„Du hast abgenommen“ & 811-Transition

So, jetzt werde ich mal weiter im Tagesgeschehen machen. Es tut mir leid, dass ich so lange keine Updates mehr gepostet habe. Leider hat mich irgendeine Magen-Darm-Sache erwischt. Die mich doch einige Tage komplett rausgehauen hat. Erst habe ich den ganzen Tag mit Krämpfen, Durchfall und schlimmer Übelkeit flach gelegen, dann war ich tagelang verstopft, mir wurde nach jedem Essen schlecht und ich hab mit Schwindel gekämpft.
Seit einigen Tagen geht es jetzt wieder ganz gut. Nur leider hat mich das mal wieder rausgehauen, und ich habe mich von Unsinn wie Cornflakes, Nudeln und Brot ernährt. Ich bin ziemlich sicher, dass das auch auf der Waage zu sehen ist. Als diese Magensache angefangen hat, habe ich zwar insgesamt recht wenig gegessen, aber trotzdem nichts Gutes. Bis heute hat sich die Menge dann gesteigert.

Ich weiß nicht, ob ich mir wirklich einen Virus eingefangen habe, oder ob der Alkohol Schuld war. Meine kleine Schwester hat nämlich alle ihre Prüfungen bestanden, womit, da sie lange krank war, niemand gerechnet hatte, und kam dann vorletzten Mittwoch voller Freude nach Hause. Wir haben mit Prosecco darauf angestoßen, dass sie sich nun ganz offiziell Kinderkrankenschwester nennen darf. Der war recht schnell leer, und wir dann dementsprechend angedudelt. Und wie das in solchen Momenten so ist: Man ist gut gelaunt, fühlt sich leicht und frei und kann nicht genug bekommen. Ich habe mir dann noch Wein eingegossen, der wahrscheinlich schlecht war (er stand schon ein paar Tage und enthielt Kohlensäure), und eine abgelaufene Dose Sekt getrunken. *hust*
Abends waren wir beim Griechen essen, und dort habe ich mir erst Ouzo in den Kopf gekippt, und danach dann einen Salat gegessen. Wahrscheinlich nicht die beste Kombination? Auf jeden Fall fühlte ich mich ab dem Moment hundeelend, als der Rausch nachließ; habe später eine Horrornacht verbracht, und war ein paar Tage krank.

Auf der Geburtstagsfeier, die am Wochenende davor stattfand, und vor der ich essenstechnisch ein bisschen Angst hatte, habe ich mich hingegen gut zusammenreißen können. Ich habe etwas Gemüse und kleine Kartoffelknödel gegessen, und mir selbst Pizzabrötchen aus Vollkornbrötchenhälften, gebackenen Champignons, Tomatenpaprika, Zwiebeln und Ketchup gemacht. Dazu gab es alkoholfreies Bier.

Zu meiner Überraschung wurde ich auch von mehreren Personen darauf aufmerksam gemacht, dass ich ja so schön abgenommen hätte, oder gefragt, wie viele Kilos das denn wären. Ein wirklich grandioses Gefühl! Vor allem hätte ich nicht damit gerechnet, da ich eigentlich alle auch zu Weihnachten gesehen habe, wo ich nur 2 Kilo mehr wog.
Da kann man 20 Kilo abnehmen und niemand sieht etwas, bei 2 Kilo sind aber mit mal alle der Meinung, man hätte richtig viel abgespeckt?
Wie auch immer. Das war das erste Mal, dass wirklich mehreren Personen eine Veränderung an mir aufgefallen ist. Beflügelnd!

Umso ärgerlicher, dass es wirklich jedes Mal irgendeinen dummen Grund gibt, der dafür sorgt, dass ich wieder zunehme. Das muss doch nicht sein?
Ich glaube, eine entscheidende Rolle spielt auch, dass ich viel zu locker bei allem bin. Kommste heute nicht, kommste morgen, ist noch immer eines meiner Lieblingsmottos. Ausnahmen mache ich nur zu gern. Und selbst wenn ich mir etwas anderes vorgenommen habe, schaffe ich es recht schnell, mein schlechtes Gewissen zu beruhigen, indem ich mir vor Augen führe, was ich schon geschafft habe, und wie einfach das doch alles ist. Ist es ja auch! Nur erstmal wieder reinzukommen, und dort weiterzumachen, wo man aufgehört hat, ist es halt nicht.

Deswegen habe ich mir überlegt, die 80/10/10-Transition Diet, die ich eigentlich erst (falls überhaupt) für den Sommer geplant hatte, durchzuziehen, und mir wirklich feste Regeln aufzustellen. Ich glaube, ich brauche sowas. Die wären dann für’s erste:

  • 2x am Tag ist ein grüner Tee erlaubt
  • tagsüber gibt es nur frisches Obst und Gemüse
  • abends ein ganz einfaches, gekochtes Gericht – ohne zusätzliches Fett

Ich möchte einfach mal ausprobieren, wie es sich lebt, wenn man wirklich auf lauter kleine Ausnahmen (Nüsse, Hipp Babybreis, Kaffee, Rohkostsüßigkeiten) und zusätzliches Fett (Öl immer und überall) verzichtet, und sich ganz auf die wohltuenden Effekte von ausreichend Kohlenhydrate verlässt. Erst mal für 30 Tage, denn so lange braucht der Körper, um sich neu anzupassen, und neue Verhaltensweisen wie das tägliche Zähneputzen als Selbstverständlichkeit anzunehmen. Dann gucke ich, wie es weitergeht.

Es wird auch jeden Tag Blogeinträge dazu geben. Los geht es diesen Mittwoch. Ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr dabei wärt! 🙂

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11 Gedanken zu “„Du hast abgenommen“ & 811-Transition

  1. Ich bin dabei! Und ich drücke Dir natürlich alle verfügbaren Daumen. Tschaaaakkkkaaaaaa. Mich motiviert übrigens gerade der nahende Frühling und darauffolgende Sommer 🙂

    LG Emma

    • @ Emma:

      Das ist bei mir auch so. Ich werde mich wohl sehr wahrscheinlich wieder nicht mit Badebekleidung am Strand blicken lassen können (denn selbst wenn ich es schaffe, bis zum Sommer noch 30kg abzunehmen, ist das Hautproblem sicher unästhetischer, als die Kilos es selbst waren), aber es ist trotzdem der erste Sommer, auf den ich mich so richtig freue. Mit Haut und Haar. Oder anders: Es war der erste Winter, der mir so richtig zu schaffen gemacht hat … diese graue, trostlose Eintönigkeit habe ich sonst immer gut überspielen können. Dieses Jahr war’s hart, und ich brauchte dafür eine Menge Sommermusik, gutes Obst, beheizte Räume und Phantasie 😉
      Und ich mache auch drei Kreuze im Kalender, wenn mir solche Sachen nicht mehr passieren: Es ist heiß: Die Plage für Dicke.
      Der Sommer ist definitiv zu schön, um sich unwohl in seinem Körper zu fühlen, die Sonnenstrahlen als unangenehm-brennend zu empfinden, und sich faul in seiner kühlen Wohnung zu verkriechen, während alle anderen am Strand das Leben genießen…

      @ Kris:

      Ich finde es toll, dass du mir ähnliche Sachen schon fast ein Jahr sagst – mit einer unerschöpflichen Energie. Vielen, vielen Dank dafür 🙂
      Und diesmal werden die 100 geknackt, ganz bestimmt!

      @ Huppicke:

      Danke für dein liebes Kompliment. Ich freu mich, dass du dabei bist 🙂
      Ja, ich lese das Buch derzeit ein zweites Mal, und werde sicher auf die ein oder anderen Sachen zu sprechen kommen. Weißt du denn im Groben, worum es geht? Ansonsten lässt es sich ja einfach zusammenfassen: Im Gegensatz zu anderen Rohkosternährungen ist hier nicht das Rohsein das allerwichtigste, sondern die Nährstoff-Ratio von 80% Kohlenhydraten, 10% Eiweiß und 10% Fett. Das ist auch in etwa das Verhältnis, was man erreichen würde, wenn man sich rein frutarisch ernährt. Ist bei Graham aber nicht gefragt, da auch alle Aminosäuren abgedeckt werden müssen – weswegen er eine Menge von 500g Grünes pro Tag empfiehlt.
      Darüber muss man sich bei einer Transition-Diät aber erstmal keine großen Gedanken machen. Am besten alles, was man isst in den Cronometer eingeben; dann kann man das alles schön kontrollieren (ich muss mich da auch erst noch genauer einarbeiten).
      Alles weitere, was noch wichtig ist, findet man auch bei Lissa, Fruchtzahn (ich sehe gerade, kennst du ja schon ^^) und Fruchtvegan.

      @ Auriel:

      Bloggst du derzeit auch? Wenn ja, wo finde ich dich denn? ^^
      Ich drücke dir auch die Daumen. Aber wir schaffen das schon – wäre ja gelacht 😉

  2. Ich bin natürlich auch dabei!
    Auch wenn ich selber nicht mehr täglich blogge, dafür komme ich täglich an den Rechner!

    Ich wünsch dir ganz viel Erfolg! Und gräm dich nicht wegen der vergangenen Tage. Sie sind Vergangenheit und du wirst jedesmal besser.
    Ein Schritt zurück und zwei Schritte vor!

    Lieben Gruß
    Kris

  3. Ich möchte auch mitmachen. Ich merke, dass ich 100% roh nicht durchziehen kann und so eine „transition“ hilft vielleicht. Eine warme Mahlzeit abends schlägt auch gleich ein paar Ausreden k.o.
    Ich habe leider dieses Buch nicht. Wenn du Zeit und Lust hast, kannst du vielleicht noch ein paar Grundsätze daraus wiedergeben? (Sonst mach ich einfach zeitversetzt nach.)

    Lese schon länger hier. Ich mag dein blog.
    Freundliche Grüße von Huppicke

  4. Ist bei mir auch so gewesen . komisch ne? Nimmt man 20Kilo ab und keiner sagt was und wenn man dann seit über einem Jahr auf einem Gewicht herumkrebst, kommen plötzlich von allen Seiten Komplimente. Entweder hat sich vorher keiner getraut, oder man selbst hat sich dann erst zum Positiven verändert, wird offener, lockerer, und „hübscher“ (innerlich und äußerlich ;).

    Ich bin auch dabei und mache seit heute auch schon mit (Mittwoch wäre für mich wieder ein Aufschub, der mich faul werden lassen würde).
    Ich drück dir und allen Mitmachenden die Daumen!

    Mich motiviert der bevorstehende Frühling auch – ich lechtze nach Sonne und freue mich zum ersten Mal auf den Sommer (trotz der noch vorhandenen Winterspeck-Frühlingsrollen, da 10-20 Kilo bei mir auch noch weg müssen).

    LG, Auriel

  5. Nein, ich hatte Ende Januar für 3 Wochen gebloggt, aber im Moment ist das wohl nichts für mich. Es hat mich im Alltag ziemlich eingeschränkt, weil alle Gedanken nur darum gekreist sind „Was blogge ich heute, morgen, übermorgen?!?“
    Vielleicht kommt meine Blogzeit noch, aber vorerst bleibt der Blog off.

    Auch ist meine Befürchtung noch zu groß, mich könnte jmd. aus dem Reallife erkennen und Dinge über mich erfahren, die ich dieser Person sonst nie erzählt hätte…
    Klingt vielleicht doof, aber ich bin im Moment nicht fürs bloggen gemacht 😦
    LG, Auriel

  6. Ach weißt du, niemand kann alles sofort umsetzen.
    Ich glaube einfach an dich. Du hast so viel Wissen angehäuft, dass es ein wirkliches Zurück nicht mehr geben wird.
    Weil man nicht aus seiner Haut kann, man weiß eben, was man tut.
    Das heißt nicht, dass man es nie wieder tut…aber eben mit einem anderen Bewusstsein und dadurch wird es weniger, seltener, weniger schlimm.
    Und auch wenn das nicht der direkte K.O.-Weg ist, es ist ein Weg und auch ein guter!
    Besonders dann, wenn es dein Eigener ist!

    Ganz lieben Gruß
    Kris

  7. @ Auriel:

    Kann ich verstehen. Mir ging’s oft ähnlich, gerade am Anfang. Aber irgendwie wächst man da rein, verliert die Scheu und findet es irgendwann ganz normal. Gut, das sage ich aber wohl auch nur so lange, bis irgendwer in meinem Bekanntenkreis die Seite hier findet, sie für komisch hält und mich drauf anspricht 😉

    @ Kris:

    Für dich!

    @ Claudi:

    Dankeschööön. Ich geb mir Mühe 🙂

  8. Hallo Wind im Haar,

    ich habe erst am Freitag deinen Blog entdeckt und bin begeistert. Ich kann mich nahezu zu 100% mit deinen Problemen identifizieren… habe auch eine lange Abnehm- und leider auch Zunehmgeschichte hinter mir. Und immer wieder gibt es einen neuen Anfang.

    Was ich unbedingt loswerden möchte, ist, dass ich finde, dass du ein wunderhübsches Gesicht hast. Kein Spaß. Ich habe auch andere Fotos von dir auf diesem Blog gesehen und diese bestätigen mich absolut in meiner Meinung. Das soll jetzt nicht komisch rüberkommen à la „du hast ja ein hübsches Gesicht, brauchst gar nicht abnehmen“ oder dergleichen. Du hast absolutes Potenzial, frag mich nicht für was! 😉 Ein ungeschliffener Diamant, um es mit anderen Worten auszudrücken.

    Das musste ich jetzt einfach loswerden, vielleicht motiviert es dich oder hinterlässt einfach nur ein schönes Gefühl.

    Klischee-Sätze wie der obige in Anführungszeichen habe ich auch schon ein paar Mal zu hören bekommen. Manchmal haben sie mich etwas traurig gemacht, so nach dem Motto, „wenn de richtig hässlig wärst, wärs ja eh egal mit dem Abnehmen. Aber da du ja hübsch bist, streng dich ruhig mal ein bisschen an, damit der Rest auch passt“.

    Ich hoffe, dass das bei dir anders ist und wünsche dir noch einen angenehmen Abend bzw. Nacht.

    Liebe Grüße

    Tschebureki

  9. Danke Tschebureki … das ist so lieb. Und genau wie du sagst, ein schönes Gefühl. Ich bin nicht besondes eitel, aber ich glaube, sowas schmeichelt jedem. Fühl dich mal ganz lieb von mir gedrückt!

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