Die Erdbeer-Frage

Ich habe heute 500g leckere Bio-Erdbeeren für 2,95 Euro bekommen. Die konventionellen aber lokalen Erdbeeren aus dem Nachbarort, die in diesen süßén Erdbeerständen verkauft werden, kosten aktuell 2,70 Euro das Pfund.
Preislich gesehen ist da gar kein großer Unterschied. Geschmacklich auch nicht.

ABER: Bei den Bio-Erdbeeren besteht die Möglichkeit, dass sie durchs ganze Land gekarrt wurden (im Biomarkt wusste man nicht genau woher, nur dass sie eben aus Deutschland kommen), während die anderen ein waschechtes lokales Produkt sind.

Was also machen? Bei (fast) gleichem Preis mehr Wert auf das bio oder auf das lokal legen?
Wofür würdet ihr euch entscheiden?

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13 Gedanken zu “Die Erdbeer-Frage

  1. Ich bevorzuge lokale Produkte. Hier in Dubai treibt das Bio manchmal sehr merkwürdige Blüten (wenn es überhaupt Bio gibt), da kann man per Luftfracht eingeflogenen französische Bio-Eier kaufen…mach ich aber nicht. Die lokalen sind bestimmt nicht so gut, aber Eier durch die halbe Welt fliegen, dass widerspricht meiner Vorstellung von Bio….

  2. Da ist ja auch die Frage, was Bio bedeutet… wenn es sagt, dass dabei keine Pestizide gebraucht wurden und das dann bei lokalen Erdbeeren doch der Fall ist, würde ich denke ich Bio nehmen. Kann man das irgendwo rausfinden?

    Liebe Grüße,
    Steffi

  3. Hey Mrs. Cookie, ich wäre dann persönlich auch bei den lokalen Erdbeeren. Mal abgesehen davon, dass ich außer den paar großen Marken aus dem Bioladen dem Siegel „Bio“ ohnehin nicht so ganz traue, sind die lokalen Produkte einfach frischer.

    Liebe Grüße!
    Lissa

  4. Hier um die ecke, 15 min Fußweg kan man Erdbeeren am Erdbeerstand kaufen 2,5 KG Korb 12,50 euro oder man kann auch selber pflücken, dann kostet 1 KG 3 euro.

    Ich weiß leider nicht genau , mit was dort gespritzt wird. Hab den Bauern wegen der Äpfel gefragt und er meinte irgendwas von Neemöl undnoch irgendwas was ich wieder vergessen hab. Er sagte das er schon Herbizide, Pestizide, Insektizide einsetze, aber halt so wenig wie möglich, weils hier auch wenig Schädlinge gebe. Aber nicht vor der Blüte gespritzt wird (oder wars umgekehrt, von der blüte an klingt eher schlecht)

    Wegen Wachsbehandlung hab ich gefragt, er sagte das mache man nur wenn die Äpfel Exportiert würden. Sonst sind ausländische Äpfel, die nicht in Deutschland angebaut wurden nichtmal unbedingt immer vegan. Muss zwar dranstehn wenn sie so behandelt wurden, aber ich trau dem nicht so. Hab bei Kaisers wirklich mal so ne Kennzeichnung gesehn, aber sonst steht da nie genau mit was etwas behandelt wurde, aber glaub nicht das es dann immer unbehandelt ist.

    Ich finde grundsätzlich Regional auch viel besser, im Biomarkt gibts zwar auc ein paar Regionale Sachen aber man weiß nie wie weit fie zur Umverteilung auf einzelne Filialen noch hin und her gekarrt werden. Aber es gibt wirklich auch Regionales Gemüse vom Bauern aus der Nachbarstadt im Biosupermarkt oder man kauft Gemüse vom Bio Marktstand , der baut auch direkt in meiner stadt an.

    Von den Preisen her wird man aber sonst nirgendwo erdbeeren zu dem preis bekommen , und keine Polnischen hilfsarbeiter mussten für einen pflücken. Äpfel gibts im Biosupermarkt auch günstigere, die Backäpfel kosteten das selbe wie die Backäpfel vom Bauern. = etwa 1 euro. Der kleinere bioladen , der seine sachen nur aus einem einzigen Tal aus der Region bezieht, in dem mehrere demeter Bauernhöfe die benachbart sind liegen dagegen hat viel höhere Preise bei den Regionalen sachen. Äpfel 3,50/KG , Blutorangen dagegen nur 1,80 euro, Regionales ist wohl teurer. Obwohl es auch orangen um die 3 euro dort gibt, preise schwanken tagesabhängig.

    Im 30 Bananas Forum sagten einige Leute , ich solle sowas wie womit wurde es genau gespritzt bzw. besser noch unbehandelt schon vorher wissen bevor ichs esse. Ich weiß garnicht , ob mir das soviel nützen würde, weil ich die Schädlichkeit einzelner Mittel net erahnen kann. Aber wenn ichs nächte mal abin werd ich versuchen nochmal genau nachzufragen. Ich weiß natürlich das einem das so genau niemand gerne sagt, aber wenn er zu seinen Produkten steht vielleicht doch.

    Aber vom Bauern is allemal frischer, dessen Backäpfel haben zwar so einzelne Macken, aber ganz ok und viel reifer :=) was wichtig ist. Werden wohl auch noch Lageräpfel sein die jetzt noch da sind ? Die Erdbeeren die man sonst so kauft leiden ja schon ziemlich unterm transport.

    Bin gerade etwas unsicher, weil dort im 30 Bananas Forum alle sagen, ne lieber bio, dann regional, könnte ja nochmal fragen was er benutzt, aber ich weiß ja im prinzip das es behandelt wird und nur das man versucht möglichst natürliche mittel einzusetzen, wieviel künsliche mittel davon in die frucht gelangen weiß amn net.

    Was denkt ihr darüber, muss man so genau wissen womit einzelne sachen behandelt wurden oder sollte man da lieber vertrauen haben und sich freuen das es Regional ist und der Bauer zudem mehr von hat als wenn ers an Supermärkte verkauft die den preis drücken werden ?

  5. Ich würd die Erdbeeren nehmen, die weniger Druckstellen haben bzw bei denen man nicht 10-40% von vorneherein Wegwerfen muss. (Wird bei beiden Preisen eher weniger der Fall sein).

    Ich achte nicht sonderlich auf bio, dagegen versuche ich um so mehr drauf zu achten dass die Erdbeeren aus Deutschland kommen (wenn ich frische kaufe).
    Das liegt daran dass ich Discounter-Ware kaufe und Erdbeeren außerhalb der Saison und Außerhalb von Deutschland häufiger mal wässrig schmeckten und ich mir vorstellen kann, dass die über die Reise schneller schlecht werden, oder gar weniger reif geerntet werden weil sie es sonst nicht überleben werden.

    Auf der anderen Seite ernähre ich mich nicht hauptsächlich von Obst und Gemüse, in dem Fall wäre das sicher noch was anderes. Wenn ich mir mal Erdbeeren kauf teile ich sie mir auf 3-5 Tage auf. Selbst wenn die nicht Bio sind, ist die Menge möglicher Pestizide nicht so groß, dass ich mir sorgen machen müsste.

    Naja, und Bio und Öko sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
    Das eine sagt was über den traditionelleren Anbau aus, das andere über die Umweltverträglichkeit.
    (Hatten nicht manche Vereine wie Demeter noch ihr eigenes Siegel, gerade weil sie mit den Bedingungen fürs Bio-Siegel nicht einverstanden waren? Weiß jetzt garnicht ob das genau diese Debatte war oder andere Gründe hatte)

  6. @ Steffi:
    Ich kann ja nächstes Mal beim Erdbeerhäuschen mal fragen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob die Verkäufer das auch wissen. Oder ob ihnen nicht irgendeine Ausweichantwort in die Hand gegeben wurde, dass sie das Ganze irgendwie umgehen oder die Schädlichkeit von gewissen Chemikalien kleinreden können.
    Ich denke aber schon, dass dort Pestizide verwendet werden. Andernfalls könnte man in der Richtig ja viel aktiver Werbung machen.

    @ Ken:
    Fragen kostet ja nichts. Aber ich persönlich mach mir da keine großen Hoffnungen, auch kompetente Antworten zu bekommen. Zum einen weil im Normalfall seltenst die Hersteller selbst verkaufen, zum anderen, weil eine komplett ehrliche Antwort ja auch geschäftsschädigend wär. Ich glaube, manchmal will man es gar nicht so genau wissen. Ich meine, wer kann sich schon alles in bio leisten? Von der Verfügbarkeit mal ganz abgesehen.
    Ich weiß nicht, inwiefern einen das weiterhelfen sollte, wenn man weiß, was womit gespritzt wurde. Ich sehe es wie du: Da irgendwelche Unterscheidungen zu treffen, was noch im Rahmen, und was dann doch schon zu viel ist, das können wir als Nicht-Fachleute und Nicht-Chemiker sicher schwer beurteilen.

    @ Fruchtschnitte:
    Danke für die Dirty Dozen und Clean-Liste. So eine chice Übersicht hatte ich schon länger gesucht 🙂
    Was den anderen Artikel betrifft: Irgendwie ist das genauso, wie die Health-Themen, die mal abwechselnd Kaffee in den Boden reden, und ihn dann wieder wegen seiner positiven Gesundheitseigenschaften loben. Man weiß nie, woran man ist. Kürzlich habe ich noch irgendeinen Artikel gelesen, in dem stand, dass deutsche konventionelle Äpfel überwiegend sogar mehr belastet wären, als die, die von Neuseeland eingeflogen werden. *seufz*

  7. Nunja, ich mach mir darüber ob Pestizide eingesetzt werden, schon deswegen oft Gedanken weil ich Erdkunde LK hab und da auch alles über biologische Landwirtschaft und welche Auswirkungen konventionelle hat lerne.

    Bei den Mengen an Obst die ich mit HCRV 80/10/10 verzehre sollte ich da eigentlich mehr drauf achten. Andererseits ist mir der Bezug zu den Lebensmitteln, zu wissen das das hier um die ecke angebaut wurde und so ziemlich wichtig.

    Ich hab mich nur nun so entschieden, das ich nicht genauer nachfragen werde, weil mir die Information was drauf ist allein nix nützt, wahrscheinlich ist nämlich irgendein harmlos klingendes mittel genauso gefährlich wie Glycophosphat (Round up u.a.). Dazu müsste ich wissen wie sehr das Mittel verdünnt wird, wie oft gespritzt etc. Ob die Erdbeeren vom Feld genascht nun schlimm sind weiß ich natürlich net, waschen is mir schon lieber.

    Aber ich achte auch drauf wie mir das bekommt, bei manchen Obstsorten wie Kaki hab ich schon manchmal den Eindruck man merkt das es sehr gespritzt wird. Kribbeln im Mund, obwohl die Früchte nicht sauer sind.

    Ich werd mal sehn wie ich mich entscheide mit Bio oder nicht. Die Äpfel gibt’s eigentlich auch in Bio für 1 euro/KG, aber halt nicht in ausreichenden mengen. Aber Äpfel sind eh nicht so Nährstoffreich und es ist ziemlich schwer davon genug zu futtern.

    Aber die Erdbeeren sind frisch gepflückt Preislich unschlagbar. 3 euro pro KG , das lohnt schon obwohl man natürlich viel mehr davon isst als von anderem und somit wieder teurer wird.

    Ich glaub auch nicht, das man da im Detail gesagt bekommt welche Pflanzenschutzmittel benutzt werden, allenfalls die Biologischen Mittel wie Neem Öl und die weniger gefährlichen, doof das selbst die biologischen mittel fürn bioanbau oftmals von Bayer oder BASF vertrieben werden. Kupfer z.B. wie im weinanbau ist von Bayer.

    Zu Demeter Richtlinien:

    – also mit der vorgeschriebenen Tierhaltung stört mich und den Esoterischen Ritualen wie Hörner verbuddeln, Kuh Magen eingraben (das ist wirklich so, steht auf deren Website in Demeter Richtlinien oder ner Anleitung zum Anbau)

    Diskussion dazu gibt’s hier: http://www.vegan.at/forum/YaBB.pl?num=1223055880/3 (irgendwo ist da auch der link zu der Kuhmagen einbuddle Geschichte)

    -Andererseits sind dort nur 40 KG Dünger im Jahr /ha erlaubt
    – künstlich chemische Phytorate oder so,also auch Spritzmittel sind nur im Gartenanbau zugelassen (weiß nicht genau was es heißt, sind sicher schon andere mittel)

    Die Kuhmägen und Hörner sind sicherlich von Tieren die eh geschlachtet worden wären, und Tierhaltungsbedingungen sind dort ja schon besser, dennoch gruselt es mich bei dieser Geschichte etwas. Gemüse das auf Kuhmägen aufwuchs ? oO

    Naturland Richtlinien z.B.:

    – garkeine künstlich chemischen Mittel/Zusätze

    – aber 112 KG Dünger pro Jahr und Hektar

  8. @ unkraut:
    Achso ja, ich hatte ich vergessen – mit Demeter und Co. kenne ich mich leider gar nicht aus. Ich hab auch irgendwie „Angst“, mich da weiter zu informieren, weil ich mich nicht verrückt machen möchte, und weiter guten Gewissens an das Bio-Siegel glauben will. Wenn nicht mal mehr das vertrauenswürdig ist, welche Wahl hat man denn als Verbraucher noch? :/

    @ Ken:
    Gut, mit 80/10/10 isst man mehr Obst. Aber ohne 811 mehr Getreide, Milch oder Milchersatzprodukte, Fleisch oder Fleischersatzprodukte… Vielleicht sollte man im Blick behalten, dass die Lebensmittel genauso verunreinigt sind. Auch da kommen teils Pestizide zum Einsatz – oder Antibiotika. Und anders als die landläufige Meinung lassen sich chemische Rückstände so gut wie nie „auskochen“. Ganz im Gegenteil – oft ändern sie dadurch noch ihre Struktur, und wirken anders als die eigentliche Substanz, die getestet wurde.
    Einfach nur zur Relation, dass man sich da nicht unnötig Angst macht.

    Ich hab mal gelesen, man sollte sein behandeltes Obst mit Apfelessig waschen, damit sich ein Teil der Pestizide löst. Und auch, dass es ein spezielles Reinigungsmittel gibt, mit dem man z.B,. gespritzte Äpfel abwaschen kann. Da werde ich mich die Tage mal belesen.

  9. @WindimHaar

    Nun ich bin eh schon seit fast 3 Jahren veganer, und viele „Ersatzprodukte“ (Ich mag den Namen nicht, denn man ersetzt ja im prinzip nichts, weils eigenständige Lebensmittel sind, Seitan gibts seit ewigkeiten in Süd Ost Asien und Mandelmilch ist in Spanien sehr beliebt) sind ja eh oft Bio. Die Gefahr durch Fleisch ist da schon größer, Salmonellen, Ehec (ja genau die keime die man auf gemüse vermutete, aber die gibts seit Jahreeeennnn in den USA und tauchen dort überwiegend in der Burger Produktion für fast Food Ketten auf, wurde schon oft gewarnt da sKinder es nicht essen sollen,weil ihr Immunsystem empfindlich ist und schon viele Kinder dran starben, aber man macht nichts dagegen)

    Mit dem Obst Reinigungsmittel hab ich auch gelesen, ich benutz meist einfach möglichst sparsam und mit gut abspülen danach -mein Bio Spülmittel.

    Ich fühl mich die meiste Zeit mit so viel Obst ziemlich Top Fit, ich bild mir ein das mans merkt wenn mans nicht so gut verträgt, ist bei manchen Obstsorten so -könnte an der Pestizidbelastung liegen, das wird in anderen EU Ländern wie Italien, Spanien oder der Türkei nicht so gut kontrolliert und es sind schlimmere Mittel im Einsatz als hier.

    Wenn ich dagegen viel Hülsenfrüchte, Brot, Nudeln oder so ess hab ich oft am nächsten Morgen heftige Erkältungssymtome. Verstopfte Nase beim aufwachen usw. So schlimm kanns also bei konventionellem obst nicht sein. Mit der Strukturveränderung durch kochen hast du Recht, man sagt auch das man Gemüse mit schimmligen Stellen die man abgeschnitten hat (Schimmel ist ja dennoch drin) erst rechzt nicht gekocht essen soll, weils das noch toxischer wirkt. Waschen soll eh nicht viel bringen, weil die Stoffe sich ja im Gewebe anreichern, vielelicht ist das sogar beabsichtigt, so das die Insekten es nicht mehr mögen wenn sie reinbeißen, insofern sollte ich nochmal hinterfragen ob konventionell wirklich so ok ist.

    Das EU Bio Siegel ist in der Tat ziemlich verwässert:

    http://www.naturland.de/richtlinien.html#c303 Unter Tabelle Naturland EU Richtlinienvergleich

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