Kleine Lehrstunde: Being undercarbed

Die liebe Kris hat mich in meinem letzten jammernden Artikel darauf gestoßen: Das Gefühl zu haben, alles wäre einfacher, als eine vernünftige Ernährung hinzubekommen, und sich traurig und leer zu fühlen, tritt bei ihr immer dann auf, wenn sie undercarbed ist. Das ist ein Begriff den hauptsächlich die 30 Bananas a Day-Anhänger benutzen, und der sich gar nicht so exakt übersetzen lässt. Mit richtiger Unterzuckerung – sprich Schwindel oder Zittern hat das gar nichts zu tun.

Vor ein paar Monaten

Und da ging mir wieder ein Licht auf. Eine solche Situation habe ich vor ein paar Monaten schon einmal bewusst wahrgenommen, sie ist aber wieder in Vergessenheit geraten.
Ich habe einen ernährungsbewussten Tag verbracht, und war eigentlich zufrieden mit mir. Aber am Abend kam er dann – der böse Appetit. Die Gewohnheit. Die Frage, wo in aller Welt ich jetzt Chips und Schokolade und Pizza und Eis und eben alles, was nicht sein darf, herbekomme, und zwar möglichst schnell. Und die Engel-Teufel-Diskussion: „Nein, lass das, du wirst es bereuen“„Bereuen ist später, du hast aber JETZT Hunger“„Tu es nicht, du bist so stolz, den Tag gut hinbekommen zu haben“„Aber es ist doch sooo lecker“ – „Wenn nicht jetzt, dann schaffst du es nie“„Ach was, morgen ist auch noch ein Tag, und da läuft dann alles anders“

Jedes Mal, wenn ich mich dazu entschieden habe, sofort etwas Ungesundes zu besorgen, hab ich mich gedemütigt und mutlos gefühlt, und war mir sicher, dass ich niemals würde abnehmen können, weil ich mit den Jahren natürlich irgendwann gecheckt habe, dass es morgen niemals anders sein wird als heute. Aber wollte ich dann stark bleiben, und es mir verbieten, bin ich unendlich traurig geworden. In mir war es leer und einsam, und ich hab mir die Sinnfrage gestellt.

In solchen Momenten ist es kaum möglich, sich dazu zu bewegen, es erstmal mit einem Apfel zu probieren. Da ist ein mächtiger Appetit, von dem man glaubt, dass nur bestimmte Lebensmittel ihn stillen können. Warum auch immer – vielleicht war es der Zufall – aber ich habe in diesem einen Tag trotzdem geistreich reagiert: Ich habe eine Tastprobe bei den Nektarinen gemacht, die in der Küche zum reifen ausgelegt waren, und mir gedacht: „Hm, die sind reif, müssten bald gegessen werden, sonst sind sie schlecht. Naja, iss mal jetzt eine, bevor du was anderes suchst.“ Und dann hab ich mir noch eine genommen, und noch eine und noch eine… am Ende waren es 10 Stück! Für geübte 80/10/10-Anhänger kein Ding, für mich zu der Zeit aber schon irgendwie bekloppt.

Zufrieden, ausgeglichen und glücklich

Und dann das Erstaunliche: Ich war nicht nur total satt, sondern auch richtig zufrieden. Ausgeglichen, glücklich und mit einem leichten Gefühl im Bauch. Ich hatte es tatsächlich geschafft, den bösen Wolf auszutricksen, indem ich mich an gesunden Kohlenhydraten satt gegessen habe.
In dem Moment habe ich wirklich etwas verstanden, und mir fest für die Zukunft vorgenommen, immer Massen an leckerem und reifem Obst zu verdrücken, wenn ich mal wieder Appetit auf die komplette böse Fast Food Welt da draußen entwickele.
Aber dann scheine ich es doch wieder vergessen zu haben. Irgendwo in den Weiten meiner Gehirngänge ist die Verknüpfung Unzufriedenheit = zu wenig Kohlenhydrate verloren gegangen.

Die letzten Tage habe ich es nach Kris‘ Anstoß nun wieder probiert. Und was soll ich sagen? Es geht mir FANTASTISCH! Wann immer der Gedanke auf irgendwas Böses aufkeimt, zack, Carbs oben drauf – dem Monster das Maul stopfen. Es funktioniert Leute, es funktioniert wirklich. Juhu!

Heute gab es bei mir z.B. Dateorade, Orangen und eine Honigmelone. Jaaa, klingt wenig, oder? Klingt nach etwas, was ich dachte, niemals durchhalten zu können. Aber es waren ein Liter Dateorade, 1,5kg Orangen und eine richtig große Honigmelone.

Leider bin ich dann doch immer noch unschlüssig, ob viel essen wirklich das Nonplusultra ist. Nicht wegen dem Abnehmen – ich bin mir sicher, dass man so auf jeden Fall abnehmen kann, sondern weil ich immer noch nicht recht weiß, wie ich Galina Schatalovas  Buch „Wir fressen uns zu Tode“ einordnen soll. Die Autorin empfiehlt für ein langes Leben so wenig wie möglich Kalorien zu sich zu nehmen, um den Körper zu entlasten. In ähnlicher Form habe ich es auch schon häufig woanders gelesen.

Aber momentan funktioniert das für mich, und es hält mich von den Lebensmitteln fern, die ich eigentlich verfluche.

Freelee & Durianrider, ja eigentlich alle High Carb Raw Vegan Anhänger betonen ja immer und immer wieder, wie wichtig es ist, genug Kohlenhydrate zu essen, genau wie Amerikas Diät-Ikone Susan Powter, Sie haben es begriffen, Kris hat es begriffen, Lissa auch. Ich hoffe, es bleibt auch bei mir mal hacken.

Das Naheliegende ist nicht immer die beste Wahl

Ich vergleiche es das gern mit Faulheit: Man möchte faul sein, um dem Körper etwas Gutes zu tun und um sich wohl zu fühlen. Aber Faulheit macht uns träge und antriebslos und lässt jede noch so kleine Aufgabe schwierig und belastend erscheinen. Dabei ist es eigentlich Bewegung, die uns das schenkt, was wir uns wünschen: Ein gutes Körpergefühl, Ausgeglichenheit und kleine Dinge im Vorbeigehen erledigen zu können.
Und hier ist es genauso: Man hat Appetit, also glaubt man etwas Deftiges essen zu müssen, um sich besser zu fühlen. Stattdessen fühlt man sich vollgestopft, beschwert und müde. Greift man hingegen zu leichten und gesunden Alternativen, und isst davon so viel, wie reingeht, verschwindet nicht nur der Appetit auf Deftiges, sondern man fühlt sich auch noch beschwingt und voller Energie.
Was sagt uns das: Das Naheliegende ist nicht immer die beste Wahl.

Beim nächsten Mal - Obst satt!

Ich weiß, man es kann es sich wirklich schlecht vorstellen, dass man undercarbed sein kann, obwohl man gar keinen wirklichen Hunger hat oder es vor kurzem gerade etwas zu Essen gab. Aber glaubt mir, wenn man sich mit Obst vollgestopft hat, bis man nicht mehr kann, dann sind alle Gelüste wie weggeblasen. Ich kann ohne Probleme eine Pizza essen, mit Übelkeit aufm Sofa liegen, und 10 Minuten später Appetit auf ein Stück Schokolade entwickeln. Jop, alles kein Problem für mich 😉 Aber ich kann mich nicht mit Vitaminen, Mineralien und Wasser vollfuttern, und danach Hunger auf etwas Fettiges und Deftiges haben.
Warum das so ist, verstehe ich nicht. Dass es so ist, habe ich die letzten Tage wieder einmal gesehen.

Probiert es doch auch mal aus? Ich weiß, es klingt crazy. Aber crazy ist doch gut, richtig? Wer will schon normal sein! 🙂
Es ist auf jeden Fall eine Sache, die man selbst erleben muss. Man muss spüren, wie jeglicher Hunger auf das Falsche verschwindet, wenn man genug von dem Richtigen isst, um es zu glauben.

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21 Gedanken zu “Kleine Lehrstunde: Being undercarbed

  1. Hi Cookie,
    du sprichst mir aus der Seele 😉

    Genau dieses Gefühl kenne ich und es ließ mich immer abends auf Tigertour durch die Küche gehen. Es endete fast immer (vor meinem Vegansein) mit Nutella + Löffel oder einer Milkatafel vor dem PC, mittlerweile mit veganer Schoki oder getrockneten Datteln…

    Und danach plagt einen dann das schlechte Gewissen! Ich bin dick, undiszipliniert, essgestört…

    Kris hat mir letztens auch die Augen geöffnet, weil ich wohl nicht abnehme, da ich zu wenig esse. Alle sagen einem, Dicke essen einfach zu viel, deshalb habe ich immer weniger und weniger gegessen (man will ja nicht das Klischee bestätigen) – klar, dass mein Körper nur noch auf Sparflamme läuft und an jeder Kalorie festhält.

    Und kommt dann das Undercarb-Monster am Abend, lagert sich jede „deftige oder zuckrige Sünde“ -schwupps- über Nacht auf den restlichen Speckanzug.

    Danke, dass du mir den Klaps mit dem Zaunpfahl gegeben hast. Ich werde mich nun auch bemühen, richtiger zu essen.

    Ich wünsche dir, dass es dir auch immer leichter fällt.
    *drückdich*

    LG, Auriel

  2. Das hast Du wieder sehr treffend beschrieben. So geht es mir auch oft … sehr oft … also eigentlich fast immer. Und ich hatte auch wieder vergessen, daß ich eigentlich schon wußte, was ich dagegen tun muß. Vielleicht liegt das am Winter, da lacht einen das Obst im Geschäft auch nicht so an. Was freue ich mich schon, wenn es wieder Wassermelonen gibt *schleck*.

    Grüße
    Ute

  3. ehrlich gesagt glaube ich ja nicht, dass es an den zugeführten kohlenhydraten liegt, sondern dass das auch ein fall des „emotional eating“ ist: man will sich mit etwas zustopfen, um leerlauf, negative gefühle usw. „zuzustopfen“, was man dann genau isst, ist relativ egal, es geht um die tätigkeit.

  4. Ach Cookie, selbst mir passiert das immer wieder, dass ich das vergesse.
    Man rutscht manchmal ja auch so schleichend rein.
    Einen Tag hatte man nicht so die Ruhe und Zeit zum Essen und irgendwie war es dann doch was mit zu viel Fett und zu wenig Carbs und irgendwie holt einen das dann die nächsten Tage ein, obwohl man eigentlich denkt, man isst noch genug.

    Ich bin so aufs wenig essen und aufs nichtöffentlich essen gepohlt, dass ich tatsächlich, obwohl ich mich immer für verfressen gehalten habe, oft zu wenig esse.
    Wenn ich dann wieder irgendwie trüb und antriebslos bin und mal versuche, die vergangenen Tage bei Chronometer nachzutragen, dann wird immer ziemlich schnell deutlich, was das Problem war.

    Jetzt hatte ich dieses Wochenende ja den Nachmittag im Krankhaus mit meiner Tochter und gestern das Bewerbungsding und dadurch einfach nichts zu essen da, mit oder überhaupt die Möglichkeit und heute morgen hab ich mich dann glatt vorm Sport gedrückt, weil ich mich einfach nicht motivieren konnte.

    Also gräm dich nicht, wenn dir das passiert. Mir passiert es auch immer wieder und selbst Lissa, die ja schon länger dabei ist, passiert das hin und wieder.

    Viel essen ist eben nicht populär und unterwegs gesundes Essen zu bekommen, dass zwar viele Kohlenhydrate enthält aber wenig Fett ist auch schwer.
    Wenn es ganz arg kommt, weiche ich immer auf Traubensaft oder O-Saft aus, aber manchmal bekommeich es einfach auch viel zu spät mit.

    Lieben Gruß
    Kris
    PS.: über Schatalova hatten wir ja schon geschrieben, mehr fällt mir dazu leider auch nicht ein.

  5. Hallo Mrs.Cookie,

    ich kann Deine Erfahrung(en) auch bestätigen. Genau da bin ich auch schon hinter gekommen. Bin mir aber nicht sicher, ob die Erklärung dafür ist, dass man undercarbed ist (also zu wenig Kohlenhydrate). Ich hatte (und habe noch immer) den Verdacht, dass einfach Vital- oder Mikronährstoffe gefehlt haben. Denn früher als ich noch gaaanz anders gegessen habe, hatte ich definitiv keinen „Kohlenhydratmangel“, aber ganz oft Heißhungerattacken (á la emotionales Essen). Und so denke ich irgendwie, dass fehlende Vitalstoffe (oder wie auch immer man Vitamine, Mineralien, Sek. Pflanzenstoffe etc.) nennen möchte, der Auslöser und damit auch der Absteller sind. Und auch meiner emotionalen Grundstimmung geht es seit dem ich einen sehr hohen Rohkostanteil in meiner Ernährung halte, wesentlich besser.

    Im Prinzip ist es aber auch egal, denn Hauptsache es funktioniert 😉

    In diesem Sinne … weiter so…

    LG Emma

    P.S. Deine Anmerkung in Bezug auf „Wir fressen uns …“ finde ich interessant. Ich habe das Buch noch nicht gelesen, aber es gibt auch andere wissenschaftliche Experimente/Versuche, die belegen, dass man mit weniger kcal sehr gut und besser leben kann. Vielleicht spielt einfach eine Rolle, woher die kcal kommen? Also wenn man Standardkost isst, dann sind weniger kcal besser. Aber bei frischer und überwiegender roher Pflanzenkost sind „ein paar“ mehr kcal nicht schädlich???

    Berichte mal, zu welchem Schluss Du kommst.

  6. @ fruchtschnitte:
    Stimmt, ich hatte den Artikel sogar gelesen, und das Video fix durchgeklickt. Fand es auch schlüssig und logisch, aber wie ich schon sagte: Es ist so ein riesiger Unterschied, etwas zu lesen und anzunehmen (bzw. annehmen zu fühlen) und es dann wirklich am eigenen Leib zu spüren. Vorher ist alles immer nur graue Theorie.
    Ich hoffe wirklich, dass ich es nicht wieder vergesse. Ansonsten, kannst du mich treten, bitte? 😉

    @ Auriel:
    Na, da geht es uns ja ähnlich =) Aber ich würde den Druck rausnehmen, richtiger essen zu wollen. Das wollte ich vorher auch immer, und je mehr ich es wollte, desto weniger hat es geklappt. *hust* Ich folge jetzt einfach dem Prinzip: Normal essen (was ich sonst auch gegessen hätte), und jeden Appetit auf was anderes mit Obst oder fettarmen Kohlenhydraten mundtot machen.

    @ Ute:
    Ich finde Obst und Gemüse derzeit auch nicht sonderlich anziehend, wenn ich es bei Hunger so betrachte. Schon gar nicht, wenn es vorher im Kühlschrank lag. Aber wenn ich erstmal anfange zu essen, dann schmeckt es doch richtig gut. Und wenn ich davon dann satt geworden bin, bin ich nicht nur stolz auf mich, man hat auch ein richtig gutes Körpergefühl.

    @ Mausflaus:
    Glaube ich weniger, wenn ich ehrlich bin. Gegen diese Theorie spricht, dass Appetit und Fressanfälle oder irgendwelche Gelüste gar nicht erst auftreten, wenn ich von Anfang an genug Kohlenhydrate esse. Ich bin nicht vollgestopft, und trotzdem zufrieden. Vorher war es so, dass ich nach einer Pizza wirklich vollgestopft und pappsatt war, und trotzdem hat der Kopf nach mehr verlangt. So krank!

    @ Kris:
    Nein, ich gräm mich nicht. Ich freue mich. Denn jetzt erst habe ich es richtig begriffen, denke ich – und dafür auch schnell diesen Artikel geschrieben. Es soll nicht mehr in Vergessenheit geraten.
    Vielleicht sollten wir uns alle ein großes Wandtattoo dort hinkleben, wo wir uns am meisten aufhalten: „Eat carbs, girl, eat carbs!“
    Hehe.

    @ Emma:
    Ja, es wird ganz sicher etwas mit den einzelnen Nährstoffen zu tun haben. Normal schlanke Leute, die ihr Leben lang ein normales Essverhalten hatten, brauchen ja auch keine Unmengen von Obst, um zufrieden durch den Tag zu kommen.
    Aber ich frag mich immer: Sind die auch richtig voller Energie und Elan, so wie ich das manchmal bin? Oder haben sie sich einfach auf einem Durchschnittsplateau eingependelt, und finden es normal, Kaffee und andere Stimulantien zu brauchen, ein Mittagstief zu haben, und oft grundlos schlecht gelaunt zu sein?!

    Ja, wegen der Wenig Kalorien vs. viele Kalorien werde ich mir noch ein paar Gedanken machen, und darüber auch noch etwas schreiben, wenn ich zu einem Ergebnis für mich komme. Für die nächsten Tage tendiere ich aber erstmal zu mehr essen. 🙂

  7. Nochmal ich – habe gerade einen Post dank deines Zaunpfahlwinks rausgelassen und deinen Post verlinkt. Hoffe, das ist ok 😉
    LG und nochmal DANKE!, Auriel

  8. @ Auriel:
    Alles chic, kein Problem. Ich freue mich drüber 🙂

    @ Caitanya:
    Ich habs wahrscheinlich nicht richtig verstanden – was auch daran liegt, gebe ich zu, dass ich diesen megalangen Text, in dem ich keine relevanten Informationen für mich überblicken konnte, nur überflogen habe.
    Aber wozu auf Ketolye verlassen (die bei vielen Menschen gestört abläuft), wenn ausreichend Kohlenhydrate gegessen werden? Dann ist der ganze Aufriss doch unnötig 🙂

    Zudem sind da einfach Unwahrheiten aufgeführt. Überschüssige Glucose wird als Fett gespeichert? Ja, weil die 80/10/10-Leute auch aus allen Nähten platzen, richtig? Und dabei bei bis zu 4000kcal, die fast nur aus Kohlenhydraten bestehen? Hm, ich würd sagen, hier schlägt die Praxis die Theorie.

    Zusammen mit der heute üblichen kohlenhydratreichen Ernährungsweise führt dies zu einer Glucose-Dominanz im Gehirnstoffwechsel und in der Folge – wie beschrieben – zu Überernährung und häufigen zerebralen Energiekrisen. Besonders aktive und ständig „unter Strom“ stehende Gehirne („Porsche im Kopf“) mit hohen und vor allem konstanten energetischen Anforderungen dürften unter der Situation besonders zu leiden haben, weshalb sich solche Personen seltener vermehren werden.

    Kannst du das wirklich ernst nehmen? Besonders das mit dem vermehren? Oh mein Gott ^^ Was hat da das eine mit dem anderen zu tun? Empfinde ich als total unqualifiziert:

    Wie dem auch sei. Ich weiß, dass du Kohlenhydrate „verfluchst“ und auf Fett stehst. Sei dir gegönnt. Aber für mich ist das einfach nichts. Zu viel Fett kann ich seit meiner Gallenoperation nicht mehr vertragen. Außerdem flammen dann meine chronischen Schmerzen im linken Bereich wieder auf. Das merke ich schon, wenn ich einen Tag zu viel Hummus oder zu viel Avocado gegessen habe.
    Ja, und meine Leber beginnt auch, wieder zu drücken…

  9. Hi Cookie,

    Überschüssige Glucose kann der Körper schon als Fett speichern.
    Das tut er aber NUR, wenn er im Hungermodus fährt.
    Wenn er das nicht tut, verbrennt er sie als Wärme.
    Was den Vorteil hat, dass ich diesen Winter nahezu gar nicht friere.
    Mein letzter Avocado-Nuss-Winter war für mich bitterbitterkalt und da war es insgesamt viel wärmer.
    Und freiwillig in Ketose gehen, wäre auch nicht so meines.
    Kurzfristig abnehmen und den Körper gängeln kann man mit vielen Varianten.
    Nur glücklich machen sie nicht unbedingt und langfristig wirken auch nicht.

    Lieben Gruß
    Kris

  10. Ich verfluche Kohlenhydrate nicht, hab ich nie getan *schulterzuck*
    Ich esse selbst Obst und Schokolade und trinke ab und zu Fruchtsäfte.
    Ich merke nur, und das seit frühester Kindheit, dass mir große Mengen nicht gut tun. Von zwingen kann keine Rede sein.

    Wenn man auf Grundlage des Artikels argumentieren will, sollte man den vielleicht mal ganz genau durchgearbeitet haben. Wenn man das verstanden hat, entkräften sich einige Gegenargumente/Fragen ganz von selbst.

    Schaut doch auch mal, was zum Muskelverlust gesagt wird. Bei einer Polung auf KH baut der Körper auch gerne Muskelmasse ab. Denn Muskelmasse kostet den Körper Energie und muss außerdem durch beständigen Eiweißnachschub über die Nahrung erneuert werden, der Stoffwechsel steht ja nie still. Kommt aber zu wenig Eiweiß, wird der Energiefresser Magermasse als erstes abgebaut (und zu Glukose umgebaut). Und das passiert bei einer high-carb-Ernährung sehr schnell.

    Mein Körper z.B., auch nicht in Ketose, ist auf Fettverbrennung gepolt, d.h., dass er keine Magermasse auch mal bei KH-Engpässen abbaut um sie in Glukose zu verwandeln, eben weil er trainiert ist, Fettsäuren zu verbrennen. Da spielen natürlich u.a. auch Glukagon und Insulin eine große Rolle. Wer high carb isst, hat permanent viel Insulin im Blut – und kann nur wenig Fett abbauen oder zur Energiegewinnung nutzen. Wer wenig KH isst, hat Glukagon im Blut und baut Fett ab. Das sind ganz einfache Regelmechnismen, die, so finde ich, verstanden werden sollten, damit man genau weiß, was hier grad passiert. Auch interessant ist in diesem Zusammenhang der hormonelle Stresspegel der durch Insulin und folglich Cortisol ausgelöst wird: http://lchf.de/lchf-was-ist-das/kalorien-versus-kohlenhydrate/

    Ketose ist zudem kein ungesunder oder unnatürlicher Zustand; für die gesunde Gehirnentwicklung im Kindesalter ist er sogar offenbar notwendig.

    Sehr interessant finde ich dies hier: http://www.focus.de/gesundheit/news/richtig-laufen-und150-richtig-fit-sport-auf-rezept_aid_201088.html
    – und zwar meine ich jetzt daraus explizit die Feststellung, dass wenig Glukose auch weniger Entzündungen im Körper bedeutet.

    Für Autoimmunkrankheiten ist z.B. auch eine Low-Carb-Ernährung empfohlen, und zwar nicht, weil „LC gesünder sei“, sondern eine KH-basierte Ernährung das Immunsystem ungünstig beeinflusst. http://autoimmun.net/2009/04/ernahrung-bei-autoimmun-erkrankungen/

    Gesichert ist, dass Kohlenhydrate bei einer Körperfettzunahme über das normale Maß hinaus immer die entscheidende Rolle spielen (ohne Insulin keine Zunahme und ohne KH kein Insulin). Daher finde ich es lustig, dass ausgerechnet damit versucht wird, abzunehmen. Dass, falls es überhaupt langfristig funktioniert, hier ein großer Teil Magermasse zu beklagen ist, sollte klar sein.

    Schlussatz zu dem ganzen: „Undercarbed“ kann es so gesehen nicht geben, da Kohlenhydrate nicht essentiell sind. Der Mensch kann hervorragend, und in conclusio sogar langfristig besser, angenehmer und gesünder ohne große Kohlenhydratmengen leben.
    Ist im Grunde so zu bewerten wie ein Junkie „underdrugged“ wäre, wenn er grad nichts hat.

    Wenn man auf KH gepolt ist, stimme ich aber zu: Das Gefühl, Zuckernachschub zu brauchen, ist sehr unangenehm bis hässlich. Bin froh, dass ich das nicht mehr erleben muss.

  11. Caitanya, ich wusste nicht, was du mir mit dem Text sagen wolltest, da du deine Hauptargumente nicht herausgearbeitet hast. Also verzeih mir, dass ich einen meilenlangen Text über Migräne nicht komplett durchgelesen habe.
    Die Aussage, dass Menschen, die „zu viele“ Kohlenhydrate essen, sich eher weniger vermehren werden als andere, finde ich immer noch lächerlich.

    Danke für deine Links. Ich werde sie mir mit Sicherheit noch anschauen.

    Aber ich fühle mich vorerst auf dem richtigen Weg. Im Gegensatz zu dir sind mir Kohlenhydrate schon immer äußerst gut bekommen. Sie machen glücklich. Undercarbed zu sein hat nichts damit zu tun, dass man unterzuckert ist – also dem tatsächlichen und unbedingten Bedarf an Kohlenhydratnachschub, sondern dass man allgemein eine Attitude an den Tag legt, die man sich nicht erklären kann. Es ist wie ein grauer Schleier und eine ständige, nörgelnde negative Grundhatung. Etwas, was ich leider auch an vielen Mitmenschen beobachten kann.

    Und ich fühle mich auch auf der sicheren Seite: Zum einen sind Obst und Gemüse ja keine reinen Kohlenhydrate; sie sind ein perfektes Gesamtpackage der Natur, und enthalten in ausgewogenen Verhältnissen auch Fett und Eiweiß. Ich esse zudem (zumindest in letzter Zeit) oft Tofu, Reis und Bohnen, oder mixe meine Smoothies mit Sun Warrior Protein oder Vega Vanilla Almondilla. Das Schöne ist ja, dass das Eine das Andere nicht ausschließen muss.
    Und ich glaube nicht, dass etwas schaden kann, bei dem man sich gut fühlt.

    Zum Thema Abnehmen: Warum hat es bei so vielen anderen hervorragend geklappt, (mein Lieblingsbeispiel klick) und ausgerechnet ich sollte bei diesem Versuch scheitern? Und das, obwohl ich es genauso mache? Warum sollte gerade mein Körper komplett anders reagieren? Weil deiner es getan hat? Wie gesagt, ich habe keine Kohlenhydratunverträglichkeit, nie gehabt.

    Kennst du Anne Hepe? Ich habe sie eine Zeit lang bei Youtube verfolgt und fand sie und ihre Tipps klasse. Bis zu dem Zeitpunkt, als sie meinte, ohne Fleisch wird man Schwierigkeiten beim Abnehmen haben. Sie pocht immer wieder darauf, dass übermäßige Kohlenhydrate unsere Feinde sind, und es nur um Eiweiß, Eiweiß, Eiweiß geht. Und wow, das ist jetzt gemein, was ich sage, aber auch die Wahrheit: Seitdem sie diese Videos macht (seit über einem Jahr) und als Diät Coach arbeitet, hat sie für mich kaum merklich etwas abgenommen, zumindest von dem, was ich sehen kann. Bezeichnender Weise wiegt sie sich auch nicht. Gut, man muss sagen, dass sie vor ihren öffentlichen Sachen eine ganze Menge abgespeckt hat, und dafür verdient sie auch Respekt.
    Aber ich denk mir da nur – hey, auf diese Weise sollst du es auch versuchen, und dann drei Jahre oder länger an deiner Abnahme knabbern? Nein, keine Lust!

    Und ich möchte auch dir nicht zu nahe treten, aber wirklich gut geht es dir ja auch nicht, richtig? Du hattest ja auf deiner Seite aufgeführt, was es war. Ich zitiere:

    Müdigkeit, trockene Haut, weiße Flecken auf den Fingernägeln, Kohlenhydratintoleranz, Probleme mit den Luftwegen, schlechtes Immunsystem, kein Appetit, Schilddrüsenstörung, schlechte Eiweißverwertung, extrem schlechte Ausdauer, mangelhafte Knorpelbildung in den Gelenken, Gefäßschäden, Gedächtnisstörungen, fehlende Traumerinnerung, spannende Waden, hoher Tonus, Nervenschwäche, keine Stressresistenz, Glutenempfindlichkeit, Eisenmangel, Heißhunger auf Schokolade und Marzipan, Darmentzündung, Rückenschmerzen, Arthritis, engstehende Schneidezähne, Entwicklungs- u. Wachstumsstörungen, schlechte Regeneration, Autoimmunkrankheiten etc. pp.

    Okay, eine Stoffwechselstörung, die, so wirst du mir sicher antworten, wahrscheinlich auch schon zu deinen Veggiezeiten da war.
    Aber weißt du, ich bin da eher ganzheitlich, und denke, alles im Körper beeinflusst irgendwie alles. Die Ernährung als Hauptfaktor.
    Und dann lese ich bei dir von Vitamin B6, Zink, B3 und Aminosäuren-Supplementierungen und kolloidalem Silber und und und … seufz.
    Du hast recht, das verstehe ich alles nicht, es ist eine Nummer zu groß für mich und ich habe mich auch nicht damit beschäftigt.
    Aber bitte verurteile mich nicht, dass alle Motivation, mich da einzuarbeiten aufgrund der Komplexibilität schon von vornherein schwindet. Ernährung sollte einfach sein. Tierisches schlecht, pflanzliches gut, verarbeitetes schlecht, unverarbeitetes gut – das ist einfach für mich. In diesen Kategorien komme ich klar 🙂

  12. Ich auch. Ich hatte mich schon damit abgefunden, für den Rest meines Lebens zu frieren.
    Ich bin selbst jetzt immer noch mit einer normalen Sweatshirtjacke und einem Kapuzenpulli unterwegs.

    Muskelmasse baut sich ab, wenn sie nicht benutzt wird.
    Ernährung baut keine Muskeln auf und solange man nicht hungert baut sie auch keine ab.
    Use it or loose it heißt da ja wohl die Devise.

    Und Ketose ist kein gesunder oder normaler Zustand. Das man sich mit Ketonen im Körper super fühlt ist noch lange kein gutes Zeichen. Das fühlt man sich mit anderen Drogen auch.
    Ich schätze mal, selbst Atkins würde das nicht mehr behaupten, wenn er es denn überlebt hätte.

    • Ständiges Frieren, auch nachts, liegt häufig an einem ausgeprägten Mangel an fettlöslichen Vitaminen (A, D, E und K).

  13. Ok, ich hab nichts aus der Seite von miginfo zitiert, mein Fehler. Also wenn man in dem langen Artikel sehr weit runterscrollt, kommt etwas zum KH- und Fettstoffwechsel, Überschrift etwas mit „Adipositas“ glaub ich.

    Ich stimme zu, dass es Menschen gibt, die KH besser vertragen als andere, das erlebe ich ja tagtäglich an meinem Ehemann. Selbst mit „normalen“ KH-Mengen und als Vegetarier kann er lange Essenspausen machen. Ich konnte das weniger, mit einer KH-basierten Ernährung, aber ich glaube, dass es nicht nur an der Menge KH, sondern an der im gleichen Atemzug (für mich zu) geringen Menge an Fetten und Eiweiß lag. Man sieht sowas ja auch meist erst langfristig.

    Ich denke auch, dass Obst und Gemüse eine gute Grundlage sind, allerdings bei den klassischen Sachen (also Fettfrüchte, Nüsse usw. ausgenommen) keine kalorisch relevante oder wenn (mit sehr viel Obst) irgendwann eine ungesunde.

    Anne Hepe kenne ich nicht; sie pocht wohl wie auch Dr. Strunz aufs Eiweiß. Tatsächlich kann man mit Eiweiß sogar schneller abnehmen als wenn man nur fastet. Interessant, oder? Eiweiß verbraucht nämlich Kalorien im Stoffwechsel, und erhält Magermasse, die auch den Ruheumsatz hoch hält.

    Nun kann es halt sein, dass diese Anne Hepe noch nicht abgenommen hat, weil ihr vielleicht auch etwas (anderes) fehlt. Wenn etwas fehlt, gibt der Körper nichts her. Und im Rahmen meiner Recherchen zu pathologischen Keimen/Marshall-Protokoll und Autoimmunkrankheiten kommt es wohl öfter als wir glauben, auch aufgrund von (jahrelang oft unentdeckten, da sich langsam vermehrenden) Infektionen zu Vitamin- und Mineralstoffmängeln. Ich schrieb darüber, dass ich nicht weiß, ob die KPU ein Symptom von etwas anderem ist oder umgekehrt. Alles möglich. Solche Menschen merken dann, dass es ihnen mit größeren Eiweißmengen besser geht. Aber woher sollen sie immer wissen, dass sie krank sind und ein wirklich gesunder Mensch die Nahrung anders verwertet? So kann es sein, dass schon jeder die Wahrheit spricht, aber ganz anderen Bedarf hat und der Körper anders „läuft“. Sehr sehr schwierig für den Einzelnen. Ich bilde da auch keine Ausnahme.

    Die von Dir zitierten Symptome gehören großteils zum Glück der Vergangenheit an, oder sind jetzt abgemildert vorhanden. Da ist aber „noch was drin“, das weiß ich. Und ich weiß auch, dass man sowas nicht mit Rohkost oder irgendeiner speziellen Ernährungsform rausbekommt, no way. Das Tragische ist halt, dass viele Betroffene bei Rohkost, Vegetarismus, Paleo und Co. Besserung suchen und oft auch (meist nur eine zeitlang, weil die Probleme sich verlagern) bekommen. Und dann nicht wissen, warum sie scheitern.

    Du schreibst „Tierisches schlecht, pflanzliches gut, verarbeitetes schlecht, unverarbeitetes gut – das ist einfach für mich.“

    – und da möchte ich eben widersprechen. So einfach und undifferenziert ist es leider nicht.
    Pflanzliche Fette sind oftmals schlecht, sehr schlecht (Omega-6-lastige Öle z.B.). Und auch was die Verarbeitung angeht, so gilt in erster Linie: Gesund ist, was verträglich ist. Und nicht: Je weniger verarbeitet, desto besser.

    Eine sehr gute Übersicht mit der ich absolut konform gehe, findet sich hier:
    http://www.bulletproofexec.com/the-complete-illustrated-one-page-bulletproof-diet/

    (Das heißt ja nicht zwingend, dass man Fleisch inkludieren muss.)

    Natürlich ist es nicht so einfach, bei einer vegetarischen oder gar veganen Diät seinen Eiweiß- und Fettanteil hochzuhalten. Viel einfacher ist es, reichlich Kohlenhydrate zu essen. Aber das ist eben nicht unbedingt gesund.

    Es ist zudem m.M. nach reichlich unreflektiert zu glauben, dass die Menschheit Jahrtausende gekocht und Tierisches gegessen hat, wenn sie tatsächlich einen (überwiegenden) Nachteil davon gehabt hätte!

    Ja, das hat jetzt alles nicht mehr so viel mit „undercarbed“ zu tun, aber ich halte das wie gesagt für einen schon halbpathologischen Zustand, weil das von der Natur so nicht vorgesehen ist – die KH-Speicher sind sehr begrenzt.

    Das unwirsche Gefühl beim „undercarbed-sein“ ist allerdings exzellent erklärbar aus den Zusammenhängen auf der miginfo-Seite. Ich denke auch, dass man mit großen KH-Mengen da immer mehr in eine Abwärtsspirale rutscht, siehe auch hier: http://www.miginfo.de/molmain/main.php?docid=70

  14. Danke für die Ausführungen. Falls ich mit dem, was ich jetzt mache, scheitern werde, komme ich vielleicht irgendwann darauf zurück. Das glaube ich zwar nicht, aber ich bin ja nun auch kein Übermensch. Wer weiß, was „morgen“ ist.

    Es ist und bleibt reichlich kompliziert für mich. Eine hohe Menge Eiweiß ist gut zum abnehmen wenn dies und das und jenes gegeben ist. Das ist für mich schon ein Widerspruch. So etwas kann die Natur nicht vorgesehen haben. Entweder es ist bedingungslos gut oder eben nicht.
    Und zu viel Eiweiß kann gar nicht bedingungslos gut sein; das können die Nieren irgendwann nicht mehr händeln.

    Ebenso mit Fett: Vielleicht kann ein gesunder Mensch davon große Mengen zu sich nehmen, ohne sich langfristig zu schaden. Ich kann mir das zwar nicht vorstellen, aber wie schon gesagt, ich bin auch Laie in diesen Sachen. Ich weiß nur, dass ich persönlich Fett nicht mehr gut vertrage. Mit zu viel Fett habe ich mir meine Leber kaputt gemacht und die natürliche Gallenfunktion so gestört, dass eine Entfernung der Blase notwendig war. Seither läuft mir die Gallenflüssigkeit in den Magen, und hat diesen angegriffen…
    Esse ich heute zu viel Fett, kriege ich sofort die Quittung – Magendrücken, linksseitliche Beschwerden, schleunigstes Rennen zur Toilette oder am nächsten Tag Drücken der Leber. Das ist für mich recht eindeutig.

    Und nein, ich finde es ganz und gar und kein Stück schwierig, vegan genug Fette und Eiweiße aufzunehmen. Fette schmecken ja klasse, insofern 😉 Avocado, Öle, Nüsse, Samen, Pflanzensahne – und da die herrlichen Abwandlungen: Nussmus, Nuss/Trockenfrucht-Konfekt, Hummus, Guacamole, Cashewkäse, Kuchen & Desserts, Dressings etc. Der ganze Gourmet-Rohkostbereich ist extrem fettlastig. Eigentlich isst man dort nichts anderes als geringe Mengen Obst und Gemüse mit riesigen Mengen Fett.
    Und Eiweße hatte ich vorher ja schon aufgezählt … man hat Tofu, Sojamilch oder Tempeh, Bohnen, Saitan, Hanf. Lupine, Erdmandeln, brauner Reis oder diverse
    Proteinpülverchen. Nicht zu vergessen auch große Mengen an Grünes. Ich liebe das alles heiß und innig, und futtere davon sicher auch noch mehr als ich sollte/bräuchte.

    Aber mich auf Eiweiß und Fett zu konzentrieren, das fühlt sich für mich instinktiv falsch an. Damit würde ich all die Signale überrennen, die mein Körper mir regelmäßig sendet.

    Und nun sagst du, es gibt irgendwas, was dieser Anne Hepe fehlt, dass sie nicht weiter abnimmt, weil der Körper festhält, wenn ihm etwas fehlt. Darauf könnten wir wieder schließen, dass allen 80/10/10-Leuten somit nichts fehlen kann. Denn bei dieser „Diät“ ist langfristig niemand übergewichtig geblieben.

    Die Sache ist einfach die: Ich glaube, jeder Mensch möchte seinen eigenen Weg gehen und seine ganz eigenen Fehler machen. Ich glaube dir, wenn du mir sagst, du bist mit so einem Versuch gescheitert, und dass du dich weiter und auf einer anderen Ebene siehst, von der du glaubst, Leute wie mich vor bestimmten Sachen bewahren zu können. Aber das klappt nicht. So etwas hat noch nie geklappt. Der Mensch ist stur, und weigert sich aus den Fehlern der anderen zu lernen 🙂

  15. […] “Undercarbed” hat aber meiner Meinung nach nicht ausschließlich etwas mit Obst zu tun. Es geht einfach nur darum, dass man zu wenig gegessen hat. Natürlich kann man sich auch mit Fetten und Eiweißen vollstopfen, um die Sache besser zu machen, aber wollen wir das? Macht das Sinn? Für alle, die LowCarb betreiben bzw. irgendeine Atkins/Strunz-Diät befolgen vielleicht schon. Für mich, die Fette so weit es geht, zurückschrauben möchte, und auf tierische Produkte verzichtet, eher nicht. Also gilt es, sich an Kohlenhydraten satt zu essen. Obst ist hier ideal, aber natürlich kann man auch ganz normal Reis, Hirse, Kartoffeln, gekochtes Gemüse oder ähnliches essen. Auch damit erreicht man einen Zustand der Zufriedenheit. Und damit wäre Silkes These, dass dieser aus einem Zuckerrausch resultiert, schon widerlegt. […]

  16. Ist doch ganz einfach. Wenn du diesen Hunger entwickelst, verlangt dein Körper im Grunde nicht wirklich nach einem fettigen Hamburger, sondern nach gewissen Nährstoffen. Wenn du ihm die gibst, also Obst oder Gemüse futterst, hat er was er wollte. isst du den Hamburger oder die Schokolade, hat er nicht was er brauchte und will immernoch mehr. Und wegen den Kohlenhydraten: ich hab da auch so ne Phobie, die man heutzutage mit den ganzen low-carb-craze leicht bekommen kann. Aber ich hab gelesen, dass Kohlenhydrate die einzige Nahrung für Gehirn und Nerven sind, Fett und Eiweiß sind dafür nutzlos. Seitdem ist mir einiges klar….

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