Saftfasten Day 2

So, Tag 2 ist auch fast überstanden. Auffällig ist, dass es mir abends erstaunlich leicht fällt, während ich tagsüber traurig bin. Ja, lacht nicht, traurig, weil ich nichts Leckeres essen darf 😉
Ich war heute zur Post ein paar Pakete wegbringen, und anschließend Wasser einkaufen. Was mir dabei für Gerüche begegnet sind; unglaublich! Insbesondere der Kaffee- und Kuchenduft beim Bäcker hat mich total gelockt. Einfach weil draußen son blödes windiges und verregnetes Schietwedder ist, und die kalten Säfte da eher abschreckend wirken.
Es mag aber auch daran liegen, dass ich heute etwas mit der Zeitplanung durcheinander gekommen bin. Ich hatte gestern nur zwei Gläser für heute vorbereitet, und weil ich so viel zu tun hatte, hab ich das Entsaften vom Rest immer weiter rausgeschoben.
Deshalb hab ich gegen Mittag/Nachmittag eher wenig getrunken, während ich gerade nonstop schlürfe, um meine Ration vorm Schlafengehen noch zu schaffen.

Also merke für die Zukunft: Auch wenn Saftfasten den Anschein macht, dass man hungert, hat man weder Hunger noch Gelüste, wenn man sich ein bisschen von der Außenwelt abkapselt, und alle 2-3 Stunden einen Saft genießt.

Meine Kombinationen heute waren:

  1. Apfel-Grapefruit-Wasser
  2. Möhre-Apfel-gelbe-Paprika-Weißkohl-Grapefruit
  3. Orange-Rotkohl-Grapefruit-Gurke
  4. Brokkoli-Limette-Grapefruit-Gurke-Zucchini-Petersilie-Gula-Java-Matcha-Pulver
  5. Rucola-Spinat-Gurke-Orange-Gula-Java-Matcha-Pulver

Besonders lecker waren die Säfte nun nicht unbedingt. Aber ich habe auch drauf geachtet, viel Gemüse dazu zu geben, und mich beim Obst auf die Sachen mit einem niedrigen glykämischen Index zu beschränken. Ich glaube, Kohl würde ich in Zukunft eher nicht mehr nehmen. Der hat so einen scharf-würzigen Nachgeschmack, den ich irgendwie nicht so prickelnd zusammen mit Obst finde.

Dazu hab ich über den Tag verteilt jeweils zwei Teelöffel Xucker gegessen, um die Säure im Mund etwas zu neutralisieren.
Und gleich gibt es noch eine Mandelmilch mit einem gehäuften Teelöffel Vanilla Almondilla und Carobpulver.

Gula Java Matcha ist übrigens das hier:

Ein Pulver aus Kokosblütenzucker und Matcha, mit vielen Antioxidantien. Darüber werde ich in einem Extraartikel noch mal berichten.

Joa, Kopfschmerzen habe ich heute zum Glück keine mehr. Heute Morgen noch ganz leichte, aber das hat sich schnell gegeben. Ich habe nicht mehr Energie, fühle mich aber auch nicht schwach. Alles ist eigentlich ganz normal. Wahrscheinlich würde ich das gut und gern noch ein paar Tage durchhalten, wobei ich auch gestehen muss, dass die Aussicht, dass es ja nur zwei Tage sind, schon dabei hilft, sich zusammenzureißen, wenn die Motivation gerade mal flöten geht.

Ich würde zukünftig ja wirklich gern einen Safttag pro Woche machen wollen, aber irgendwie ist mir das echt zu viel Arbeit. Und es tut mir leid, um die ganzen Gemüsereste, die ich wegschmeißen muss. Ich habe einfach das Gefühl, verschwenderisch zu sein. Wahrscheinlich wird es im neuen Jahr dann doch eher auf regelmäßige Smoothietage hinauslaufen.

Juice Feasting ist echter Luxus! Und je mehr ich darüber nachdenke, desto verlockender scheint mir das Angebot von Detox Delight, von denen ich kürzlich wieder bei Claudi etwas gelesen habe. Dort kann man sich für jeweils 5 Tage 5 Säfte á 0,5l und eine frische Nussmilch für 270 Euro inklusive Versand bestellen. Das klingt nach richtig viel Geld, und das ist natürlich auch richtig viel Geld. Aber stellt euch diese abwechslungsreichen Säfte fünf Tage mal allein zusammen, und ihr werdet anfangen, nicht nur das Obst und Gemüse an sich zu berechnen, sondern auch eure Zeit wert zu schätzen 😉
Ich wollte ja im Januar noch ein paar Safttage einlegen. Wenn ich es mir leisten kann, werde ich das Juice Delight Programm vielleicht einmal ausprobieren:

Morgen werde ich meinen Tag wohl mit einem Mandelmilch-Bananensmoothie beginnen, und später diesen Rucola-Spinat-Rotkohl-Möhre-Paprika-Bärlauch-Pesto-Salat essen, den ich heute schon aus den Gemüseresten gezaubert habe:

Ab dem Nachmittag bin ich dann auf einem Geburtstag. Zum Kaffee werde ich mir wohl Datteln mitnehmen, und abends auf Salat oder Leichtes ausweichen. Nur nicht gleich die letzten zwei Tage wieder zunichte machen!

Ach ja, und abgenommen habe ich nichts. (schätze ich, ich stelle mich morgen früh noch mal auf die Waage) Die letzten 2/3 Kilo halten sich hartnäckig. Aber ich werde in diesem Jahr noch unter Hundert kommen, koste es, was es wolle!

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4 Gedanken zu “Saftfasten Day 2

  1. Hei,
    ich finde Entsaften mittlerweile auch Verschwendung! Habe den Green Life seit 12 Jahren und wirklich täglich gebraucht (für 3köpf. Familie), vorher jahrelang den Champion.Hatte zu der Zeit immer eine Mischung aus Säften und Smoothies (zum Glück auch immer mit Avocados) zubereitet. Im Nachhinein zum Glück nicht nur Säfte (wegen Erhöhung Blutzucker)
    Aber nun bevorzugen wir seit 1 1/2 Jahren grüne Smoothies (mit TNC) und ich fühl mich superwohl damit.Und mein 17jähr. Sohn mag es zum Frühstück auch, 2 große Gläser, ein Glück. Die Vorteile von Smoothies gegenüber Säften liegen auf der Hand: Es geht schnell, also Zeitersparnis sowohl bei Zubereitung als auch Reinigung des Gerätes, es sind alle inhaltsstoffe enthalten, also keine Verschwendung, es ist viel billiger, da weniger Zutaten benötigt werden, und es wird der der Blutzucker nicht in die Höhe getrieben, da immer jede Menge Grünes mit reinkommt (von März bis Oktober nur Wildes Grünes). Und ein Smoothie hält viiiel länger vor. Klar.
    Ich denke, dass das Saftsaften für Schwerkranke „erfunden“ wurde, damit sie, deren Verdauungssystem und der ganze Körper eben so am Boden waren, Nahrung in flüssiger Form mit noch vielen Inhaltsstoffen bekommen,was das Beste in der Zeit ist. Zum Abnehmen finde ich es eigentlich auch wenig geeignet, da der Körper ja auf Sparflamme runterfährt und nach der Saftfastenzeit wieder alles an sich reißt, was er kriegen kann, jojomäßig eben.Da gibt es auf jeden Fall viel bessere Wege, also zum Abnehmen. Mein Körper ist zum Glück nun auf Roh-, bzw. viel Urkost umgestellt, und ich fühle mich einfach nur grandios, ohne Gelüste zu haben etc., was ich in 2 Jahrzehnten mit viel (Experimentieren mit) Rohkost immer hatte.
    Alles weg! Dank sei dem vielen vielen Grün!
    Ich wünsche Dir noch viel viel Erfolg beim Abnehmen,
    und werde es weiterhin gerne in Deinem Blog verfolgen,
    liebe Grüße von Birgit

  2. Hallo Birgit. Vielen Dank für deinen Kommentar 🙂
    Ich sehe das meiste ähnlich wie du – besonders, dass Green Smoothies toll sind, und nicht so verschwenderisch. Und dass sie auch ihren Zweck tun.
    Aber Fasten ist damit ja nicht so optimal. Mir ging es auch nicht direkt ums Abnehmen. Natürlich hätte ich mich gefreut, wenn die Waage etwas runter gegangen war, aber in erster Linie wollte ich meinen Körper einfach etwas entlasten.
    Man kann sich auch grüne Säfte mit nur einem kleinen Stück Obst (mit niedrigem glykämischen Index) herstellen; die sind dann für den Blutzuckerspiegel auch keine Katastrophe. Denke ich.
    Ich kann mich nicht so wirklich entscheiden, was ich nun eindeutig besser finde. Aber aufgrund des Aufwands und des Preises würde ich zukunftig wohl auch zu Smoothies tendieren.

  3. Erst mal habe ich bei Deinen Küchenbildern schwer mitgefühlt. Ich bin auch nicht so die Hausfee, und nach größeren Koch/Putzaktionen kündige ich immer an, mir demnächst einfach auch ne Dose Katzenfutter aufzureißen…
    uns fehlt einfach ein Hauself!
    Gefühlsmäßig mag ich Säfte aber lieber. Wenn mir jemand das Angebot oben sponsern würde, wäre ich extrem glücklich: alles da, kein Abwasch.
    Bei Smoothies will ich einfach Frucht, das geht im Sommer auch mit gefrorenen ganz gut, aber im Winter wird es immer schwierig – ich mag das kalte dann nicht, und zu wilde Mixturen sind eh nicht meins – dann lieber nur Gemüse im Saft, der auch nicht sooo riesig ausfallen muss, ich esse ja im Normalfall auch noch anderes.
    Allerdings brauche ich einen besseren Entsafter (Nachweihnachtsebay, ich komme).
    Meiner ist so ein geerbtes Teil, und das Saubermachen ist einfach fummelig.
    Trotzdem habe ich letztes Jahr meinen Morgensaft gut durchgehalten (Gemüse, höchstens mit etwas Zitrus) bis mir 1x ein zu großes Stück Zwiebel reingerutscht ist. Ja, ich mags würzig, aber: Ich war sowas von wach! Seitdem ist die Motivation noch nicht wiedergekommen, ich plane aber für das nächste Gartenjahr eine grüne Safthecke.
    Zum Fasten selber: da ziehe ich Wasserfasten vor. Siehe oben, weniger Aufwand, grad wenn man es länger macht.
    Bei mir war nach dem 3. Tag auch immer alles ok mit Essengerüchen und -gelüsten, das lässt einen dann eher kalt – aber natürlich würde ich das auch in eher streßarmen Zeiten durchziehen.

    LG, Katja

  4. Das mit der Zwiebel ist mir auch mal passiert. Kommt nicht so gut 😉
    Ich denke aber, dass beim Thema Saubermachen alle gleich ätzend sind. Ich habe ja vor kurzem ein fesches Modell getestet, das eigentlich genauso wie der Hurom Slow Juicer ist (nur von einer anderen Marke, und deswegen auch ein wenig billiger), und ich hatte die gleiche Reinigungsarbeit, wie mit meinem billigen und alten Ebay-Entsafter. Eigentlich sogar mehr, weil sich der Trester an manchen Stellen echt schwer erreichbar war.
    Am nervigsten find ich immer das Ausbürsten des Siebs. Irgendwie klappt das nie – und ich brauche eine halbe Ewigkeit, um wirklich die kleinen Reste aus den Löchern rauszukriegen. Furchtbar!
    Ich werde demnächst mal testen, einen Smoothie durch einen Nussmilchbeutel zu „jagen“. Wenn man den anschließend einfach gereinigt bekommt, dann werde ich echt noch einmal überdenken, ob ich für die Zukunft wirklich ein höherklassiges Modell brauche.

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