Saftfasten Day 1

So sah es heute zwischenzeitlich in meinem Kühlschrank aus.
Der erste Saftfasten-Tag ist rum, und ich fühle mich komisch. Ich habe keinen Hunger, eher im Gegenteil. Mir ist schlecht. Und ich habe Kopfweh. Dass ich wirklich am ersten Tag schon entgifte ist unwahrscheinlich, aber mir geht’s gerade echt nicht so gut. Ich werde nur noch schnell diesen Artikel veröffentlichen, und dann ins Bettchen hüpfen.

Aber kommen wir erstmal zum Tagesrückblick:

Zum Frühstück gab es einen Saft aus Apfel, Zitrone, Wasser und etwas Stevia (weil ich mit der Zitrone übertrieben habe). Das ist das erste Glas, was ihr auf dem Bild sehen könnt.

Zwei Stunden später habe ich einen Apfel-Zitrone-Stevia-Orange-Mango-Rotkohlsaft getrunken (das dritte Glas auf dem Foto).

Der nächste Saft enthielt Apfel, Möhre, rote Paprika und Rotkohl:

Danach habe ich aus Ananas, Gurke, Petersilie und Rucola einen Green Juice gezaubert:

Meine Küche sah zu dem Zeitpunkt schon aus wie ein Schlachtfeld:

Als letzten Saft gab es einen etwas konzentrierteren Green Juice aus Ananas, Gurke, Petersilie, Rucola, Spinat, Orange, Mandarine und Weizengraspulver. Das war heute eindeutig mein Favorit:

Zum Abschluss des Tages habe ich mir ein eiweißreiches Nussmilch-Getränk gemacht. Allerdings habe ich das nicht frisch hergestellt, sondern einfach ein Mandelmilch-Tetrapack genommen. Ich weiß, das ist genauso sinnig, als hätte ich meine Säfte fertig in der PET-Flasche gekauft, aber in meiner kleinen Küche mit meinen rudimentären Geräten ist es einfach ein Kampf, Dinge frisch herzustellen. Ich hatte schlichtweg keine Lust mehr.
Dazu gab es dann jeweils einen Teelöffel von Vega Vanilla Almondilla und rohem Kakao:

Soweit, so gut. Es ist wirklich nicht schwer durchzuhalten. Ich hab mir heute morgen zwar noch leid getan, aber das legt sich im Laufe des Tages. Denn die Säfte machen echt satt. Nicht so satt, dass man ein Gewicht im Bauch spürt, aber so, dass der Magen nicht einmal grummelt, und man auch nicht sehnsüchtig irgendwelchen Essensphantasien hinterher hängt. Man ist zufrieden mit dem, was man hat. Und das ist nicht selbstverständlich; selbst wenn ich genug esse, vermisse ich dieses zufriedene Gefühl häufig. Wichtig ist aber, dass man wirklich genug Säfte trinkt. Ich habe vor ein paar Monaten schon mal einen Juice Day eingelegt, und da gab es eigentlich nur grünen Tee, Kokoswasser und zwei Gläser Saft. Ich hab’s zwar auch ohne große Schwierigkeiten überstanden, aber die anschließende Nacht war schrecklich, weil ich eigentlich gehungert habe, und nicht gefastet. Ein Zwischending zwischen Heil- und Saftfasten, und zwar komplett ohne Vorbereitung.
Heute habe ich 6x 0,5l Flüssigkeit getrunken. Das kann sich doch sehen lassen.
Auch wenn der Aufwand höllisch ist. Vielleicht übertreibe ich ja, aber ich habe das Gefühl, dass ich insgesamt ca. 3 Stunden in der Küche verbracht habe. Bezahlt habe ich über den Daumen gepeilt zwischen 15 und 20 Euro. Bio waren dabei nur die Möhren.
Ich verstehe nicht, wie manche Menschen es schaffen, sowas für Wochen durchzuziehen.

Gute Nacht ihr Lieben! Ich hoffe, wir lesen uns morgen wieder.

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6 Gedanken zu “Saftfasten Day 1

  1. Habe ich das richtig herausgelesen : Wenn man engiftet, fühlt man sich salopp gesagt „scheiße“ ?

    Und was ist mit Ballaststoffen, die filterst du ja hinaus bzw. zerstörst sie ? Ist das noch gesund ?

  2. Also dass die Ballaststoffe fehlen, ist beim Saftfasten gewünscht. Die sind zwar wichtig, aber für den menschlichen Körper unverdaulich. Sie helfen eigentlich nur, andere Nahrung aufzulockern und besser zu verdauen. Verdauung ist ein ganz großes Thema – darin investiert unser Körper mindestens 50% unserer Energie.
    Wollen wir die einsparen und dafür sorgen, dass er sich mit dieser Energie um andere Bereiche kümmern kann (eben das entgiften), müssen wir die Verdauung einstellen (Heilfasten) oder auf ein Minimum reduzieren (Saftfasten).
    Beim Saftfasten führt man ihm also nur flüssige Nährstoffe zu, aber keine festen Bestandteile.

    Wie gesund das ist, darüber streiten sich mal wieder alle. Es gibt welche, die wollen damit ihren Krebs besiegt haben. Dann gibt es Fasten-Gegner, die behaupten, es gäbe keine Schlacken und Gifte in unserem Körper und es wäre alles Quacksalberei.
    Dann gibt es diejenigen, die meinen, man sollte nur Gemüsesäfte trinken oder nicht mehr als einen Teil Obst auf drei Teile Gemüse zu sich nehmen. Und es gibt andere, die trinken fast ausschließlich Obstsäfte. Wer soll da schon durchsehen?

    Ich habe diesen Film geschaut und fand es total inspririerend: Fat, Sick & Nearly Dead.

    Dort ist ein sehr übergewichtiger Australier für 60 Tage durch Amerika gereist, hat dabei nur Saft getrunken, mächtig abgespeckt, und ist auch noch alle seine anderen gesundheitlichen Probleme losgeworden.

    Und ja, wenn man entgiftet kann es passieren, dass man Kopfweh oder Fieber bekommt, Hautunreinheiten, depressive Verstimmungen oder ähnliches.
    Das wird aber nicht nach einem Tag der Fall sein, dafür muss man schon länger dran bleiben. Was mir gestern geschadet hat? Keine Ahnung.
    Aber letztendlich entgiftet man ja nicht der Entgiftung wegen, sondern für das anschließende Körpergefühl 🙂

  3. Vielen Dank für die Informationen. Man sieht, ich war zu Unrecht skeptisch gegenüber Heil-/Saftfasten. Jetzt hast du mich „angesteckt“. Sonntag werde ich einen Saftfasten-Probetag machen 😉

    Dir wünsche ich viel Erfolg und vergiss nicht, uns auf dem Laufenden zu halten.

  4. Hmmm…ich glaube nicht, das es so unwahrscheinlich ist, dass man nach einem Tag schon entgiftet.
    Denn letztendlich entgiftet man ja immer. Und über Nacht besonders, weil man ja nichts isst.
    Und wenn man das dann verlängert…warum dann nicht abends schon Symptome.

    Ich finde mit meinem Hurom hält sich der Aufwand sogar noch in Grenzen…aber der Preis?
    Ich finds auch Hammer, aber ich habe mal 600 Tage Juice Feasting überschlagen und wenn ich das in Bioquali machen wollen würde, wäre ich mit mindestens 1000 Euro dabei.
    Seufz…dafür müsste man am Besten einen großen Apfel- und Birnenbaum haben und dann ein riesiges Salatbeet. Anders ist das gar nicht drin bei uns.

    Hoffentlich geht es dir bald besser!

    Lieben Gruß
    Kris

  5. @ Kris:

    Du meintest 60 Tage, oder? 😉
    Ja, wahnsinnige Preise sind das. Und so langsam kann ich auch verstehen, warum manche zum fasten ins Ausland fliegen. Ha, nicht für Schönheitsoperationen, sondern um billig an Obst und Gemüse zu kommen. Was für eine verrückte Welt ^^

    @ Katharina:

    Das hört sich ja echt toll an *freu*
    Skepsis ist auf jeden Fall immer gut. Das bin und bleibe ich auch bei allem, was ich mache. Aber manche Dinge hören sich dann doch so logisch an, dass ich es einfach selbst ausprobieren will, bevor ich mir ein Urteil bilde.
    Ich denke, beim Saftfasten sind zwei Tage zu kurz, um wirklich etwas drüber sagen zu können. Abends bevor ich schlafen gehe fühlt es sich an, als hätte ich ganz normal gegessen, weil ich wirklich absolut keinen Hunger verspüre. Hätte ich das Geld, fände ich es wohl auch abenteuerlich, das mal 30 oder 60 Tage durchzuziehen … und dabei ordentlich abzuspecken 😉

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