Ernährung 2012 – Meine Methode für das neue Jahr

Ich sehe 2011 gern als das Jahr, in dem ich mit einer Idee „schwanger gegangen“ bin. Sie ist in mir gereift, und ich habe nach allen Seiten nach neuem Input gesucht, um sie wachsen zu lassen. Es war herumtollen, sich ausprobieren, alles verwerfen, weiterlesen, noch einmal von vorn beginnen usw.
Ich habe abgenommen und gleich wieder zugenommen. Den richtigen Weg gefunden, und kurz darauf wieder alles falsch gemacht, was ich nur falsch machen konnte. Nichts war perfekt, aber irgendwo war das auch gut so. Ich habe von allem ein wenig mitgenommen – Obsttage, Saftfasten, Monotage oder High Raw, und ein Gespür für diesen Lebensstil entwickelt; wie er sich anfühlt, wenn man es richtig durchzieht. Ich weiß, wie grüne Smoothies und grüne Säfte schmecken, Mandelmilch, rohvegane Norirollen oder Rohkostschokolade.

Ich habe viel gelernt. Natürlich nicht genug, um mich zurücklehnen zu können, aber doch so viel, um das neue Jahr ernsthaft anpacken zu können … um eine Möglichkeit zu finden, Balance in meinen Alltag zu bringen, und eine Sache auch dauerhaft durchzuziehen.

2012 möchte ich mich nicht mehr auf die Suche nach der perfekten Ernährung machen, ich möchte einfach das anwenden, was ich bisher entdeckt habe, und einfach cool und entspannt bleiben .
Ich werde mir nicht mehr den Kopf zerbrechen, ob roh oder gekocht nun besser ist, ob ich zu viel Fett esse, zu wenig Grünes oder zu viel Obst. Ich werde einfach leben, und es so gut machen, wie ich im jeweiligen Moment kann.

Ein paar Regeln gibt es dann aber doch:

Light to Heavy

Dieses Prinzip habe ich in verschiedenen Formen bei Kimberly Snyder (The Beauty Detox Solution), Kris Carr (Crazy Sexy Diet) oder Rory Freedman & Kim Barnouin (Skinny Bitch) gelesen.
Die Autorinnen argumentieren, dass Obst von allen Lebensmitteln das reinste und am schnellsten verdaulichste ist. Hat man zuvor feste und eher schwer verdauliche Nahrung zu sich genommen, bedeutet das, dass Obst sich auf dieser Schicht lagert und von ihr blockiert wird. Es kann nicht optimal zersetzt, assimiliert und ausgeschieden werden, was bei vielen Menschen zu schmerzhaften Verdauungsstörungen führt. So oder so ist es für den Körper auf jeden Fall belastend, und raubt ihm wertvolle Energie.

Ähnlich ist es mit Salat. Er ist leichter verdaulich, als z.B. große Proteinmahlzeiten.
Die ideale Reihenfolge wäre also: Obst zum Frühstück, Salat zum Mittag, und dann die schwerste Mahlzeit des Tages am Abend. Also eigentlich genau das Gegenteil von dem, was man uns immer beigebracht hat.

Das heißt nicht, dass ich mich strikt daran halten werde – Ausnahmen sind immer erlaubt; zum Beispiel auch mal Porridge zum Frühstück, oder etwas Gekochtes zum Mittag.
Auch die Kombination von rohem und Gekochtem werde ich beibehalten – z.B. Gemüseburger oder Cracker zum Salat.
Es ist nur eine allgemeine Richtlinie.

Gemüse vorweg

Dieser Tipp stammt von Kimberly Snyder: Vor jedem schwereren oder Gekochtem Essen sollte man nach Möglichkeit etwas rohes Gemüse essen. Damit versorgt man den Körper mit wertvollen Enzymen, die einem bei der Verdauungsarbeit helfen.
Heißt: Wenn schon eine Pizza, dann vorher einen kleinen Salat oder ein paar Gemüsesticks, auch wenn das heißt, dass dann ein Teil von der Pizza liegen bleiben muss, weil nix mehr reingeht.

Glutenfrei

Ausnahmen sind auch hier hin und wieder erlaubt. Aber die meiste Zeit über möchte ich aufpassen, dass ich meinen Verdauungstrakt nicht mit Eiweißkleber belaste, und eventuell vorhandene Allergien und Sensibilitäten herausfordere.

Zuckerfrei

Zucker sollte im Alltag tabu sein. Wenn es sich mal nicht vermeiden lässt, nun gut, aber insgesamt will ich das Teufelszeug endlich weg haben. Und das gilt auch für Rohrohrzucker, Ahornsirup, Traubenzucker oder Agavendicksaft. Ich werde zu dem Thema noch mal einen extra Artikel verfassen.

Kaffee

Im letzten Jahr habe ich meine Kaffeesucht schon für einige Wochen besiegt, und es hat sich echt toll angefühlt. Ich war so stolz auf mich, und habe nichts vermisst! Aber die berühmte Ausnahme hat wieder alles zunichte gemacht.
Ich möchte Kaffee nicht komplett aus meinem Leben verbannen, weil es für mich das emotionalste Lebensmittel bzw. Getränk ist, er mich an so viel Schönes erinnert und mir einfach ein gutes Gefühl schenkt. Aber ich möchte ihn nicht mehr täglich trinken. Es ist einfach nicht gut für meinen Magen.
Das Vorhaben, ihn nur am Wochenende oder in absoluten Ausnahmefällen zu genießen, sollte realistisch sein, denke ich.

Vielleicht faste ich mal ein paar Tage, oder probiere im Sommer 80/10/10 aus oder lege einmal pro Woche einen Saft/Smoothie- oder Obsttag ein, aber für die nächste Zeit sind die groben Spielregeln erst einmal grob festgesetzt: Erst etwas Obst oder ein Smoothiefrühstück, dann einen Salat mit Beilage, zum Kaffee eine kleine Süßigkeit mit Tee, und abends ein gekochtes veganes Gericht.

Ich werde mir Mühe geben, die Ernährungspläne von nun an jeden Montag regelmäßig für die jeweils vorherige Woche zu veröffentlichen.

Morgen poste ich mein aktuelles Gewicht. Aber bitte fallt nicht vom Stuhl … ich habe nämlich wieder zugenommen. Als ich gemerkt habe, dass das unter 100 Projekt für das letzte Jahr zu unrealistisch wurde, war ich so demotiviert, dass mir über die Weihnachts- und Silvesterzeit alles, aber auch wirklich alles egal war.

Shit.

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16 Gedanken zu “Ernährung 2012 – Meine Methode für das neue Jahr

  1. Hallo,

    ich drücke Dir die Daumen, dass Du es schaffst Deine Ziele zu erreichen. Ich bin selber auch extrem übergewichtig und leide sehr darunter aber bis jetzt ist jeder Versuch dies zu ändern kläglich gescheitert.

    Vieles was Du so aus Deinem Alltag schreibst kommt mir sehr bekannt vor und es tut irgendwie gut zu wissen, dass man nicht ganz alleine ist mit solchen Problemen.

  2. Ich freue mich das ich diesen wunderschönen Blog gefunden habe. Dank dir kommen mir nun viele neue Ideen bzw. Gedanken werden wieder aufgegriffen die sich im letzten Jahr irgendwo versteckt hatten.
    Viele Grüße
    Bine

  3. Ich wünsch dir ein tolles, erfolgreiches Jahr 2012!

    Ich denke, deine Vorhaben wirst du locker umsetzen!

    Viel Glück dafür und Spaß daran,
    liebe Grüße
    Kris

  4. Du machst das schon! Ich denke eines der wichtigsten Dinge ist es, nicht komplett aufzugeben nur weil mal ein Rückschlag da ist – und so scheinst du das ja auch zu praktizieren, da ist der langfristige Erfolg auf jeden Fall zu erwarten. Und soweit ich das sehe, geht es ja in Summe bergauf bei dir bzw bergab mit der Gewichtskurve.

    Viel Kraft weiterhin, Alles Liebe,
    Doris

    Ps. Falls du dich mal für Yoga, Aura-Soma oder auch eine Matrix-Fernsitzung zum Thema interessierst, hättest du bei mir eine Ansprechpartnerin.

  5. @ K.:
    Drück nicht nur mir die Daumen, komm auch mit an Bord 😉
    Das Jahr ist ja noch frisch, und der Januar hat ja noch ein paar Tage, um schnell ein paar gute Vorsätze auszutüfteln.
    Dass jeder Versuch kläglich gescheitert ist, hat nichts zu sagen. Es war dann der falsche Moment, vielleicht die falsche Methode…
    Nimm dir eine Auszeit, sammel dich neu, mach einen neuen Plan, und dann immer und immer wieder angreifen. Irgendwann wird es funktionieren!

    @ herbstleben:
    Vielen lieben Dank. Ich freu mich auch, dass du hergefunden hast 🙂

    @ Kris:
    Dankeschön. Das werde ich. Ich muss einfach ^^

    @ Aurora:
    Ja, mühsam, das Eichhörnchen und so, nech? Hehe.

    Ich interessiere mich tatsächlich für Yoga; glaub aber nicht, dass ich das aufgrund meiner Maße wirklich machen kann. Wie siehst du das?
    Gibt es auch dickere Leute, die bei dir Yoga machen?

  6. Hallo Mrs. Cookie,

    ich drücke Dir ganz doll die Daumen für DEIN Jahr 2012 und werde Dich virtuell begleiten. Ich finde das unheimlich interessant und spannend. Bestimmt, weil es mir nämlich ganz genauso geht. Ich habe – theoretisch – meine perfekte Ernährung gefunden, aber – praktisch – bin ich letztes (und auch dieses) Jahr ständig in die alten und falschen Verhaltensmuster gefallen. Echt Mist. Nun denn, auf das 2012 unser beider Jahr wird 😉

    Alles Liebe, Emma

  7. hey 🙂 Also ich weiß ja jetzt nicht was dein genauer Stand gerade so ist. Aber, grundsätzlich sagt man immer, JEDER kann Yoga machen. Klar ist das relativ. Es gibt sehr viele verschiedene Yogastile und -wege wie Hathayoga, Vinyasa flow, Ashtanga usw. Ich unterrichte Hathayoga und dies ist die „ruhigere“ Variante, in der man in einer Positionen länger verbleibt und auch zwischen jeder Position Entspannungspausen macht – im Gegensatz zu den dynamischen Stilen, die doch oft sehr sportlich orientiert sind. Das gut bekannte Sonnengebet ist aber auch bei uns dabei.

    Ich habe durchaus auch Leute mit mehr Gewicht bzw. Übergewicht, auch seit 5 Jahren mit dabei und mittlerweile bei den Fortgeschrittenen. Natürlich gibt es Übungen, in denen sich das Gewicht ungünstig auswirkt (Bsp. Kopfstand – viel Gewicht für die Halswirbelsäule), und die man dann mal besser auslässt bzw biete ich in solchen Fällen immer Ersatzübungen an für Betroffene. Über die Dehnfähigkeit sagt das Gewicht echt nix aus! Natürlich wirst du dich bei einigen Übungen mehr anstrengen als dünnere Teilnehmer, aber du kannst ja einfach früher aus der Position rausgehen und länger die Zwischenentspannung machen.

    Also um deine Frage mal grob zu beantworten und wie das möglich ist. Natürlich kommt es individuell auf die Gruppen und auf die Lehrerin auch an, sowie auf dein Selbstbewusstsein, überhaupt mal hinzugehen. Aber das kannst du ja vorher erfragen, wenn du dich für einen Kurs anmelden möchtest.
    Abgesehen davon hat die Yogastunde ja auch andere Elemente wie Atem- und Entspannungsübungen.

    Ich würde dir zumindest für den Einstieg dann schon Hathayoga empfehlen, vielleicht fühlst du dich in einem Sivananda-Zentrum gut aufgehoben (aus der Tradition komme ich auch und es gibt Zentren europaweit), auch Yoga Vidya wäre empfehlenswert – auch wenn ich natürlich die einzelnen Zentren und Mitarbeiter nicht kenne.
    Du kannst ja mal zuhause mit einer Übung anfangen, suchst dir etwas aus dem Internet, es gibt viele, auch wirklich ganz gute, Videoanleitungen. Ich würde dir zB. den „Krieger“ empfehlen, der trainiert gleich mal den größten Muskel im Körper, den Oberschenkelmuskel, und gibt auf der psychischen Ebene Kraft und Willensstärke. Hier ist eine Anleitung mit Fotos: http://www.yoga-vidya.de/de/asana/held.html . Ich persönlich find die Variante unten – nach rechts (bzw links) schauen sehr gut, durch den Blick nach vorne fühlt man sich sehr entschlossen und konzentriert auf das Ziel. Probier mal aus, wieviele Atemzüge du die Stellung halten kannst, ohne dich zu sehr anzustrengen (das sollst du nämlich nicht beim Yoga, und das Knie wird ja auch belastet bei der Übung – langfristig jedoch schützt ein trainierter Oberschenkel das Kniegelenk), bleib eine Woche täglich dabei, und versuch dann langsam aufzubauen und länger zu halten.
    Vielleicht magst du ergänzend eine entspannende Atemübung wie zb. die Biene oder die Wechselatmung ausprobieren, kannst du googeln, nach Yogavidya + Biene suchen, sollte klappen.
    Viel Spass!
    Doris

  8. Haben wir nicht alle bereits die Erfahrung gemacht, dass uns die Mahlzeit, wenn wir am Abend essen, sehr schwer im Magen liegt und der Körper die Energie statt zum Regenerieren zum Verdauen verwendet ? Das würde für mich gegen das „Light to Heavy“-Prinzip sprechen. Außerdem : Wann wiege ich mich dann am Besten ab, wenn ich morgens noch ganz voll vom Abendessen bin ?

    Ich bin gespannt auf das, was du zum Thema „Zucker“ zu sagen hast.

  9. Doris, ich danke dir für deinen ausführlichen Kommentar. Das werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren, und dann berichten 🙂

    Katharina, stimmt, prinzipiell klingt es schon logischer, die Nacht dafür zu nutzen, nur Leichtes zu verdauen. Ob es dann praktisch auch wirklich so ist, weiß ich nicht. Nehmen wir an, wir essen mittags ein schwereres gekochtes Gericht, zum Nachtisch Obst, und dann abends einen Salat, dann wird der Rohkost ja der Weg versperrt. Sie liegt oben auf, und hat dann genug Zeit, zu gären, und den Verdauungstrakt ordentlich zu quälen. Ich bin mir nicht sicher, was besser ist. Vielleicht ist es auch individuell verschieden.
    Kimberly sagt ja auch nicht, dass man sich kurz vorm Schlafen noch mal eine Pizza oder ähnliches reinhauen soll – sondern schon ein ausgewogenes Gericht, gekocht nur, wenn es unbedingt sein muss, und mit ein paar Stunden Abstand vorm Schlafengehen.

    Ich bin auf jeden Fall versucht, es so zu halten, weil ich sowieso schon immer ein Abendesser war, und mir das gelegen kommt.
    Und weil die Dame umwerfend aussieht … kann man nicht anders sagen 🙂 Entweder hatte sie nur Glück im Genpool, oder eventuell doch nicht so unrecht. Mal schauen.

    • „Light To Heavy“ werde ich wohl auch einfach einmal ausprobieren, und sehen, wie es mir damit geht. Die Theorie, dass Gekochtes dem Gemüse und Obst den „Weg versperrt“ klingt aufschlussreich und spannend.

  10. Ich hoffe, die Frage ist an mich gerichtet 🙂

    Sozusagen „chronobiologisch“. Damit meine ich, dass ich mir den Großteil meiner Energie zwischen 10 und 15 Uhr zuführe. Oder um es etwas anders auszudrücken : morgens und mittags. Das beantwortet deine Frage somit mit einem klaren „Ja“.

    Wenn man kurz vor dem Schlafengehen isst, lagert der Körper auch eher Fett ein. Das habe ich am eigenen Leib erfahren.

    An einen Tag am Abend „schwer“ essen werde ich wohl verkraften 🙂

    Wie geht es denn dir damit ? Oder werde ich das aus deinen Folge-Posts herauslesen ? ^^

  11. Ja, ich habe dich gemeint 🙂
    Nach 15 Uhr nichts mehr essen? Wow, das hört sich wirklich interessant an. Schwierig zwar, aber wenn man das schafft und sich gut dabei fühlt – warum nicht? Da hat der Körper ja ganze 19 Stunden Zeit, zu detoxen. Das sollte ja wohl reichen. ^^

    Du meinst, wie ich mich mit dem abends essen fühle? Ganz normal. Eigentlich mache ich damit nichts Neues – hab ich auch im letzten Jahr meist schon so gehalten.
    Nur wenn ich bei meinen Eltern war, habe ich abends Salat gegessen, weil dort nur mittags gekoch wird. Fand ich nicht so toll – hab mich danach immer unzufrieden gefühlt, und bin früh ins Bett, um mir nicht weiter leid zu tun *lach*

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