Sehnsucht und Hunger

In ihrem Buch „Sehnsucht und Hunger“ erklärt die heilkundliche Psychotherapeutin Maria Sanchez die Ursachen für emotionales Essen.
Wir alle kennen sicherlich die Klischees von „Wenn die Seele hungert“ oder „das Stopfen eines emotionalen Lochs“. Die Frage, warum denn überhaupt ein emotionales Problem vorherrscht, kann dann aber nie pauschal beantwortet werden.

In diesem Buch werden einige Zusammenhänge aufgezeigt, die vielleicht auch nicht vollkommen neu sind, aber die so schön plausibel umschrieben werden, dass sie einem ganz neue Ideen vermitteln.

Es muss nicht immer ein offensichtliches Problem in unserem Leben geben. Nicht jeder Übergewichtige schleppt ein Trauma mit sich herum; nicht jeder ist unglücklich oder hatte eine schlechte Kindheit. Es gibt aber eine Sache, die haben fast alle miteinander gemeinsam; selbst die Schlanken: In unserer heutigen Welt hat kaum noch jemand die Möglichkeit oder auch den Mut, so zu sein, wie er wirklich ist. Äußere Umstände verlangen von uns, dass wir uns anpassen. Dass wir uns fügen, und hier und da in eine Rolle quetschen, in welcher wir uns einfach nicht wohlfühlen.

Das innere Kind

Maria Sanchez spricht in diesem Zusammenhang von unserem inneren Kind, dem konditioniertem Kind und dem verlassenen Kind. Unser inneres Kind ist unser Wesenskern. Es handelt sich dabei um die Person, die wir wirklich sind: Neugierig, frei, mutig und abenteuerlustig. Aber im Laufe unserer Kindheit haben wir lernen müssen, dass wir nicht alle Seiten an uns frei ausleben dürfen, wenn wir in dieser Welt akzeptiert werden wollen. Wir mussten lernen, in den richtigen Momenten ruhig zu sein, uns zurückzunehmen, etwas zu leisten, auch wenn wir keine Lust dazu hatten, nicht alles auszusprechen, was wir denken, unsere Füße still zu halten usw. Wir haben unseren eigentlichen Wesenskern verlassen (= das verlassene Kind), und sind zu einer konditionierten Person geworden. Diese Person hat sich ihren äußeren Umständen zwar gut angepasst, gerät aber immer wieder in Konflikt mit dem verlassenen Kind. Wir nehmen dieses nicht mehr bewusst wahr, aber es klopft unterbewusst ständig an unserer Tür, um uns daran zu erinnern, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Wir nehmen das als bestimmte Emotionen wahr, die wir nicht spüren möchten. Also essen wir.

Ich fand es jahrelang albern, wenn mir jemand sagen wollte, ich äße, um Emotionen zu unterdrücken, weil ich nicht verstanden habe, was Gefühle mit einem vollen Magen zu tun haben sollen. Heute weiß ich es. Esse ich viel Rohkost, dann ist alles so leicht und beschwingt. Folgt darauf eine feste Mahlzeit, die viel Verdauungsarbeit fordert, dann zieht einen das regelrecht runter. Der Körper verwendet seine Energien jetzt darauf, diesen Brocken zu zerlegen, was bei vielen Menschen auch der Grund ist, warum sie nach dem Essen müde werden. Wir beschweren uns, damit der Körper nicht die Kraft hat, seine Energien in Gedanken und Gefühle zu stecken.
Das bedeutet dann nicht, dass wir nicht mehr denken können oder nicht mehr fühlen, aber durch das schwere Gefühl im Bauch und die Anstrengung des Körpers ist alles gedämpfter. Wir stopfen unserem verlassenen Kind also das Maul, weil es zu schmerzhaft wäre, ihm zuzuhören. Oder anders: Weil wir nicht den Mut oder nicht die Kraft haben, etwas an unserer Situation zu verändern.

Um das ganze weniger abstrakt auszudrücken, zitiere ich mal die Autorin:

“Emotionales Essen ist ein Hinweis, dass wir Sehnsucht haben, mehr von uns auszuleben. Bestimmte Erfahrungen aus unserer Lebensgeschichte, negative Glaubenssätze und Verhaltensmuster verhindern dies aber noch.

Wenn ich erst schlank bin

Wer kennt diesen Ausdruck, „Wenn ich erst schlank bin, dann…“ nicht? Ich habe ihn mir schon so oft gesagt. Wenn ich schlank bin, bin ich frei. Dann bin ich glücklich. Dann kann ich sein, wer ich wirklich bin.
Genau hier liegt aber das Problem bzw. hier haben wir den Teufelskreis. Wir werden nicht schlank, weil wir uns mit dem Essen darüber hinwegtrösten müssen, dass wir nicht JETZT sein können, wer wir wirklich sind. Wir müssen also Mittel und Wege finden, in der Gegenwart an unserer Person zu arbeiten; Kontakt mit dem verlassenen Kind aufzunehmen, und ihm genau in diesem Augenblick das zuzugestehen, was es wirklich braucht. Wir müssen erst mit dem Leben beginnen, um schlank zu werden, und nicht darauf hoffen, endlich abnehmen zu können, um richtig leben zu dürfen.

Wie schaffen wir das? Jaaaa, das ist eine gute Frage. Und das große Manko des Buches. Leider gibt Frau Sanchez darauf keine Antwort, sondern verweist ständig auf ihre Seminare. Sie betont mehrmals, dass „Sehnsucht und Hunger“ kein Arbeitsbuch wäre, und dass das Ganze viel zu komplex wäre, um es in schriftlicher Form unterzubringen. Davon bin ich dann doch etwas enttäuscht. Denn der Klappentext verspricht mehr – nämlich das psychologisch fundierte Konzept „Sehnsucht und Hunger“, oder einen innovativen Ansatz, mit dem sie die tieferen seelischen Ursachen behandelt. Fehlanzeige! Ich bin immer noch nicht schlauer, als zuvor, und weiß nicht, wie ich meine Blockaden besiegen kann.

Säuglingsalter und Urvertrauen

Stattdessen schreibt sie ausführlich darüber, dass wir eigentlich fast alle seelisch verkrüppelt sein müssten (das ist zumindest meine freie Interpretation), weil unsere Mütter uns nicht, wie vor unzähligen Jahren die Nomaden, Tag und Nacht bei sich getragen hätten. Dass ein Kind sich in Lebensgefahr sieht, wenn es allein in seinem Bettchen liegt, schreit, und nicht sofort jemand kommt … dass von Anfang an Urvertrauen fehlt, und schon in diesem Alter Grundlagen für emotionale Störungen entstehen. Oder dass unsere Mütter nicht in uns hineinsehen konnten, und uns deswegen wahrscheinlich auch oft Nahrung angeboten haben, obwohl wir wegen einem anderen Wehwehchen geweint haben. Schon da soll also die Verknüpfung entstanden sein, dass Essen Liebe und Geborgenheit bedeutet, und über andere Sachen hinwegtrösten kann.
Aber das ist mir zu weit hergeholt, und viel zu pauschal formuliert. Warum sind wir dann nicht alle extrem übergewichtig? Ich meine, auch ein Blick ins Tierreich verrät, dass der Nachwuchs nicht immer und überall „am Mann“ getragen wird. Wir Menschen haben nun mal keine Beutel wie die Kängurus; wie kann man also zu 100% sagen, dass die Natur es vorgesehen hat, dass der menschliche Nachwuchs Tag und Nacht am Körper seiner Mutter klebt? Und was ist in dem Fall mit der Psyche der Mutter? Aber gut, das ist dann wohl wieder ein anderes Thema 😉

Ich kann mich auf jeden Fall mit dieser Geschichte vom inneren Kind identifizieren, und habe im Laufe meines Lebens ähnliche Erfahrungen gemacht. Immer dann, wenn ich mich frei und glücklich gefühlt habe, und die Gewissheit hatte, dass mir die Welt offen steht, und ich alles tun und lassen kann, was ich möchte, war der Drang, ohne Hunger zu essen, weg. Fühlte ich mich eingesperrt, kontrolliert, bevormundet, oder hatte ich den Druck, gute (schulische) Leistungen bringen zu müssen, war die Sucht, zu essen da. Bezeichnender Weise war ich auch ein sehr schlankes Kind – und habe erst im Laufe der ersten Klasse zugenommen. Die Schule hat mir das Kindsein genommen, und mich konditioniert.

Dieses Wissen allein hilft mir nicht großartig weiter. Aber es ist ein weiteres Werkzeug, was ich in meiner Hand halte. Und ich glaube, damit kann ich arbeiten.

Denn um noch einmal ein Zitat von Maria Sanchez aufzuführen:

“Warum sollten wir uns damit abfinden, niemals zu fliegen, obwohl wir innerlich spüren, dass in uns das Potential dazu schlummert?

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9 Gedanken zu “Sehnsucht und Hunger

  1. Spannendes Thema. Ich kenne das Buch nicht, habe mich aber schon sehr intensiv mit dem Thema „Inneres Kind“ beschäftigt. Ich könnte da nun stundenlang drüber schreiben, lasse ich aber 😉
    Nur soviel: Seitdem ich selbst Kinder habe merke ich (besonders), dass da ein Kind in mir steckt, das gesehen, gehört und gefühlt werden will. Ich arbeite sehr an mir.
    Ein Buch, was ich jedem Menschen empfehlen möchte ist dieses hier: http://www.amazon.de/Der-Weg-K%C3%BCnstlers-spiritueller-Aktivierung/dp/3426870231/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1332956373&sr=8-2
    Es geht nicht wirklich darum, hinterher „Künstler“ zu sein. Sondern sich die Dämonen aus seiner Vergangenheit anzuschauen, negative Glaubenssätze in positive Affirmationen zu wandeln und sich Raum zuzugestehen. Raum um wild zu sein, frei zu sein, kreativ zu sein, man selbst zu sein. Ich habe es mehrfach gelesen und dann vor 2 Jahren endlich auch gearbeitet. Denn das muss man, sonst bringt es nichts. In diesen Wochen ist in meinem Leben mehr passiert, als sonst in 10 Jahren, ohne Witz. Wenn man es ehrlich, mutig und entschlossen macht, kann man sein wahres Potential finden und leben.
    Zum Säuglingsalter und Urvertrauen kann ich nur sagen: Meine Kinder schliefen das komplette erste Lebensjahr im Familienbett, dauergestillt an meiner Brust und hingen tagsüber im Tragesack. Ja, das ist anstrengend, aber auch unglaublich beglückend. Für alle beteiligten. Love und Peace, Fruchtschnitte

  2. Hui, schwere „Kost“ 😉
    Ich war auch als Kind frei, schlank und glücklich. Als ich in die Schule kam, wurde Essen unterbewusst eine Ersatzbefriedigung – etwas, dass ich noch „selbstbestimmt“ genießen konnte, weil mir der ganze Morgen in der Natur fehlte… So bin ich auch dick geworden.

    Sooft habe ich schon den Satz gedacht: „Wenn ich erst mal dünn bin, dann…“ *HASS*

    Auf das innere Kind bin ich schon länger selbst gekommen, weil ich gerne Dinge tun will, die man als Erwachsener einfach nicht macht (auf Mauern balancieren, quer durch das Unterholz streifen, Stöcke sammeln & heim tragen, auf Spielplätzen Schaukeln, Barfuß rumlaufen, etc.) Ich habe erkannt, dass mich diese Gesellschaftskonditionierung zum Erwachsensein zwingt, was ich aber gar nicht will. Aktuell verkaufen mein Mann und ich all unsere Möbel, Bücher, DVD, CDs und sonstigen unnötigen Ballast aus unserem Leben, denn wir glauben, dass dieser äußere Ballast unsere Seele ebenso vollstopft. Andauernd macht man sich Gedanken um Hab&Gut (beim Umzug, bei der Versicherung, beim Putzen)… Minimalismus macht bestimmt fröhlicher – wir probieren es aus!

    Dann haben wir unsere Wohnung gekündigt, ohne eine neue Bleibe in Aussicht zu haben und freuen uns schon darauf, wo es uns hinverschlägt. Die alte Wohnung war 5 Jahre lang Belastung wg. Straßenlärm, Kettenrauchernachbarn, Hundeurin+kot im Treppenhaus und asozialen lautlärmenden Nachbarn.
    Free your mind – ich glaube daran, dass uns diese Komplettsanierung unseres Lebens dabei hilft, uns selbst zu finden. Abwarten 😉

    Auch mit meinem Job hadere ich derzeit. Ich sitze 9h täglich im Büro ab. So kann man es nennen. Es langweilt mich zutiefst und macht mich deswegen unglücklich. Auch wenn ich gut zu tun habe, langweilen mich die Aufgaben und ich will raus in die Natur, oder irgendwas Sinnvolles tun. Doof, wenn man die Midlife-Crisis schon mit Ende 20 schiebt.
    Aber besser jetzt erkennen und eine Lösung finden, als zu spät.

    Nun bin ich etwas abgeschweift, aber all das erklärt mir, warum ich noch dick bin und seit nun Ende 2010 einfach nicht mehr abnehme. All diese Probleme blockieren mich und verstopfen meine Seele… So fühlt es sich an.

    Nun wird einfach mal groß umgekrempelt – nur mit dem Job hadere ich… Das ist die schwerste Nuss, wenn man eine „sichere“ (was ist heute noch sicher, ne?) Stelle inne hat und einfach den Ruf nach Veränderung in sich hört…

    Ich will das innere Kind rauslassen, weil es mir damit besser geht. Aber ich will auch nicht dauernd schräg angeguckt werden…
    Schlimm, ne?

    LG, Auriel

  3. Vielen Dank für deinen Buchtipp, Fruchtschnitte. Es ist gleich auf meinem Wunschzettel gelandet 🙂
    Ich finde es toll, dass du deinen Kindern ihre Portion Urvertrauen mit auf dem Weg geben konntest. Zwar kann ich mir immer noch nicht vorstellen, dass der Grundstein für psychische Störungen dadurch gelegt wird, dass man Kinder beispielsweise in einem Wagen durch die Gegend schiebt, anstatt sie zu tragen, aber um zu wissen, dass dicht bei der Mama bzw. bei den Eltern natürlich trotzdem das Beste ist, braucht man ja kein Psychologiestudium. ^^

    @ Auriel:
    Ich kann mich in alles, wirklich alles, was du schreibst, reinfühlen. Vom Job angefangen bis hin zur Wohnung und dem Minimalismus. Ich hatte ja auch hier schon mal darüber geschrieben, warum ich mich von materiellen Gegenständen eingeengt fühle: Minimalismus als Anstoß, das Leben zu ändern.

    Irgendwas läuft in dieser Welt schief. Klar, wir beiden können da jetzt Pippi Langstrumpf spielen, und sie uns bauen, wie sie uns gefällt … das Problem ist ja, dass man beim Thema Geld eigentlich keine Wahl hat. Haben wir keins, dann sind wir auch nicht wirklich frei – sofern wir uns nicht dazu entschließen, als Aussetzige im Wald zu wohnen 😦

    Es ist wirklich verdammt schwierig, seinen Weg so zu gestalten, dass man sein inneres Kind leben lassen kann. Ein Mittelweg zwischen sich nicht zum Sklaven des Systems zu machen, und trotzdem die Vorzüge der modernen Gesellschaft mitnehmen zu dürfen. Aber ich denke, dass es sich lohnt. Natürlich nicht nur wegen dem Gewicht. Aber genau wie alles andere, hängt ja auch beim Abnehmen alles zusammen.

  4. Zitat: „Dass ein Kind sich in Lebensgefahr sieht, wenn es allein in seinem Bettchen liegt, schreit, und nicht sofort jemand kommt … dass von Anfang an Urvertrauen fehlt, und schon in diesem Alter“

    Da mag was wahres dran sein, man darf es aber auch nicht pauschalisieren. Ab einem gewissen Alter müssen Kinder auch lernen sich selbst zu beruhigen. Also sicher nicht in den ersten Wochen. Aber eine Mutter die bei jedem Pieps hinrennt ist auch nicht gut.

    Denn nach dem wenigen was ich gelesen habe müssen Kinder im Laufe ihrer Entwicklung auch lernen, ein von der Mutter getrenntes Lebewesen zu sein.
    In den frühen Wochen (Monaten?) besteht zwischen Mutter und Kind quasi eine symbiose, die muss auch bestehen, wegen dem Urvertrauen. Das Kind nimmt sich nicht von der Mutter getrennt war. Später muss es aber auch lernen, dass die Mutter auch da ist, wenn sie nicht bei jedem Pieps kommt. Also auch da quasi der Mittelweg. Urvertrauen ist ja noch sehr viel eher für einen Mensch zu wissen „ich bin nicht alleine und muss keine Angst haben, auch wenn nicht sofort jedes meiner Bedürfnisse befriedigt wird“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Symbiose_%28Psychologie%29

    Ist jetzt nur ne Laien-Idee von mir, aber ich könnt mir auch vorstellen, dass gerade zu viel Nähe in manchen frühkindlichen Lebensphasen zu Probleme führt. Wo quasi zu viel Abhängigkeit entwickelt wird. Denn wenn man dann später alleine auf sich gestellt ist vermisst man das und greift zur Kompensation vielleicht auch eher zu „Ersatzbefriedigungen“ wie Essen usw.

    Kritisch kann man den Aspekt sehen:
    Zitat:“Die Schule hat mir das Kindsein genommen, und mich konditioniert.“

    Naja…das klingt so hart, auch wenn es nicht falsch ist. Man könnte auch sagen, man wurde sozialisiert.
    Wer sozialisiert ist muss immer zwischen sozialen und individuellen Bedürfnissen entscheiden.

    wobei ich grad bei Wiki lese, das Konditionierung eigentlich was anderes ist als Sozialisierung O.o
    http://de.wikipedia.org/wiki/Konditionierung

    Da geht es um Reiz-Reaktionsmodelle und Lerntheorie.
    Konditioniert heißt demnach ja nur, dass man bestimmte Muster erlernt hat, wie man auf Reize reagiert. Also dass man z.B. irgendwann gelernt hat, Essen als Ersatzbefriedigung, Gewohnheit usw einzusetzen *grübel*

    (Zumindestens schließe ich das erstmal daraus, hab das Buch ja nicht gelesen)

  5. Dann sind wir uns wohl sehr ähnlich 😉
    Seit Jahren träume ich so vor mich hin und als dann so ein paar Leute durch die medien gingen, die ihr komplettes Leben auf Internetplatformen getauscht/verkauft haben, dachte ich, dass ich auch gerne einfach mal einen kompletten Schnitt machen möchte. Aber natürlich nur mit meinem Mann zusammen.

    Jetzt trennen wir uns erst mal von allem materiellen Ballast, suchen zeitgleich eine neue Wohnmöglichkeit und dann werden wir sehen, wie es weitergeht.

    LG, Auriel
    P.S.: Brauchst du vielleicht noch CDs, Bücher, DVDs oder Möbel? Wir hätten noch Einiges zu verkaufen 😉

  6. @ unkraut:
    Was die Mutter/Kind-Sache betrifft, da stimme ich dir zu. Ich selbst habe zwar keine Kinder, aber ich bin ja das Kind meiner Mama 😉 Und ich weigere mich, ihr mein Übergewicht in die Schuhe zu schieben, nur weil ich nicht Tag und Nacht an ihrem Körper geklebt habe, und weil sie relativ früh wieder in Vollzeit arbeiten gegangen ist.
    Ich hatte eine tolle Kindheit, und mir hat es an nichts gefehlt.

    Ich bleibe da eher bei der Sache mit der Schule. Ob sie mich nun konditioniert oder sozialisiert hat, ist ja, wie du auch rausgefunden hast, nur eine Frage des Begriffs. Im Endeffekt kommt das gleiche dabei raus.
    Ich weiß nicht, warum, aber ich habe immer Schwierigkeiten mit der Schule gehabt. Nicht, was die Leistungen betrifft … bis zur 6.Klasse war ich immer Klassenbeste und wurde als Streberin „gemobbt“ (bis ich dann die Schule gewechselt habe). Aber es hat sich da ein enormer Druck aufgebaut, und ich habe zuhause oft verzweifelt geweint. Heute kann ich das gar nicht mehr nachvollziehen. Aber ich hatte immer Angst. Angst, zu versagen oder was falsch zu machen, und habe immer diese Gewichte mit mir rumgeschleppt,
    Die Zeit, in der niemand Ansprüche an einen gestellt hat, und in der man einfach nur sein konnte, und sich frei ausleben durfte, waren da auf jeden Fall vorbei.

    @ Auriel:
    Bloß nicht 😉 Ich befinde mich ja auf den gleichen Trip wie ihr, und bin die meisten meiner Dinge schon erfolgreich losgeworden. Zwar schmerzhaft, wenn ich sehe, dass ich pro Buch um die 10-20 Euro ausgegben habe, und jetzt nur noch zwischen 0,50 und 1 Euro für die besten und neuesten Exemplare bekomme, aber gleichzeitig auch unheimlich befreiend!
    Ich bin wirklich froh, dass ich mittlerweile erkenne, dass Besitz auch immer Ballast ist. Noch vor zwei Jahren hätte ich alles gehortet, was man irgendwann irgendwie gebrauchen könnte … und was günstig zu haben ist.

  7. Huhu Cookie,
    ich habe da ein ähnliches Buch gelese, es heißt: Warte nicht auf schlanke Zeiten. Aber was du an deinem Buch bemängelt hast, dass es keine Lösungsvorschläge gibt, ja das steht in dem Buch auch nicht. Aber es sind dort viele Visialisierungs-Aufgaben drin, die dann für das ein oder andere Aha-Erlebnis sorgen. Und ich finde schon das Wissen erstmal viel helfen kann. Das ist doch der beste Einstieg und ich bin stolz auf dich, wenn du das schon erarbeitet hast 🙂
    Liebste Grüße,
    Kirsche
    (P.S.: wo lebst du eigentlich?)

  8. Huhu Kirsche! Ja, ich freue mich auch über neue Erkenntnisse, Anstöße und Inspirationen. Bei diesem Buch fand ich es nur schade, dass so viel versprochen wurde … so als würde einem nun endlich DAS Konzept vorgelegt, auf das alle so lange gewartet haben, und das ein und für allemal wirkt. Dabei ist es einfach nur ein Ansatz von vielen, der grob umrissen wurde, und der vielleicht funktionieren KÖNNTE, je nachdem welchen Zugang man dazu findet. Eigentlich ist es nicht mehr, als Werbung für ein Seminar.
    Für mich bleibt das alles Theorie. Wirklich damit arbeiten kann ich derzeit nicht.

    Ich lebe in Rostock. Und du?

  9. Auf Radio Bremen ist Maria Sanchez nun öfter zu hören: morgen 04.01.14 9.05 Uhr bzw. 08.01.14 13.05 Uhr. Ab 11.01.14 dann jeweils alle 14 Tage von 12.00 bis 13.00 Uhr für alle die es interessiert :o) liebe Grüße!

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