Kochfaul

Einkaufen, waschen, schnippeln, kochen, braten, anrichten, essen – allein – abwaschen, wegräumen, uff. Ein Outing: Ich hasse es. Ich habe lange gebraucht, mir das einzugestehen, aber es ist eine Katastrophe. Nicht zuletzt auch, weil meine Küche eine Katastrophe ist. Nicht größer als drei Quadratmeter, fensterlos und hoffnungslos zugestellt mit Geräten. Ich habe keine freien Ablageflächen mehr, und wenn ich etwas zubereiten will, endet es entweder damit, dass ich anfange, alles umzustellen, oder mich gleich auf dem Fußboden ausbreite:

Lange Zeit habe ich gedacht, ich würde es lieben, Essen zuzubereiten und immer neue Varianten auszuprobieren. Auf jeden Fall habe ich es geliebt, durch die Regale des Biomarkts zu stöbern, viele bunte Sachen in meinen Korb zu werfen, und mir vorzunehmen, ein Rezept dafür zu finden. Aber irgendwann habe ich mich gewundert, warum mein Vorratsschrank immer voller wurde, ich diese Vorräte aber so gut wie nie verwendet habe. Buchweizen, Sojamehl, Wildreis, Reisflocken, Curry, Cayennepfeffer usw. – alles unangetastet. Und ich sehe es auch schon kommen, dass alles genau in dem Zustand ablaufen wird.

Ja, kochen und Essen zubereiten macht Spaß. Aber nur in meinem Kopf. Und in meinem Kopf habe ich eine große Landhausküche, Sprossenfenster mit Blick in den Kräutergarten und auch eine liebe Person, die ich bekoche.

In der Realität wartet nur meine enge Abstellkammer auf mich:

Meist läuft es so ab: Ich habe Hunger – ich brauche Essen – schnell. Ich matsche mir etwas mehr oder weniger Appetitliches zusammen, und schlinge das dann schnell in irgendeiner Ecke mit dem üblen Gefühl, dass gleich noch der Abwasch auf mich wartet, runter.

Um mir das zu ersparen oder zu vereinfachen, esse ich oft auswärts. Am liebsten veganen Döner. Oder kaufe etwas an der Salatbar und veganes Fertigfutter. Sogar Falafeltaler esse ich dann lieber kalt aus der Packung, als sie kurz in die Pfanne zu werfen.

Meist ist es bei mir auch noch so: Das, was andere zubereitet haben, und sei es noch so simpel, schmeckt besser als meine eigenen Kreationen. Und wenn es nur ein trockenes Brötchen ist… Wenn die Faulheit zu groß wird, ist einfach alles verlockender.

Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum ich mich so zu 80/10/10 hingezogen fühle. Einfach Obst nehmen und essen wie es ist, oder schnell irgendwas im Mixer zusammen zaubern. Besser geht es ja eigentlich nicht. Der Haken: Das Ganze ist auf Dauer einfach zu teuer. Und so komme ich auch hier nicht drum herum, zumindest abends trotzdem irgendwas in den Topf zu werfen.

Zu Weihnachten habe ich mir einen Crockpot (auch Slowcocker genannt, auf dem Morphy Richard Karton auf dem Bild unten könnt ihr ihn sehen) gewünscht. Da wirft man einfach alle Zutaten rein, schaltet ihn an, und kann sie dann einige Stunden unbeaufsichtigt vor sich her“köcheln“ lassen. Aber ob ihr es glaubt oder nicht; das Gerät ist noch nicht mal ausgepackt:

Gott, ich fühle mich schlecht!

Kein Wunder, dass ich nicht vorankomme. Denn genau da sollte es doch anfangen, oder? Sich Zeit für sich zu nehmen, mit Vorfreude etwas in der Küche kredenzen, das genau auf die jeweiligen Ansprüche zugeschnitten ist, und das dann langsam und mit Genuss zu sich zu nehmen. Den Körper wie einen Tempel behandeln, und nicht wie die Müllabfuhr.

Geht es nur mir so? Oder seid ihr auch kochfaul, und wünscht euch oft, euer Kühlschrank würde wie von allein geschnittenes Obst, Gemüsesticks, Dips, fertige Smoothies, vorgekochten Reis und Bohnen und leckere Saucen ausspucken?

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23 Gedanken zu “Kochfaul

  1. Ach WindImHärchen ! Das ist doch nicht schlimm. Du wirst bestimmt eine gute Lösung finden. Es muss nicht jeder Veganer automatisch gerne in der Küche stehen und den Kochlöffel 24/7 schwingen. Oft habe auch ich überhaupt keinen Bock, was zu kochen und ende mit zumindest geschnittenem/geschältem Obst 😉

    • Nunja, wenn man sich in deinem Blog so umschaut, hat es manchmal den Eindruck, du visierst eine Karriere als vegane Starköchin an. Ich finds beeindruckend, wie viele Sachen du so nebenbei zauberst. Gerade weil du ja auch noch ziemlich jung bist. Kochfaul sieht das jedenfalls nicht aus 🙂

      • Danke für deine netten Worte 😀 Im Sommer sieht das ganz anders aus. Da ist nichts mit heißem Ofen/Herd, außerdem ist der Hunger auf etwas, das kein Obst, Wasser oder Gemüse ist, bei mir überhaupt nicht vorhanden. Die Hitze zaubert Appetit weg.

        Und wenn ich gestresst bin, dann reicht auch ab und zu einfach mal ein angebratener (und geschnittener) Block Tofu mit Currypulver.

        Darf man demnächst auf einen Eintrag zu deinen derzeitigen Ernährungsgewohnheiten und deiner Einstellung zu 811 warten ?

  2. Liebe Mrs Cookie, das ist der mit Abstand traurigste Posts, den ich seit langem gelesen habe. Und das meine ich nicht überheblich oder doof, ich bewundere deine Ehrlichkeit. Und es tut mir leid, dass es so ist, wie es gerade ist bei dir.
    „Ja, kochen und Essen zubereiten macht Spaß. Aber nur in meinem Kopf. Und in meinem Kopf habe ich eine große Landhausküche, Sprossenfenster mit Blick in den Kräutergarten und auch eine liebe Person, die ich bekoche.“ Dieser Absatz hat mir Tränchen in die Augen gebracht.
    Ich denke immer: Alles hat seine Zeit. Ich weiss nicht, wie alt du bist. Ich habe bis in meine späten 20er alleine in einer Minibude mit Miniküche gewohnt. Da waren immer irgendwelche Alibilebensmittel im Kühlschrank – aber meist habe ich an der (unveganen!) Dönerbude gefuttert, bei MC Donald, Pizza Hut oder mir daheim Nudeln mit Bolognese von Maggie Fix gemacht. Auweia, denke ich heute. Ich habe kochen gehasst und war immer froh, wenn ich Freunde hatte, die mich bekocht haben. An die Landhausküche und einen Menschen, den ich bekochen könnte habe ich nicht mal gedacht. Warum sollte ICH jmd bekochen, bzw warum sollte sich jemand von mir bekochen lassen WOLLEN? 😉
    Und dann bin ich da irgendwie so reingeschlittert. In die feste Beziehung. In eine größere Wohnung. In die Mutterrolle. Ins Kochenlernen. Ins Haus mit Landhausküche. Ins „Ich koch gern für meine Lieben“ *schock*
    Du bist mir also einiges voraus: Du weisst, was du später mal haben/erreichen/leben willst und du kennst dich in der Theorie schon mit Ernährung aus, isst zumindest keinen Superschrott, wie ich damals. Es ist wohl gerade nicht die Zeit für vegane, gemüselastige Kochorgien. Wie auch, wenn man sich nicht wohl fühlt, da wo man kocht?
    Ich wünsche dir von Herzen ein Leben, so wie du es dir wünschst. Love und Peace von Fruchtschnitte

    • Ach liebe Fruchtschnitte … danke für deinen Post 🙂
      Ganz soooo traurig finde ich das alles nicht. Eher nervig und chaotisch. So ähnlich wie das, was du aus deinen 20ern beschrieben hast. Ich wohne noch immer in meiner Studibude, alles ist mehr oder weniger provisorisch, und ich merke langsam, wie ich da herauswachse. Einerseits bin ich natürlich froh, dass alles immer noch so unverbindlich, so aus *dem gepackten Koffer heraus* ist, andererseits bringt das auch so eine innere Unruhe mit sich. Und auch die Unlust, sich Zeit für sich und seine Mahlzeiten zu nehmen. Wie gesagt, es sieht immer anders aus, wenn man sich in einer Küche ausbreiten kann, irgendwo einen großen Esstisch hat, und im Idealfall noch eine Person, die mit einem isst. Für sich allein in dieser engen Umgebung ist das oft einfach zu viel.

      Das größte Problem, was ich habe, ist nicht, dass diese Küche und das gefestigte Leben (oder auch Wurzeln schlagen) fehlen; nein, das kann ruhig noch etwas dauern. Es ist, dass ich dadurch mit meinem Abnehmplan nicht so vorankomme, wie ich es gern würde. Denn in 80% der Fälle ist nicht die Tatsache Schuld, dass ich Lust auf Junk habe, sondern dass lediglich die Motivation fehlt, mich an die Arbeit zu machen … und es an Imbissbuden und Snackbars nunmal in den seltensten Fällen wirklich fettarme, gesunde und vegane Sachen gibt.

  3. Liebe Cookie,

    ich lese schon lange als stille Leserin deinen Blog mit, habe aber bisher noch nie kommentiert. Nur bei diesem Post möchte ich dir sagen: Mir ging es lange lange lange Zeit genau so wie dir. Ich hatte nicht mal eine richtige 3qm-Küche, ich hatte nur eine Küchenzeile in meinem Studentenappartment. Kochen war für mich „Backofen-auf-Gericht-rein-Backofen-zu“ (beliebig ersetzbar mit Mikrowelle und einzelnem Topf). Und auch bei mir haben sich die fancy Lebensmittel unangetastet gestapelt 🙂 Bis ich während einer Lernwoche bei einer Freundin gesehen habe, wie es auch gehen kann: Jeden Tag hat sie sich (und in der Lernphase für uns beide) liebevoll Mahlzeiten zubereitet. Alles hat so einfach ausgesehen und mühelos. Und es war einfach sooo lecker!
    Da habe ich angefangen für mich selbst zu kochen.

    Am Wochenende habe ich mir aus allen möglichen Kochbüchern herausgeschrieben, was ich in der Woche alles zubereiten möchte, habe mir einen kleinen „Plan“ gemacht. Am liebsten mit Gerichten, die sich am nächsten Tag nochmal aufwärmen lassen, oder wo Teile (z.B. gekochter Reis, gekochte Nudeln) nochal verwendet werden können. Schon während dem Kochprozess habe ich angefangen mit abspülen (Schneidebrettchen, Nudelkochtopf usw.), so dass es am Ende gar nicht mehr so viel war. Manche Gerichte wie z.B. Suppe habe ich mir auch portioinsweise eingefroren um mir abends mit einer frischen Gemüseeinlage einmal aufwärmen zu können.

    Du siehst: Auch ohne Landhausküche und Sprossenfenster geht es auch 🙂 Du musst nur die Lust dazu wieder finden und die Neugierde darauf, wie die einzelnen Gerichte schmecken.

    Ich wünsche dir, dass du deinen eigenen Weg Weg auch finden wirst!
    GLG

    • Ja, ich muss mir wohl einfach mehr Mühe geben bzw. mich zwingen, irgendeinen Rhythmus zu finden. Oder endlich mal wagen, meinen Slowcooker auszuprobieren. Wenn der funktioniert wie alle sagen, dann sollte Kochen ja zukünftig auch kein großes Problem mehr sein. Morgens alle Zutaten reinwerfen, anschalte, arbeiten gehen – wiederkommen, ausschalten und essen. Und dann nur einen Topf abspülen 🙂
      So ganz traue ich dem „Braten“ zwar noch nicht, aber ich werde mich demnächst einfach mal überwinden, das Ding auszuprobieren.

      Ich finds toll, dass du dich so inspirieren lassen hast. Denn ja, irgendwie hat das ja auch etwas mit Selbstliebe und sich gut um sich kümmern zu tun.

  4. Ich schließe mich Fruchtschnitte zu 100 % an. Meine Wohnung war mehr so das Wohklo mit Kochnische und ich habe zeitweise nur von Aldi-Schwarzbrot und -Fleischsalat gelebt. Und so richtig gesund kochen habe ich erst mit 40 angefangen und jetzt mit fast 50 koche ich sogar für mich allein, wenn meine Familie weg ist. Ich wette, Du wirst nicht so lange dafür brauchen.

    Liebe Grüße
    Ute

    • Wer weiß, wer weiß 😉
      Ich mein, ich kann ja richtig kochen. Und unter gewissen Voraussetzungen macht es dann ja auch Spaß. Ich hab auch schon oft irgendwas für meine Family zubereitet, was die dann toll fanden. Daran liegts eigentlich nicht. Irgendwie nur meine Umgebung. Vielleicht sollte ich daran zuerst etwas ändern. ^^

  5. Ich muss mich mal outen, wir haben eine riesige, offene Traumküche. Und ich bekoche Menschen, die ich liebe und ich finde es trotzdem doof.
    Und ganz besonders, wenn ich meine lieben, aber nörgeligen Kinder bekoche, die noch die Hälfte wieder rauspulen.

    Würde ich ausreichend Geld im Lotto gewinnen, dann würde ich mir als ersten einen eigenen Koch leisten, der mir schon morgens einen tollen Obstsalat zaubert und mich auch den Rest des Tages abwechslungsreich und gesund und vor allem lecker bekocht.
    Ich bewundere Leute, die Lust habe, 5 verschiedene Obstsorten zu schnippeln. Ich esse schon deswegen meistens Mono, weil mir das an Aufwand schon reicht.

    Ich hab weder Lust zu kochen, noch zu schnippeln, noch mir zu überlegen, was ich denn heute für die Krawallkrümel und mich mache. Ich gehe nur gerne einkaufen…ich würde einfach alles kaufen, was gut aussieht und den Rest dem Koch überlassen *seufz*.

    Lieben Gruß
    Kris

    • Beruhigend zu hören, dass es auch anderen so geht 🙂

      Ja nicht? Ich glaube, wenn einem jeden Tag alles fertig angeboten werden würde, dann wären die Gewichtsprobleme echt passé! ^^

  6. Ohje, ich kann das soo gut verstehen! Ich hab auch nur ne 3qm Küche, nur einen Mini-Backofen und eine einzige Herdplatte. Und seit letztem Jahr einen Standmixer. Und ja, es ist furchtbar eng und ich kann mir im Prinzip jetzt keine neuen Küchengeräte mehr zulegen weil ich mir dann alles vollgestelle (ich denke trotzdem über einen Entsafter nach – ohje). Und wenn ich nach der Arbeit heimkomme, muss es auch fix gehen mit dem Essen. Der Grund für meine Makro-Weekends ist auch der, dass ich damals in einem Anfall von Optimismus alle exotischen Zutaten geholt hatte. Und dann doch nicht kochte. Das ging so nichtm der Kram war ja teuer, also musste ich es auch durchziehen. Also hab ich mir dann so richtig vorgenommen, am Wochenende dieses und jenes Rezept auszuprobieren. Das hat gut geklappt und ich lerne viel dabei. Aber jetzt kommt ja endlich der Sommer und da wird nicht mehr so viel gekocht 🙂

  7. Ich glaube, den Award für die engste und üsseligste Küche meines Lebens bekommt unsere frühere Wohnung. Und unsere jetzige Küche ist auch nicht viel größer und hat auch kein Fenster. Und ehrlich gesagt sieht es fast immer aus wie Sau, was in aller Regel meine Schuld ist, da ich alles stehen lasse, wenn ich ein mal vollgegessen bin. Ich habe auch meine hellen Momente, aber die sind noch in der Minderheit. Ständig Essen zubereiten kann anstrengend sein! Ich kann dich voll verstehen – wenn ich was zubereiten will, muss ich in der Regel auch erst mal alles Mögliche wegräumen. Es stapelt sich irgendwie alles schneller, als man gucken kann.

    Beim Design bin ich aber gerne kreativ. Ich koche alle Jubeljahre für meinen Mann und dann mache ich wirklich ein Herzchen aus Erbsen, darum eine Umrandung aus Reis, und an den Rand einen schönen Kleks von seiner Lieblings-Erdnusssauce und so. 🙂 Aber wie gesagt, das sind seltene Momente, die auch eher am Wochenende stattfinden. 😉

    Im Studium war das ganz lustig, da hab ich mit einer Freundin studiert, die nicht gerne kocht, aber unfassbarerweise dankbar den Abwasch macht, wenn man sie bekocht hat. Also habe ich uns etwas zu Essen gekocht, was ich ganz gerne mache, wenn nachher tatsächlich jemand freiwillig den Abwasch macht, haha, und habe nach dem Essen faul zugeguckt, wie sie alles saubermacht. Schade eigentlich, dass wir das damals nicht mehr genutzt haben. Aber wir hatten/haben einfach sehr unterschiedliche Ernährungsstile.

    Wie auch immer, wir sind berufstätig, da sieht es in der Küche einfach mal so aus. Und man fährt nicht jeden Tag um 18:00 Uhr mit dem Fahrrad an einem Biofeld vorbei, während das Halstuch adrett im Wind weht, und kauft dann bei einem netten, alten Biobauern ein paar handverlese Erdbeeren und selbstgezogenes Gemüse. Wir hängen doch alle müde und platt auf dem Heimweg in der Bahn, im Auto oder auf dem Fahrrad und sind froh, wenn das Essen endlich auf dem Tisch steht …. oder?

    Ganz liebe Grüße
    Lissa

    • Hehe, ich lasse auch gern alles stehen. Und ärger mich dann später, weil ich so viel zu tun habe. Und bei mir kann man es nicht mal auf die Berufstätigkeit schieben, da ich jetzt noch bis Juli zuhause bin 😉

      Naja, irgendwann in der Zukunft werden wir alle mal eine tolle und helle Küche haben. Dann wird das ganz wie von selbst laufen. Ganz bestimmt. Hehe.

  8. Kann bis zu einem gewissen Grad gut nachvollziehen, wie es dir geht. Ich koche zwar irrsinnig gerne, aber ich hasse Abwaschen so sehr, dass ich manchmal etwas nicht koche, um hinterher nicht abwaschen zu müssen. Da ich Unordnung in der Küche gleich stark hasse wie Abwaschen, führt das zu einem Konflikt 😳
    Ich kenne das auch, dass ich gerade dann, wenn ich hungrig, abgehetzt und schlecht gelaunt von der Arbeit heimkomme, besonders wenig Lust aufs Kochen hab. Da ich aber 100% vegan lebe und versuche, so gut wie möglich vollwertig, zuckerfrei und fettarm zu essen, bleibt mir eigentlich gar nichts anderes übrig, als frisch zu kochen. Es ist traurig, aber die gesunden Sachen gibt es nunmal nicht fertig zu kaufen.

    Was mir sehr hilft, die Lust nicht zu verlieren:
    – qualitativ hochwertige Kochutensilien wie Messer, Bretter, Pfannen, etc (ich hätte nie für möglich gehalten, dass das so einen großen Unterschied macht)
    – zu jeder Zeit genügend frische Zutaten zu Hause zu haben (nichts verdirbt einem die Lust so sehr wie ein leerer Kühlschrank)
    – ein Repertoire an einfachen, gesunden, schnellen Rezepten, die einem auch auf Dauer nicht fad werden (so muss man nicht lange überlegen und herumprobieren und weiß, dass es hinterher schmeckt – ich mag zum Beispiel alles, was viel frisches Gemüse enthält und nicht länger dauert, als die Nudelkochzeit, so ist man in 15min fertig mit allem)
    – größere Mengen auf einmal zubereiten und dann länger davon essen (koche zB immer für Abend daheim und nächsten Tag Mittagessen in der Arbeit)

    Das hat man, zugegebenermaßen, alles schon des öfteren gehört, aber ich finde die oben erwähnten Punkte eben wirklich sehr hilfreich. Für mich persönlich.

    Ich hab am Foto gesehen, dass du einen Spiralschneider von Lurch hast – ich hab den seit ein paar Tagen auch und liebe ihn! Ich glaube, für Kochfaule ist ein spiralisierter Gurkensalat mit Vollkornbrot und Hummus doch auch ein gesundes Abendessen, nicht wahr? Oder du machst rohe Gemüsenudeln mit roher Tomatensauce, das kann man auch fast nicht Kochen nennen, so schnell geht das.

    Wenn du mit deiner Küche so unzufrieden bist, dass du DESWEGEN nicht gerne kochst – dann würde ich mir an deiner Stelle die Frage stellen, was sich ändern lässt. Wirst du in absehbarer Zeit übersiedeln? Wenn nicht: wie kannst du die Küche effizienter gestalten? Welche unnötigen bzw. unbenutzten Dinge können raus? Meine Küche ist zwar nicht sooo klein, aber ich hätte auch gerne mehr Platz, deswegen überlege ich momentan, ob ich die Mikrowelle weggebe. Ich benutze sie ohnehin nur zum Aufwärmen von Reis oder Kakao. Wenn ich also akuten Platzmangel hätte, wäre die schon längst weg. Das nur als Beispiel.

    Liebe Grüße 🙂

    • Ja, du hast recht. Ich finde zwar das Angebot hat sich erstaunlich verändert – und man bekommt nun auch vieles Veganes in Bioqualität fertig zu kaufen, aber natürlich ist wirklich gesund nur das, was frisch zubereitet wird, und nach Möglichkeit noch ein paar Restvitamine enthält.

      Den Lurch Spirali nutze ich recht oft – für Zucchini oder Möhren, die ich unter glutenfreie Nudeln mische, und danne in Glas Veggie Bolognese drüber gebe. Das empfinde ich schon als *richtiges* und aufwändiges Kochen. Hehe … gott, ich muss mich echt ändern. ^^

      An meiner Küche selbst kann ich nicht so viel ändern. Einige kleine Sachen sind geplant (eine neue Ablagefläche für meine Geräte und Umzug des Kühlschranks in den Flur), aber an sich ist das nicht viel zu machen. Ich hab da diese kleine Einbauküche, und dazu eigentlich nur gerade so viel Platz, dass ich vor der Spüle stehen und mich drehen kann.
      Aber ich plane in Zukünft für eine Zeit ins Ausland zu gehen, und mir dann anschließend irgendwas anderes zu suchen. Mal schauen wie das so klappt.

  9. huhu

    mensch das klingt so sehr nach mir :O
    Wenn ich Hunger habe will ich essen und das sofort und wenn ich keine Lust habe dann zu kochen weil muss ich ja alles wieder putzen dann futter ich tonnen an süßkram . Warum gibt es auch nur so viel veganes naschi -.-

    meine speißekammer ist auch voll aber ich koche nie damit weil ich es aufheben will xD Fragt sich nur für wann ^^ oder obst – ich kauf es und will es dann nicht essen weil es so teuer war und tage später wunder ich mich dann das ich es in die tonne hauen muss -.-

    so und nun muss ich dir sagen das ich deinen blog jetzt schon mag obwohl ich ihn erst gerade entdeckt habe 🙂

    Lieben Gruß

    Fräulein Moon

    • Hihi 🙂 Hallöchen du! Ich danke dir für deinen lieben Kommentar.

      Und jaaa, sich etwas für „die guten Tage“ aufheben und es dann am Ende verfault wegschmeißen, das kenne ich auch. So doof eigentlich 😉

      Heute ist übrigens mein Reiskocher angekommen. Ein weiteres Gerät in meiner Sammlung. Es hat sich alles zu verlockend angehört ^^ Ich hoffe, den werde ich im Gegensatz zu meinem Slowcooker dann auch mal verwenden. Ich werde berichten!

  10. The next time I read a blog, I hope that it won’t fail me as much as this particular one. I mean, Yes, it was my choice to read through, nonetheless I truly thought you would probably have something interesting to talk about. All I hear is a bunch of moaning about something you could fix if you weren’t too busy looking for attention.

    • … and you think that I gonna believe you when saying that you read the whole article? ha, nice one 😉

      write as many comments as you want to. but don’t think I’m stupid enough to NOT recognize your hidden advertising. is this the new thing, hey? not crawling around but being provoking instead and hoping for ppl taking it seriously?

      try better! I won’t publish any of your links here.

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