Which Road Do You Choose To Travel?


Bei mir hat sich einiges geändert. Ich habe seit kurzem einen neuen Job. Nicht unbedingt einen besseren, aber vielleicht – man wird es sehen – das kleinere Übel. Das Gute daran: Ich verdiene (vielleicht) etwas mehr Geld. Das Schlechte: Die Arbeitszeiten sind katastrophal (teilweise bis Mitternacht), und die Arbeitsbedingungen etwas schwierig. Das heißt, ich kann nicht mal eben Pause machen, wenn mir danach ist, und auch Toilettengänge sind nicht ganz so unkompliziert möglich.

Wie setzt man dahingehend eine Obst-Ernährung um? Esse ich zu wenig, dann habe ich kurz darauf wieder ein Loch im Magen; kann dann aber nicht einfach noch eine Pause machen oder einfach was nebenbei futtern. Esse ich zu viel bzw. ausreichend, dann würde ich bestimmt drei Mal pro Stunde aufs Klo müssen … was so einfach nicht funktioniert. Zumindest in der Anfangszeit sollte ich mich wohl etwas zusammenreißen.

Nicht zuletzt stellt sich auch die Frage, was die Kollegen wohl davon halten würden, wenn man mit riesigen Smoothie-Behältern ankommt. Oder zwei Melonen mitbringt, und dann eine riesige Schüssel davon verspeist, etwa:

Oder noch besser – meine riesige Schüssel mit zwei großen Zucchinis, drei Mangos, 2 Händen voll Spinat und vielen Erdbeeren (wirklich super lecker!):

Die halten mich doch für bescheuert?
Ja, prinzipiell bin ich selbstbewusst, und hätte kein Problem, zu meinem Anderssein zu stehen. Aber dann kommt da der Aspekt meiner Figur. Ich habe keine Lust darauf, dass man denkt „Die isst nur Obst? Dann macht die nachts sicher immer einen Rundumschlag, sonst könnte sie ja nicht so aussehen“ oder auch: „Obst ist ja schön und gut. Aber diese Mengen? Kein Wunder, dass man dann irgendwann so aussieht wie sie.“
Und nein, mir ist nicht grundsätzlich egal, was andere über mich denken. Denn ich finde die Leute cool, freue mich darauf, sie näher kennenzulernen, Spaß zu haben und einfach dazu zu gehören.

Ich habe die letzten Tage lange hin und her überlegt, wie ich es denn nun mit dem Essen am besten machen könnte: Es sollten viele Kohlenhydrate sein, aber kein Gluten, und möglichst auch nicht übermäßig viel Fett.
Brot und Brötchen wären einfach, schmecken in der glutenfreien Variante aber ziemlich furchtbar. Außerdem bräuchte man dann auch einen Aufstrich … wo man wieder beim Fett wäre.

Reis, Hirse, Kartoffeln und Quinoa sind auch tolle Ideen. Aber ich hätte auch keine Lust, jeden Tag vor der Arbeit zu kochen.

Was also tun? Die Lösung war dann zum Greifen nah. Eigentlich ist es total einfach. Warum sollte man nur zwischen Obst, Gemüse und gekochtem glutenfreien Getreide wählen, wenn es doch auch noch Folgendes gibt:

Richtig. Müsli. Und zwar in unzähligen Varianten – als Porridge, oder zum Knuspern, mit Mandelmilch oder Hafermilch, mit frischem Obst oder Trockenobst, mit Smoothies und Fruchtmus, Zimt oder Vanille, Maca- oder Matchapulver usw.
Es gibt soooo viele Möglichkeiten sich auszutoben, und dafür braucht man weder Nüsse, noch Olivenöl oder Avocados.

Ich gebe ja zu, dass es nicht gerade ideal ist, sich mit Hafer vollzustopfen, aber ich finde es vorerst einen tollen Mittelweg, viele Kohlenhydrate zu essen, und dabei seinen Fettwert nicht zum explodieren zu bringen.

Die strengen „Graham’schen“ 10% werde ich zwar wohl trotzdem nicht einhalten können, weil ich dann nur selten auf meinen Kalorienwert kommen würde, und ich keine Lust habe, zu hungern. Aber es muss ja trotzdem nicht sein, dass ich alles irgendwo brate oder mit Öl verfeinere.
Avocados und Nussriegel wie Lärabars oder Raw Bites werde ich mir in der ersten Zeit aber nicht verbieten. Zumindest so lange nicht, bis ich ernährungstechnisch endlich mal einen Rhythmus gefunden habe, der alltagsgerecht ist, und sich gut durchhalten lässt.

Ich möchte, was mein Essen, aber auch alles andere betrifft, endlich mal bei mir ankommen, und nicht immer von einem Extrem ins nächste schwanken.
Vielleicht habe ich endlich mal die Chance dazu. Alles auf Neuanfang!

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10 Gedanken zu “Which Road Do You Choose To Travel?

  1. Wow, einen neuen Job – Gratulation.
    Ich überlege immer noch hin & her…

    In welcher Branche hat man denn solche Arbeitszeiten?

    LG, Auriel

  2. Liebe Mrs. Cookie (gibt es eigentlich auch einen Mr. Cookie?), ich bin ehrlich gesagt ein bißchen sprachlos. Du schreibst:

    „Ich habe seit kurzem einen neuen Job. Nicht unbedingt einen besseren, aber vielleicht – man wird es sehen – das kleinere Übel. Das Gute daran: Ich verdiene (vielleicht) etwas mehr Geld. Das Schlechte: Die Arbeitszeiten sind katastrophal (teilweise bis Mitternacht), und die Arbeitsbedingungen etwas schwierig. Das heißt, ich kann nicht mal eben Pause machen, wenn mir danach ist, und auch Toilettengänge sind nicht ganz so unkompliziert möglich.“

    Warum hast du dich für diesen Job entschieden, der nicht besser ist, als dein letzter? Warum weisst du nicht, ob du mehr verdienst? Und die Arbeitszeiten – oh weia.

    Ich weiss gar nicht, was ich dir da wünschen soll. Dass du es irgendwie „aushältst“? Am liebsten würde ich dir wünschen, dass du einen Job suchst und auch findest, mit tollen Konditionen, lieben Kollegen und perfekten Arbeitszeiten.

    Aim high!

    Alles Liebe von der Fruchtschnitte

  3. @ Auriel:
    Ich arbeite im Kundenservice für einen großen Energiekonzern. Wenn ich Pech habe, wird sogar noch eine Nachtschicht eingeschoben, weil derzeit so ein großes Anfragevolumen aufgrund von Preiserhöhungen herrscht, und die ganzen Anfagen ja auch irgendwann abgearbeitet werden wollen.
    Eine sehr stressige Sache. Aber mit späten Arbeitszeiten habe ich eigentlich kein soooo großes Problem. Zumindest, wenn nicht ständig Schichtwechsel ist 🙂

    @ Fruchtschnitte:
    Danke für deinen lieben Kommentar 🙂 Aber es ist nicht ganz so schrecklich, wie es sich anhört. Zumindest von den Leuten bin ich bisher total begeistert … alle sind auf du und du, ziemlich lustig, und haben total unterschiedliche Lebensläufe.

    In der Branche werde ich ganz bestimmt nicht alt, aber erst mal hilft es mir weiter. Ich kann nicht ganz so wählerisch sein, denn ich habe mein Studium leider nicht bis zum Schluss durchgezogen, und stehe faktisch ohne Abschluss da. Aber das ist noch mal eine andere Geschichte.
    Geld ist Geld, und ich bin zufrieden, wenn es ein bisschen mehr ist, und der Job ein klein wenig mehr Spaß macht bzw. etwas mehr Rhythmus in mein Leben bringt.

    @ Biofee:
    Eine schwierige Frage. Finde ich meinen Körper schön? Leider nicht. Und ich glaube auch niemandem, der etwas anderes behauptet. Dick sein ist eine Sache, aber Cellulite, Schwangerschaftsstreifen und schlaffes, fast hängendes Gewebe? Öh, naja…
    Aber habe ich mich und meinen Körper lieb? Auf jeden Fall! Und sehe ich Potential? Jawoll.
    Insgesamt kann ich also schon sagen, dass ich meinen Körper mag.

    Warum fragst du? Findest du, ich lege selbst-destruktives Verhalten an den Tag? ^^

  4. Hi, erst mal Glückwunsch zum neuen Job.
    Ich wünsch Dir einen guten Start und dann einen noch besseren ruhigeren Alltag.
    Ich hatte das mit den unregelmäßigen Lebenszeiten auch schon mal; für meine Haut und Fitness war das nicht so gut.
    Versuch halt, auf genügend Schlaf zu achten.
    Und überleg Dir trotzdem einen guten Konter, falls doch mal ne blöde Bemerkung kommt, zur Ernährung, Figur, etc. Hinterher ärgert man sich, weil man es in dem Moment nicht präsent hatte – und grad in Streßsituationen passiert es eben früher oder später garantiert. Immerhin hast Du mit Deiner Methode ja schon einiges abgenommen, also…

    Zum unleckeren glutenfreien Brot: Stimmt für mich beim Abgepackten leider auch immer. Schmeckt oft merkwürdig süßlich, wird immer mehr im Mund, und geht von der Textur eigentlich nur getoastet.
    Selber backen (Hammermühle Back-Mix Mischbrot ist grad mein Fav), portionieren, einfrieren. Mit reifen!;-) Kiwis, pikantem Bananendip, Tomate, Gurke belegen. Ist halt eher so n Sonntagsding, aber nett, es dazuhaben.
    Am besten gleich noch ein paar Gemüse/Getreidebörger mitbacken (einzeln auftauen und dann kalt essen oder im Toaster aufwärmen. Geschmack gleich mit reinbacken = Belag überflüssig).

    Mit Deinen geplanten gepimpten Shakes/Smoothies wirst Du ja wohl kaum auffallen, das nutzt doch heute fast jede in irgendeiner Form.

    Und auch sonst: vorbereitet sein ist alles 🙂

    Viel Glück, Katja

  5. Hallo wind im haar, wieso ich das gefragt habe? Ich hatte irgendwie das Gefüh, dass dir dein Körper dabei hilft, doch nicht mögen zu müssen. Hört sich jetzt vielleich total blöd an, ich weiß. Aber vielleicht kannst du ja etwas damit anfangen. Auf jeden Fall scheinst du ja zumindest der Ansicht zu sein, dass du und andere dich mehr mögen würden, wenn da nicht diese Figurproblematik bestände. Dein Körper verhindert aber das Gemögt werden und unser Körper ist immer auf unserer Seite. Liebe Grüße Biofee

  6. Wie siehts eigentlich mit Sport aus?
    Wenn es mit der Ernährung schon nicht immer so klappt, könntest du doch da eventuell was drehen?

    Lg

  7. @ Katja:
    Selbst backen fällt bei mir leider immer weg, da ich keinen Ofen habe. Aber sooo schlimm ist es eigentlich nicht. Brot ist nur so eine Gewohnheitssache, die man sich ganz schnell abtrainieren kann, wenn man ausreichend Kohlenhydrate in anderer Form bekommt.
    Und bei Brot tendiere ich auch immer zu fettigen Aufstrichen, während man Reis/Hirse/Quinoa schön mit Gemüse, und Müsli mit Obst und Fruchtpürrees servieren kann 🙂

    @ Caro:
    Ja, wichtiges Stichwort. Der Sport fehlt mir leider noch immer. Ich verstehe ehrlich gesagt selbst nicht, warum das so eine riesige Blockade bei mir ist. Ich habe es mir schon so oft vorgenommen, und mich dann kurz vorher wieder gedrückt … einfach weil ich mir doof vorkomme. Ist natürlich völliger Quatsch, *seufz*, ja, aber das liebe Unterbewusstsein und so…

  8. Ich drücke dir die Daumen mit dem Job und deinen Kollegen. Auf dass es besser ist, als es zunächst den Anschein macht.
    Und deine Idee mit Müsli ist super. Kann man wirklich sehr abwechslungsreich zusammenmischen und vorallem gut mit frischen Zutaten kombinieren. Dass du keine rießigen Schüsseln mit zu deiner Arbeit nehmen möchtest kann ich verstehen. Aber wenn du deine Kollegen etwas besser kennst, kannst du das ja einfach mal ansprechen und dann zur Abwechslung doch mal mit einer Melonenschüssel aufkreuzen.

  9. Oh man, dass ich darauf noch nicht gekommen bin! Müsli in der Mittagspause…Geht schnell, ist unkompliziert, hat viele Kohlehydrate und wenig Fett. Ideal. Nimmst Du dann Hafermilch dazu? Ich glaube, das mache ich ab morgen auch so. Danke für den Tipp! 🙂

    LG, Julia

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