Kony 2012

Ich weiß, das Video geistert derzeit überall herum, und man glaubt, jeder wüsste bereits Bescheid. Aber teilt es bitte trotzdem. Es ist so wichtig! Nicht nur für die Kinder in Uganda. Es zeigt, dass es tatsächlich einen Weg gibt, Gerechtigkeit durchzusetzen … die Massen zusammenzutrommeln, und damit die Regierung zum Handeln zu bewegen, anstatt uns von ihr regieren, und wie Marionetten herumschubsen zu lassen. Es zeigt, was Demokratie und Freiheit wirklich bedeuten.

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7 Gedanken zu “Kony 2012

  1. Hi Cookie, ich hab bis vor 10 Minuten noch nie was davon gehört. Dann habe ich erst einen Artikel gelesen und nun postest du das hier. Wahnsinn. Also, das fand ich schon auch sehr spannend dazu:
    http://www.stern.de/politik/ausland/netzvideo-kony-2012-kann-ein-like-die-welt-retten-1797811.html

    „Die Aufnahmen in dem Video sind nämlich zum Teil fast zehn Jahre alt. Der Bürgerkrieg in dem Land, das „Invisible Children“ thematisiert, ist längst vorbei. Krankheiten haben der gefürchtet „LRA“ längst den Rang abgelaufen. Man geht davon aus, dass Kony selbst schon lange nicht mehr im Land ist.“

    Viele Grüße, Fruchtschnitte

  2. Gegen Kony zu sein ist wahnsinnig hip

    Es ist wirklich traurig, dass man wieder in diese Kerbe schlägt. Die Sache ist aus meiner Sicht eindeutig zu groß, als dass man sich nur von Eitelkeiten und Darstellungssucht leiten lassen sollte.

    Schade, dass es mal wieder Leute gibt, die etwas Schlechtes an der Sache suchen müssen. Ewige Querschießer, die ihren Individualismus nur dann leben können, wenn sie ständig gegen alles sind, was die Menge begeistert, und nicht ihrer eigenen Idee entspringt.

    Ich finde, es ist doch reichlich egal, wo genau Kony derzeit ist, oder wie die Situation in Uganda heute aussieht. Wichtig ist nur, dass dieser Ungerechtigkeit endgültig ein Ende bereitet wird, und dass wir das Wissen und diese neue Social Network-Erfahrung dafür nutzen, um die Welt weiter nach unseren Vorstellungen zu gestalten. Die Masse selbst ist stark … und nicht der kleine Teil, der die Masse vertreten will.

  3. Genau: „Die Masse selbst ist stark … und nicht der kleine Teil, der die Masse vertreten will.“ Und diese Masse kümmert Kony halt auch wenig, dass ist es ja, was der Artikel unter Anderem sagen will. Sondern Hinz und Kunz liked das, ohne sich wirklich damit zu beschäftigen. `Ahh, heute habe ich was wahnsinnig Kritisches angeschaut und was Gutes getan.´
    Wieso findest du es egal, wie die Situation heute in Uganda aussieht und wo Kony ist? Versteh mich nicht falsch, ich will gar nichts gegen das Video sagen, gute Motive sind ja immer gut. Aber ich finde es einfach seltsam, wenn irgendwelche Socialmediasüchtlinge neben ihren Farmvilleaktivitäten nun auch mal was „echt Politisches“ tun, aber leider überhaupt keine Ahnung haben, was da eigentlich los ist.
    Auf unserer schönen Welt passiert leider viel Schlechtes und es ist etwas Gutes, dagegen zu sein. Es ist meiner Meinung nach aber noch besser, sich wirklich zu interessieren und zu engagieren, um einer Sache willen, die man auch versteht.
    Herzliche Grüße von der Fruchtschnitte

  4. Es ist aber leider nicht die Realität, dass sich die Mehrheit für Themen interessiert, die nur ein Nischendasein führen. Ich nehme mich davon auch nicht aus. Wir können mit unserem Bewusstsein nicht immer und überall sein.

    Wenn dann aber jemand kommt und mir etwas vor Augen führt, dann nehme ich das gern an, und beginne nicht DANN aus Prinzip etwas zu recherchieren, was die guten Absichten in den Dreck ziehen könnte. Wie du schon sagtest, gute Motive sind immer noch gute Motive. Man sollte sie würdigen.

    Warum ich es „egal“ finde, wie es derzeit in Uganda aussieht oder wo Kony ist? Weil Kony jetzt auch in anderen Ländern gefunden werden kann, und gefunden werden muss. Dieser Mann gehört bestraft; und sollte für alle anderen der Widerstandsarmee auch in anderen Ländern als abschreckendes Beispiel gelten.
    Und was Uganda betrifft: Auch wenn die Situation sich mittlerweile geändert hat, macht das die Vergangenheit nicht ungeschehen. Es ist gut, wenn wir in unseren warmen Wohnzimmern mit unseren sicheren und bequemen Leben verstehen, was die Familien dort durchmachen mussten. Das schafft bei dem einen oder anderen Bewusstsein auf ganzer Ebene, die eine Grundlage für weitere Hilfe und Unterstützug bieten könnte. Denn Joseph, der kleine Junge aus dem Film, der mittlerweile wirklich Jura-Student ist, sagt ja selbst, dass die Probleme des Landes sich mitnichten in Luft aufgelöst haben, sondern nur verschoben wurden.
    Die Frage ist zudem, warum die Staaten noch immer ihre Soldaten vor Ort einsetzen, wenn doch in Wirklichkeit alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

    Ich finde es wichtiger, den Kern aus solche Sachen herauszuarbeiten. In diesem Fall: Wir haben die Macht, etwas zu tun … wir haben eine Stimme; wir können tatsächlich Politik machen, statt nur betreten mit den Schultern zu zucken.

    Nicht, gegen Kony zu sein ist hip, sondern gegen den Mainstream zu wettern oder das Gute schlechtzureden, ist es. Und das finde ich traurig.

  5. Kaum ist bekannt das Uganda große Ölvorkommen besitzt kommt so eine Propagandaaktion der Amerikaner. Ist wohl klar wie das ausgehen wird.

  6. Interessanter Artikel, aber ich glaube nicht, dass ich da mitgehen würde.
    Der Umgang mit den Spendengeldern scheint kontraproduktiv zu sein, aber das sieht bei anderen großen Organisationen doch auch nicht anders aus … weswegen ich auch lieber für Nischenprojekte mit ehrenamtlichen Helfern spende.
    Aber andererseits kann man auch nicht erwarten, ohne Gelder eine weltweite Internetkampagne aus dem Boden stampfen. Darauf kann man vielleicht hoffen; der Erfolg würde sich so indes nicht vorhersagen lassen.

    Die Sache mit den Waffen und dem Geld ist bisweilen nichts anderes, als eine weitere Verschwörungstheorie. Wie will man das wissen/beweisen? Links? Quellen?
    Ich sage nicht, dass es am Ende nicht vielleicht doch so ist. Aber es gibt für mich derzeit keine Indizien, die darauf hinweisen würden. Wenn ich mit meinen logischen Verstand da rangehe, dann würde ich sagen, dass die Regierung ja erst überhaupt nicht mitgemischt hat – sie wolle von der Problematik nichts wissen. Erst als der öffentliche Druck größer wurde, lenkte sie ein. Das zeigt ja, dass es die Öffentlichkeit war, die die Regierung mobilisiert hat, und nicht die Regierung, die die Öffentlichkeit für ihre Zwecke manipulierte.
    Zudem: 100 US-Soldaten sind eine lächerlich kleine Summe. Wenn ich mich nicht getäuscht habe, hieß es in dem Video auch nicht, dass der Armee in Uganda Waffen verkauft werden, sondern, dass man versucht, sie darin auszubilden, neue Technologien für ihre Zwecke zu verwenden.

    Auch das Kriegsbeispiel wirkt auf mich (zum jetzigen Zeitpunkt mit meinem jetzigen Wissen) eher lächerlich. Dann hätte man es anders aufziehen müssen. So aber sieht jeder, dass man auf der Seite der ugandischen Regierung ist.

    Zuletzt glaube ich auch nicht, dass ein Mann, der seit Jahren in Afrika arbeitet, sein Kind für unlautere Zwecke „prostituieren“ würde. Wie steht der kleine Mann denn später da? Und was für ein Vater würde so etwas machen? Vielleicht ist es gewollt, vielleicht ist es ja ein bewusst eingesetztes stilistische Mittel. Aber für mich wirkt es gerade wegen dem Kleinen, der von Anfang an mit dem Wissen um Joseph aufgewachsen ist, so glaubwürdig. Und natürlich auch wegen Joseph selbst, der so bitterlich geweint hat, und dem man versprach, der Sache ein Ende zu bereiten. Das kann nicht inziniert gewesen sein; zumal das ja auch etliche Jahre zuvor stattfand.

    Okay, die Situation in dem Land mag sich geändert haben. Aber Kony ist noch immer auf freien Fuß. Und darf nicht sein! Seine Berühmtheit, und am Ende hoffentlich sein Fall, soll ja auch ein abschreckendes Beispiel auf alle anderen sein. Wer weiß, vielleicht ist Kony nur ein Anfang?

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