichkeit hat, wüsste ich nicht, was dagegensprechen sollte.

  4. Ich versteh deine Gedankengänge…ich kenn das von mir auch.
    Meine erste Glutenausnahme, waren Seitanwürstchen 😀

    Machst du es denn weiter oder war das jetzt eine einmalige Ausnahme?

    Ich möcht ja eigentlich wieder weg, von den ganzen Ersatzprodukten…aber leider schmecken sie so verdammt gut *seufz*

    Lieben Gruß
    Kris

  5. Also ich weiß ja nicht genau, warum du lieber auf Gluten verzichtest, aber soweit ich weiß, ist das (trotz dem Hype darum/dagegen gerade in US-Foodblogs – ich glaube, da geht es oft eher darum, Essensrestriktionen irgendwie zu rechtfertigen) überhaupt gar nicht schädlich, so lange man nicht tatsächlich eine Unverträglichkeit hat – und die kommt viel seltener vor, als man denkt. Insofern: Hau rein und lass es dir schmecken 🙂

  6. @ Anna & Mausflaus:

    So richtig harte Fakten habe ich auch da auch nicht. Ich habe bei normalen Getreide nur ein ungutes Gefühl. Ist vielleicht so eine halbe Paleo-Sache, und die Frage, wie natürlich das wirklich ist?!
    Zudem habe ich in Kris Carrs Buch gelesen, dass zwar sehr wenige Menschen eine ausgebildete Zöliakie haben, sehr viele aber (jeder Vierte, wenn ich mich recht erinnere) soll eine Gluten-Sensibilität haben. Die macht sich nicht immer bemerktbar, und wenn meist mit sehr diffusen Symptomen, die man nie und nimmer darauf schieben würde. Würde man aber trotzdem weiter Gluten essen, erhöht man sein Krebsrisiko. Ein Arzt hatte das sehr schön erklärt.
    Herausfinden, ob man selbst diese Sensibilität hat, kann man nur, indem man es ein paar Wochen vom Ernährungsplan streicht, und guckt, ob es einem danach insgesamt besser geht. Und bei mir war es so. Ob Placebo oder nicht, wer weiß das schon.
    Aber es ist okay, mich da einzuschränken und mir nur selten Ausnehmen zu erlauben, weil die glutenfreie Welt so viel zu bieten hat … alles Sachen, die man sonst vielleicht nicht probieren würde. Wer braucht schon Couscous, Pasta und Vollkornbrot wenn er Quinoa, Reisnudeln und Buchweizenbrot hat? 🙂

    @ Kris:

    Ja, das war nur eine Ausnahme. Ich möchte da nicht weiter machen. Zu besonderen Tagen vielleicht mal, aber es ist nichts, was sich wieder einschleichen soll.
    Ich bin froh, dass ich dadurch, dass ich einen Grund für meinen Verzicht habe (wenn auch nur einen sehr vagen), sehr stark sein kann, und selten bis nie in Versuchung komme, normalen Kuchen, Brot, Brötchen und Co. zu futtern.
    Und je mehr Sachen man ausschließen kann und je mehr man gezwungen wird, zu planen und sich immer genug Gedanken zu machen, desto bewusster und gesünder werden die Entscheidungen auch. Zumindest bei mir.

  7. Versuchs doch mal mit Tempeh…
    ich finde die Möglichkeit, mit Gluten selber Würstchen etc zu produzieren wirklich verlockend, und da kann ich dich gut verstehen.
    Ich gehöre zu den „echten“ Glutenunverträglichen, da bedeutet Verzehr schneller als das Ende der Mahlzeit einen längeren Aufenthalt im WC…
    fällt für mich also so einfach flach.
    Die alte Leier nochmal: Finde raus, was dir bekommt, und iss das.

    LG, Katja

  8. @Mrs Cookie
    irgendwie hört sich das nicht so ganz überzeugend an – und du hast das ja nur aus einer quelle? es kursieren so einige ernährungsmärchen, und ich glaube man sollte da nicht blind einer quelle vertrauen. ich würde dir raten, da nochmal genau zu recherchieren, ehrlich gesagt hört sich dieses „wenn man getreide ist, stirbt man!!!“-geunke nach ziemlichem humbug an, der wissenschaftlich null hintergrund hat.
    das mit dem krebs habe ich bisher so verstanden, dass das krebsrisiko nur erhöht ist, wenn man tatsächlich zöliakie hat und dann gluten isst, bei einem normalen gesunden menschen macht gluten überhaupt nix.

  9. Die Aussage war ja eher, dass sehr viel mehr diese Sensibilität haben, und keine ausgeprägte Zöliakie, dass diese aber ähnliche Risiken birgt. Stimmt, einem „normal gesunden“ Menschen macht das nichts – aber woher weiß man denn, ob man nicht vielleicht auch sensibel reagiert, wenn man nie versucht, das Ganze mal für ein paar Wochen zu streichen, und es dann wieder zu essen?

    Ich habe davon schon mehrmals gelesen, bin aber eher der Typ, der Informationen, wenn sie überzeugend genug klingen, direkt umsetzt, und nicht 1:1 abspeichert, um sie irgendwo widergeben zu können. Nur das mit Kris Carr und dem Arzt ist mir in Erinnerung geblieben. Und ehrlich gesagt „vertraue“ ich ihr da. Ich finde ihr Ernährungskonzept toll!

    Ausnahmen bleiben bei mir ja, aber alles in allem empfinde ich den weitgehenden Verzicht auf Gluten als Bereicherung. Das hilft mir, insgesamt bessere Entscheidungen zu treffen.

  10. Hi Cookie,
    ich finde, Du machst das ganz richtig.
    Man muss ja auch nun nicht alles gegenüber allen begründen.
    Wir haben heute so viel Nahrungsauswahl, da verhungert man ja nicht, bloß weil man ein paar Produkt(gruppen) weglässt.
    Für mich ist diese Sensitivitätstheorie schon plausibel: es ist gesundheitlich sinnvoller, an vielen kleinen Rädchen zu drehen, als ein großes zu bewegen. Das funktioniert so meist eh nicht, und kommt erst in Schwung, wenn die kleineren Sachen schon laufen.
    Ich finde die Unterscheidung von Sensitivität/Allergie übrigens sehr wichtig.
    Der Grundgedanke ist doch, auch kleinere Irritationen/Reizfaktoren zu minimieren, um dem Körper einfach optimale, ungestörte Funktionalität zu erlauben.
    Meine Schwester und ich teilen uns eine Autoimmunerkrankung(nicht Zöli). Irgendwann erzählte sie mir, dass sie sich ohne Zwiebeln besser fühlt. Ich habe das auch ausprobiert, und: ja.
    Trotzdem esse ich manchmal Zwiebeln, das ist ein bißchen Urlaub von der Routine und macht Spaß – der ja auch noch irgendwo vorkommen sollte.
    Wenn ich weiß, das ist jetzt nicht so optimal: so what? Immer noch besser, als ständig mit schlechtem Gewissen oder einer Grundangst gegenüber Lebensmitteln rumzulaufen.
    Wenn die Grundrichtung stimmt, ist das auch mal erlaubt. Diätisch gesehen gebe ich dir auch recht: manchmal sind harte Restriktionen einfacher zu befolgen. Am Ende hat sowieso nur der Erfolg recht, also:

    Guten Appetit, Katja

  11. Danke, der Link ist ja ganz interessant. Auch wenn deine letzte Aussage darauf schließen lässt, dass du Troll Bernd aus Mausflaus‘ Blog bist.

    Für die Zukunft: Ich möchte dich hier nicht haben, und ich lösche gnadenlos. Da kenn ich nix.

  12. @Mrs Cookie
    oh… bernd ist auch schon hier. aber wieso löschen solange er friedlich ist? ich halte nichts von zensur. gerade veganer haben doch den ruf, dass sie andere meinungen ausblenden, ich möchte nicht, dass dieses vorurteil bestätigt wird.

    zum thema: also von dieser gluten-sensibilität hab ich auch noch nichts gehört. wenn du bedenken hast, dass du eine gluten-unverträglichkeit hast, dann lass dich doch beim arzt testen, dann hast du gewissheit. aber einem gesunden menschen macht gluten nichts; und man sollte ja erstmal davon ausgehen, dass man gesund ist, zumal zöliakie nicht so häufig ist.
    und ich streich ja auch nicht tofu vom speiseplan weil es leute gibt die auf soja allergisch reagieren…

  13. Ich lösche auch keine normalen Meinungen. Nur dieses provokante Rumgetrolle nervt total. Auch wenn man es stehen lässt, und den anonymen Kommentator ins Leere laufen lässt … das ist Kindergarten und schafft eine Atmosphäre, die ich hier nicht haben will.
    Kritische Auseinandersetzungen gern. Aber dieses „Veganer sind so und so [Beleidigung und Pauschalisierung nach Wahl einsetzen] … haha“, das führt zu nix. Und ich hab keine Lust, dummen Menschen ihre virtuelle Bühne zur Verfügung zu stellen.
    Etwas Respekt an den Tag zu legen, das ist ja nicht zu viel verlangt,

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