811 aktuell – wo stehe ich?


Das liebe Katharinchen hat sich gewünscht, dass ich mal wieder einen Artikel darüber schreibe, wie es mit meiner Ernährung derzeit läuft, und wie es mit meinen 80/10/10-Versuchen steht.
Eigentlich war das schon längst fällig. Aber ich habe mich geziert, weil ich gar kein richtiges Statement abgeben kann.

Meine derzeitige Ernährung unterliegt keinen Regeln. Die enthält 811-Elemente – z.B. literweise Bananensmoothies, Schoko-Dateorade oder viele, viele Erdbeeren. Sie enthält aber auch Kaffee, Veggie Döner, Wraps oder Schokolade. Praktisch eine Mischung aus gesund und ungesund, die letztlich nicht sehr ausgewogen ist. Man kann nicht einen Liter Dateorade trinken, und anschließend etwas sehr Fettiges essen (oder andersrum). Damit schießt man am Ziel vorbei.

Aber was ist denn nun mein Ziel? Was möchte ich für die Zukunft anvisieren?
Zu 100 Prozent weiß ich das selbst noch nicht.

Ich weiß, dass ich derzeit keine reine 80/10/10-Ernährung erreichen will, weil es zu teuer ist, und ich das Gefühl habe, hier, wo ich wohne niemals an ausreichend reife Früchte in guter Qualität zu kommen. Ich finde selten gute Blattsalate in Bioqualität, die Mangos oder Kakis sind entweder hart oder faulig. Die Ananas ist entweder noch grün oder am Stunk angeschimmelt. Auch die Bananen entwickeln zeitgleich mit ihren braunen Reifepunkten weiße Schimmelflecken. Die Erdbeeren in Bioqualität sind matschig und teils verfault. Die lokalen sind eben nicht Bio. Naja, ich könnte immer so weiter machen.

Aber was ist, wenn ich gute Lieferanten finde? Wenn ich mehr Geld verdiene? Oder wenn ich sogar mal in wärmere Gefilde umziehen werde? Ist diese Ernährung mein Ideal?
Auch da bin ich unschlüssig. Ich bin so hin und hergerissen.

Hier mal meine Pro- und Kontra-Liste:

Pro

  • Ich liebe Obst
  • Den meisten 811-Vertretern sieht man an, dass es funktionieren muss – sie sind schlank, wirken jugendlich und haben reine Haut
  • Die Berichte über die mentale Klarheit, das ständige Glücklichsein und das sich in positiver Hinsicht Verändern machen neugierig
  • Ich habe das Fruit-high schon erlebt. Es macht süchtig, und es gibt keinen Kater
  • Man kann das Risiko vieler Krankheiten verringern
  • es ist aufregend, abenteuerlich, verrückt … und einfach anders

Kontra

  • Personen wie Megan Elizabeth oder Silke zeigen, dass man nicht unbedingt 30 Bananen bzw. 2500-3000 Kalorien essen muss, um sich wohl zu fühlen
  • Manche Vertreter sind für meinen Geschmack einfach viel zu mager. Teri Leventhal zum Beispiel. Und auch Freelee (ihr wirklicher Name ist angeblich Leanne Ratcliffe) sieht auf vielen Bildern einfach viel zu dünn aus. Hier zum Beispiel. Bei ihr fällt es nur nicht allzu sehr auf, weil sie eine Silikonoberweite hat, die ihr künstlich mehr Rundungen schenkt.
  • Man macht sich zum sozialen Außenseiter
  • Ich weiß nicht, wie ich die Ernährung im Alltag umsetzen kann
  • aus Mangel an reifem Obst würde ich praktisch fast ausschließlich Datteln und Bananen essen
  • es ist anfänglich fast unmöglich, genug zu essen, ohne dass einem schlecht wird. Und nach ein oder zwei Stunden hat man dann schon wieder Hunger

Die Transition-Diät finde ich schon etwas besser, und mehr auf die Bedürfnisse von blutigen Anfängern zugeschnitten – also den ganzen Tag so viel Obst essen, wie man möchte, und sich abends etwas Fettarmes kochen. Freelee gibt hier in diesem Video tolle Tipps:

Mein Problem ist aber (noch immer) die Arbeit, und die ewige Frage, was soll ich da essen? Jeden Tag Bananen- und Dattelsmoothies? Immer und immer wieder? Ganz davon abgesehen braucht man davon echt riesige Mengen, die sich nur schwer transportieren lassen. Anders schafft man es nicht, für neun Stunden (oder auch länger, falls man danach noch unterwegs ist), satt zu bleiben.

Ich habe das die erste Zeit mit Müslis gelöst; bin dann aber auch zu veganem Convenience Food wie Reis, Curry und Brötchen übergegangen. Unabhängig davon, ob das nun der 80/10/10-Ratio entspricht, war es nicht roh. Mit dem gekochten Abendessen war ich also weniger als 20% roh. Nicht gerade toll. Und am Abend dann Obst zu essen, wäre auch nicht so top, weil 811 uns ja lehrt, dass eine große Menge Früchte auf etwas Gekochtem alles mögliche zur Folge hätte; uns aber sicher nicht das Ergebnis bringt, was wir uns wünschen.

Dieses doofe Nachdenken war mir zeitweise echt schon zu blöd und zu kompliziert, und ich war kurz davor, das alles hinzuwerfen, und es lieber nach Kris Carrs oder Kimberly Snyders Konzept zu versuchen.

Aber irgendwie hat sich das alles bei mir zu fest eingebrannt. Besonders das mit dem Fett.
Wie kann ich weiter zusätzliches Fett brauchen, wenn mein Körper doch so viel davon gespeichert hat?

Außerdem liebe ich süße Früchte zu sehr, um darauf zu verzichten. Und das müsste man bei Kimberly oder Kris zum größten Teil. Denn jeder, der sich ein bisschen mit Ernährung auskennt, weiß, dass es nicht Fett ist, das fett macht – und auch nicht Zucker. Sondern nur beides in Kombination.

Also doch 80/10/10. Aber nicht roh. Und auch nicht die normale Transition. Es müsste doch noch etwas anderes geben? Etwas, was der Ratio nahe kommt, aber mit anderen Lebensmitteln?
In meinen Hinterköpfchen hat es eine Zeit lang gearbeitet. Und ja klar! Da sind doch noch die anderen – Dr. T. Colin Campbell, Dr. Esselstyn oder Dr. John A. McDougall. Alle Vertreter einer fettarmen veganen Ernährung. Und vegan, fettarm, zucker- und glutenfrei sind ja eigentlich meine einzigen Ansprüche. Es muss ja nicht unbedingt das Graham’sche Konzept sein.

Wirklich intensiv recherchiert habe ich noch nicht. Ich weiß nur, dass ich mir bald folgendes Buch bestellen werde, um mir dann mit den Ideen und Rezepten meine eigene alltagstaugliche 811-Transition zusammenstellen werde:

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45 Gedanken zu “811 aktuell – wo stehe ich?

  1. Die Sache mit Campbell und co ist allerdings, dass dazugehört, sich auf 2 oder 3 Portionen Obst am Tag zu beschränken, weil von ihnen allen zuviel (Frucht-)Zucker als schädlich betrachtet wird. Aber ich finde die Programme auch gut.

    Am besten gefällt mir persönlich diese CRONIE-Sache. Also Kalorienbeschränkung als wissenschaftlich stark erforschte Möglichkeit, gesund zu bleiben und länger zu leben. Irgendwo gibt es auch noch ein Programm, bei dem man abwechselnd einen Tag fastet und einen Tag isst. Da gibt es auch Tierversuche zu und Mäuse, die so gefüttert wurden, haben – im Gegensatz zu der Kontrollgruppe – trotz Krebsveranlagung keinen Krebs entwickelt (weiß aber nicht mehr, wo ich das gelesen habe – steht irgendwo im Netz). Aber mir geht es selbst genauso wie dir. Viel Theorie und eher nicht so viel Praxis. Und Kaffee trink ich auch zu gern …

  2. Guten Morgen Frau Dings. Ehrlich? Fruchtzucker einschränken? Na, ich hoffe mal, dass das bei McDougall nicht der Fall ist. Denn das würde ich echt nicht wollen.
    Kalorien werden bei ihm auf jeden Fall nicht gespart. Eigentlich ist es das 811-Programm in Gekocht. Ich schätze, nur mit mehr Eiweiß, weil er auf mexikanisches Essen und Bohnen setzt.

    Wie gesagt; die Grundpfeiler sind ja gerade das, was mich an 80/10/10 so fasziniert: Sich natürlich ernähren, die richtigen Lebensmittel rauspicken, und dann so viel davon essen, wie man mag und kann.

    Von der AZTD (Alle Zwei Tage Diät) halte ich auch nichts. Ich weiß nicht, aber ich bin gaaaanz weit weg vom Gedanken, jemals wieder diäten zu wollen. Ich will nur gesund essen. Der Rest wird sich dann allein ergeben.

    • Ich hab „The McDougall Program“ hier vor mir liegen und er hat nix gegen Früchte, nur gegen Tierprodukte, Öl, Fertikkram, Alkohol, Koffein, Salz, Zucker, Fett. Ds sind die No-Nos.

      Wenn ich mir die Menüpläne so ansehe, gibts vor allem viel Gemüse, alles eben sehr ausgewogen, auch mit Hülsenfrüchten, Reis, Quinoa und so. Früchte stehen hier beim Frühstück drin oder als Dessert. Also keine Extreme.

  3. Ich glaube, das Kernproblem ist, dass jedes Konzept mehr oder weniger starre Regeln mitbringt. Warum nicht eine Mischung aus allem, was sinnvoll erscheint? Viel Obst und Gemüse, wenig Verarbeitetes, wenig Weißmehl und Zucker, nur gute Fette usw. … das lässt sich wenigstens auch im Alltag umsetzen.

    • Ja, genau das wollte ich in meinem wirren Blogpost ausdrücken 😉
      811 allein geht derzeit nicht so, wie es angedacht ist. Also ziehe ich andere low fat Konzepte zu Rate, und schaue mal, wie ich das vereinbaren kann.

  4. Hm, also ich stecke jetzt mitten in der Recherche zu der ganzen Roh-Sache. Hab jetzt Patenaude gelesen und bin jetzt bei „Becoming Raw“. Es wird interessant 🙂

    Nur diese extremen Beispiele aus dem Netz wie diese Freelee und so – mit diesen horrenden Mengen an Früchten und Kalorien – ich habe irgendwie den Eindruck, dass die die ganzen Nährstoffe gar nicht richtig verstoffwechseln und dass da einfach alles durchrauscht, andererseite ist mir so ein Untergewicht ein Rätsel. Es heißt ja auch, dass sie bei der Umstellung erstmal ein Jahr lang zugenommen haben (was bei so viel Zucker kein Wunder wäre) und dass es danach rapide bergab ging. Klingt so, als hätte sich im Stoffwechsel etwas extrem verändert. Also nichts gegen Früchte und natürliche Ernährung, ich meine hier nur die Extrem-Beispiele. Die sind mir richtig unheimlich. Und das kann auch nicht zur Nachahmung empfohlen werden, daher ist es richtig, dass du deinen eigenen Weg suchst. 🙂

    Patenaude nennt Datteln übrigens das „junk food of the raw-foodist“ 😀 Die sind wohl sehr beliebt. (Er selbst lehnt sie aber ab, zu konzentriert, daher Verdauungs-und Zahnprobleme)

    • Das mit McDougall hört sich ja schon mal prima an. Also wirklich das, was ich suche 🙂

      Unheimlich ist mir das rohe 811 überhaupt nicht. Nur hier in Deutschland verdammt schwer in der Umsetzung. Das ist das Geld, da ist die Früchtequalität, da ist der Arbeitsalltag – und nicht zuletzt sind da auch noch die enormen Mengen, die rangeschafft werden müssen. Ich habe kein Auto. Und wenn ich eine Wassermelone und zwei Flaschen Wasser kaufe, dann ist das schon ne Stange, die ich in den oberen Stock schleppen muss. Lange auskommen tut man damit aber nicht…
      Jaja, die Ausreden. Aber wenn es das ist, was einen am Ende hindert, sollte man auch so ehrlich zu sich selbst sein, es sich einzugestehen.

      Dass 811er so schlank sind, ist nicht weiter verwunderlich. Das hat Dr.Graham auch schön in seinem Buch erklärt. Wenn der Körper so „programmiert“, dass kein Fett die Aufnahme des Zuckers verhindert, und der Stoffwechsel die regelmäßigen hohen Mengen an Kalorien registriert, und weiß, dass keine Hungerperioden mehr folgen, dann werden die Kohlenhydrate nicht als Speicher angelegt, sondern in Energie umgewandelt.
      Ich denke, jeder, der schon mal ein Früchte-High hatte, weiß in etwa, wie sich das anfühlt 🙂

      Erschreckend finde ich nur die Ausmaße, die das Ganze bei Teri nimmt.

      Datteln sollen Junk Food sein? Da werfe ich doch mal ein lautes *buuuuh* in die Runde. Datteln haben so viele tolle Nährstoffe!
      Und hier greift wieder das, was in 80/10/10 gebetsmühlenartig wiederholt wird: Fett niedrig halten. Dann machen Zuckerbomben auch nichts, da sie sowieso nur zu Energie werden
      Bei Nuss-Dattelkonfekt würde dem Patenaude (ich höre den Namen echt zum ersten Mal *schäm*) aber Recht geben.

      • Patenaude hat „The Raw Secrets“ geschrieben. In dem Buch gehts darum, warum so viele Rohkost nicht durchhalten. Die häufigsten Fehler etc.
        Wegen Datteln: Rohköstler würden öfter viel zu viele essen, sagt er, nicht mehr als 5-10 auf einmal ist so die Richtlinie. Sind eben schon sehr konzentriert. Können aber hilfreich sein, wenn man unterwegs ist, also Notfallfutter.

        • Das werde ich mir nachher mal bei Amazon ansehen 🙂

          Naja, wenn man Datteln mit Wasser zu einer Dateorade mixt, hat das nicht wirklich mehr Kalorien, als Orangensaft … je nach dem wie konzentriert man das mischt.

          Ich denke aber, das ist hier auch nur wieder eine Glaubenssache. Während das für die einen das Nonplusultra ist, da zuckersüß und viele Kalorien, raten andere davon ab. Das ist ja bei Bananen ähnlich. Bei allen Lebensmitteln wird das Für und Wider diskutiert (selbst bei Gemüse wie Gurken – siehe die Gerson Therapie), und jeder kommt zu anderen Ergebnissen.
          Da sollte man mehr auf sein Wohlbefinden und seine innere Stimme hören, und sich nicht von außen verrückt machen lassen.

          Ich habe mich da einfach der Pro Fruit Fraktion verschrieben, und lasse auf sie absolut nichts kommen 🙂

          • Na, gut, bevor ich mich um Kopf und Kragen rede, lese ich lieber erstmal weiter ;).
            Nur eins noch wegen dem Früchte-High: wie füht sich das an? Ich glaub ich kenn sowas ähnliches, als ich letztes Jahr umgestiegen bin auf vegan und wesentlich(!) mehr pur Pflanzliches aß, war ich manchmal so klar, dass es schon fast weh tat, klar und superkonzentriert, total in der Situation. Das ist ein so ungewohntes Gefühl, dass ich es kaum ertragen konnte. Scheinbar bin ich es total gewöhnt, immer um Klarheit kämpfen zu müssen (mit Kaffee etc). Ich werd das mal weiter testen.

  5. Liebe Mrs. Cookie,
    offenbar bist Du momentan so richtig in einer Verwirrung, was nun eigentlich gut und richtig ist und was nicht. Und es ist ja in der Tat so: Je mehr Bücher man von diversen Autoren liest (die jeder das angeblich allerrichtigste Ernährungskonzept dezidiert und überzeugend darstellen), je mehr man sich von den persönlichen Erfahrungen von Bloggern, die ein bestimmtes (extremes) Ernährungskonzept verfolgen und damit zurechtkommen, faszinieren läßt, umso mehr kann man in Verwirrung geraten, da man merkt, daß man selbst irgendwas in sich hat, was einen letztlich davon abhält, diesen oder jenen Weg genauso straight zu gehen.
    Ich wünsche Dir, daß Du Deine Widerstände gegen den einen oder anderen Ernährungsweg nicht als persönliche Schwäche empfindest. Denn wenn man sich wirklich individuell mit Ernährungsregeln befaßt, sie vlt auch durchprobiert, kann man nur zu dem einen Schluß kommen: Wir sind alle Individuen mit unterschiedlichen (körperlichen und seelischen) Bedürfnissen, mit unterschiedlichen Stoffwechsellagen, mit unterschiedlich gesunden Organen (insbesondere die Darmgesundheit ist bei rohkostlastiger Ernährung immens wichtig!) und und und. Ich habe in Kurzfassung in einem Post kürzlich dazu meine Schlußfolgerung geschrieben, hier:
    http://seelengold.blogspot.de/2012/06/rohkost-weniger-ist-fur-mich-wohl.html

    Dieses Fazit habe ich nicht mal eben hopplahopp gezogen, nachdem ich nach halbgherzigen Versuchen mit rohkostlastiger oder Rohkosternährung gescheitert wäre. Nein, meine Erfahrungen sind wirklich vielfältig, sie beziehen meine eigene und die anderer Personen, die ich kennengelernt habe, mit ein.
    Ich habe mit 29/30 Jahren 2 Jahre lang ausschließlich von Rohkost gelebt. Eine interessante Zeit, zweifellos, die mir aber ganz Schlimmes im Endeffekt eingebracht hat (das zu schildern wäre ein Roman für sich…).
    Nun, mit 46 Jahren, verändere ich meine vegetarische Lebensweise in eine vegane und habe gleichzeitg das Bedürfnis, viel roh zu essen. Und was passiert? Es geht nicht, ich nehme viel zu viel ab, obwohl ich nur ca. 50% roh gegessen habe. Somit gehe ich nun erstmal wieder ein paar Schritte zurück.

    Da ich seit einiger Zeit diverse Nahrungsmittelallergien habe, werde ich die nun angehen, wohl mithilfe einer Heilpraktikerin. Dann sehe ich, was mir das gebracht hat und schaue, wie mein weiterer Ernährungsweg sich entwickelt.

    Ich möchte Dir den Rat geben, Dich von scheinbar glückseligmachenden Gesundheitskonzepten nicht verrückt machen zu lassen. Schau, was Deinem Körper gut tut, UND schau, was Deiner Seele guttut. Letzteres ist superwichtig, denn Seele und Körper müssen bei der Ernährung konform gehen, rein rationale Entscheidungen beim Essen führen auf Dauer in eine Sackgasse. Wenn Du neugierig bist, probier das eine oder andere mal über eine Zeit aus, aber sei dann immer ehrlich gegen Dich, ob Du Dich damit auch wirklich richtig wohlfühlst.
    Liebe Grüße
    Iris

    • Danke für deinen tollen Kommentar, Iris. Ich sehe das wirklich ähnlich. Wenn man diverse Körpersignale überhört, weil man fest davon überzeugt ist, dass das jetzt so funktionieren MUSS, dann kann das mitnichten gesund sein.
      Ich werde mir deinen Link gleich mal anschauen 🙂

    • Das mit dem eigenen Körpergefühl würd ich auch am wichtigsten ansehen.

      Man muss auch immer bedenken, dass manche besonderen „Ernährungskonzepte“ nicht immer dazu dienen, allen zu helfen:
      – wie du schreibst, hat jeder einen anderen Stoffwechseln und andere körperliche Eigenschaften, die unter umständen mit anderer Ernährung besser klarkommen
      – Mit Büchern lässt sich Geld verdienen, ob das was drin steht nun stimmt oder nicht
      – Man neigt dazu zu sehr von sich auf andere schließen (das ist menschlich; das passiert sicher auch dem einen oder anderen Autor)
      – Sich selbst als „Helden“ zu feiern ist auch menschlich. Ich kenn diese ganzen Obst/Gemüse-veganer nicht, über diese Freelee hab ich zuerst hier im Blog gelesen, aber da scheint schon ein ziemlicher Personenkult hinterzustehen. Dass jemand, der wirklich Vorbildchakakter hat bewundert und gefeiert wird, ist ganz normal menschlich. Dass es Menschen gibt, die sich gerne im sozialen Ansehen ist ebenso menschlich. Und dennoch kennt man die Leute nicht persönlich, man weiß nicht aus welchem Antrieb sie das tun, was sie tun. Auch wenn man anderen nix schlechtes wünscht und zuallererst jedem Menschen offen und vertrauensvoll begegnen will, heißt das nicht dass andere das genauso machen.

      Deswegen sollte man anderen nicht mehr vertrauen als dem eigenen Körper selbst. Es gibt nicht „die“ richtige Ernährung. Wenn man mit 811 super klar kommt und keine Nachteile hat, warum auch nicht.
      Andererseits ist der Körper auch flexibel, er passt sich gerne den Gegebenheiten an. Er lernt im laufe des Lebens welche Nahrung er verträgt und welche nicht. Und auch das kann sich im Laufe des Lebens noch ändern. Ebenso wie man mit „schlechter“ Ernährung auf einen gewissen Zeitraum keine großen Probleme haben kann, selbst wenn sie in späteren Zeiten nachträglich Probleme machen.
      Das ist die große Unsicherheit, das weiß man vorher nicht.
      Auch die Wissenschaft weiß vieles noch nicht, vieles ist noch nicht untersucht, und wie der eigene Körper damit klarkommt kann auch nochmal anders ausgeprägt sein, als das was eine Studie für den Durchschnitt herausfindet.

      Bleibt also eher das Experiment am eigenen Körper, ausprobieren und versuchen auf das zu hören, was das Unterbewusstsein einem flüstert.
      Das ist auch nicht immer so einfach, wie gut Sport mir tut merk ich z.B. erst, nachdem ich ihn gemacht hab. Nicht in den Zeiten, in denen er mir fehlt. Da merk ich nur: mir fehlt irgendwas. aber was das ist, sagt der Körper mir nicht direkt.
      Ebenso mit Obst und Gemüse: wie „gut“ das tut merk ich erst, nachdem ichs gegessen hab.

      Weiß nicht ob das irgendwie weiter hilft und ob es bei anderen auch so ist, aber zumindestens bei mir spricht das Unterbewusstsein eine weniger deutliche Sprache, die ich erst lernen muss.

      Wenn man dieses 811 Ernährungskonzept nicht durchhält, sondern nur ergänzt mit anderen Sachen (die ich jetzt aber auch nicht so tragisch find), dann scheint der Körper vielleicht mit dem Konzept nicht zufrieden zu sein. Vielleicht mangelt es aber auch an etwas anderem, was mit Ernährung nix zu tun hat.
      (wenn ich mal von mir ausgehe: ich bin emotionaler Esser; mein persönliches Experiment ist quasi die „emotionale Befriedigung“ vom Essen ein wenig zu entkoppeln, zumindestens sofern sie nichts mit dem Essen selbst zu tun hat. Also das befriedigende Gefühl von Essen und einem satten Körper, so wie gutem Geschmack usw: Ja, erwünscht. Kompensation anderer Gefühle: Nein. )

      • Das stimmt, um Freelee hat sich ein kleiner Hype entwickelt. Aber ich finde das, genau wie du, normal. Wenn da jemand kommt, und meint, er hätte den heiligen Gral in Sachen Ernährung gefunden, und ist überzeugend genug, dass andere es auch mal ausprobieren wollen, dann schaut man sich natürlich als erstes die Person selbst an. Sieht sie gesund aus? Könnte ich mir vorstellen, auch mal so auszusehen? usw.
        Und ich denke, das ist bei Freelee klar gegeben. Sie bewegt sich zwar an der Grenze von „zu dünn“; entspricht aber sonst eigentlich dem klassischen Schönheitsideal.
        Und logo, wenn man etwas ausprobiert, dass noch nicht verbreitet genug ist, sucht man Orientierung. Sie und ihr Partner sind naheliegend, weil sie zum Thema die größte Community betreiben.

        Es ist aber nicht so, dass sie sektenmäßig agieren, und alle blind hinterher laufen. Es gibt auch viele andere, die zwar im 30 Banans a Day Forum sind, das Konzept aber jeweils für sich ein bisschen anders auslegen, und auch selbst Webseiten betreiben, Bücher schreiben und Coachings anbieten. Männer und Frauen. Aussteiger, Berufsjugendliche, Familien, Skateboarder, Teenies, Mütter mit erwachsenen Kindern; das lässt sich gar nicht eingrenzen.

        Letztlich ist das nichts anders, als normale Ernährungscommunities, die sich auch um Weight Watchers, Paleo/Strunz, Atkins, Almased/Yokebe, Schlank im Schlaf oder Low Fat-Konzepte bilden. Aus meiner Sicht nur ein bisschen authentischer. Da es hier eben nicht um das Geschäft mit der Figur geht, sondern um einen Lebensstil, der uns die gleiche Fitness und Lebensfreude schenken soll, die wir als Kinder hatten – und dabei die Welt ein Stück besser macht. Keine Unterstützung der großen Industrien, Minimalismus statt Materialismus, Veganismus, gerechte Ressourcenverteilung, Minimierung von Krankheitsrisiken usw.
        Da lässt sich dann auch schnell zusammenfassen, warum Doug Graham, Freelee, Alison, Chris Kendall, Megan Elizabeth, Michael Arnstein und Co. das machen: Sie leben es. Sie leben unabhängig, anders und verrückt, haben viel Energie, reisen durch die Welt, sehen attraktiv aus, und sind gesund (bei vielen müsste man auch sagen: wieder genesen). Und sie wollen das alles teilen – und klar, sich dabei auch finanzieren.

        Und richtig. Man muss auf seinen Körper hören. Was ich in unseren Breitengraden (oder zumindest hier in meiner Region) nur so schade finde ist, dass ich gar nicht dazu komme, es richtig auszuprobieren. Weil es an vielem fehlt, was dazu notwendig wäre – wie ich oben schon geschrieben habe, an Geld, an Platz, an Unabhängigkeit (von einem Full Time Job) und an Qualität der Früchte.
        In einem 3-wöchigen Hawaii-Urlaub könnte ich das locker durchziehen, da bin ich ziemlich sicher.

        Was das emotionale Essen betrifft: Da sind sich die 811-Anhänger sicher, dass es das gar nicht gibt. Man isst nicht emotional, man isst, weil dem Körper Nährstoffe fehlen und das Gehirn nach Glukose schreit.
        Erst fand ich das ziemlich absurd. Dann hab ichs aber am eigenen Leib gespürt, und fands einleuchtend. Wenn ich Junk Food esse, kann ich kaum aufhören. Ich stopfe das rein, bis mir schlecht ist. Und ne halbe Stunde später hab ich schon wieder das nächste in der Hand, und frage mich, was nur los mit mir ist … und dass irgendwas ja nicht so ganz stimmen kann.
        Wenn ich mich an Obst satt esse, dann bin ich danach auch zufrieden, und kann aufhören, ohne weiter an Essen denken zu müssen. Darüber hatte ich hier ja auch geschrieben.

        Ich denke auf jeden Fall, es ist weit mehr, als nur ein psychisches Verlangen, wie es oft dargestellt wird. Andernfall kann ich nicht verstehen, warum dieses Verlangen durch *richtige* Lebensmittel ausgestellt werden kann – so als könne man die Seele dann doch mit anatomischen Nährstoffen „heilen“.
        Ich meine, genau das macht das Ganze doch wieder rein körperlich, oder? Wenngleich mit Sicherheit auch eine Wechselwirkung bestehen wird.

        • „Es ist aber nicht so, dass sie sektenmäßig agieren, und alle blind hinterher laufen. “

          Das kann ich nicht bestätigen. Ich war ein Jahr dort angemeldet und kenne mich mit den posting regeln sehr gut aus, und ich kenne viele die für minimale verstöße rausgeschmissen wurden weil sie auf fehler in den dogmen aufgmerksam gemacht haben.

  6. Hallo Mrs. Cookie,

    mir geht es da genauso wie Dir. Ich finde 811 total spannend aber ich glaube, in unseren Breitengraden ist das einfach nicht durchführbar ohne immens hohes Gehalt und die Zeit und Muße, das alles zu planen und vorzubereiten, die sozialen Faktoren mal außen vor gelassen.

    Ich habe „The starch solution“ gelesen und bin absolut begeistert. Das ist alles, wonach ich immer gesucht habe. Momentan hapert es auch noch etwas mit der Umsetzung (ich habe gerade ein Motiovationstief :-)) aber das sieht machbar aus, auch für den durchschnittlich gefüllten Geldbeutel, und zeitlich alles im Rahmen. Mc Dougall hat nichts gegen Früchte, es sei denn, man möchte das Maximum weight loss programm starten, das erinnert mich sehr an die „superhero“ Ernährung von Alicia Silverstone, wenn Dir das was sagt. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie Dir das Buch gefällt und was für ein Fazit Du daraus ziehst.

    Ich habe auch schon Bücher von Barnard und Esselstyn gelesen aber dieses gefällt mir mit Abstand am besten. Und zu dem Thema gibt es auch noch zwei weitere gute Kochbücher von Lindsay Shay Nixon, die sich auch nach dem Mc Dougall Programm ernährt:

    http://www.amazon.de/The-Happy-Herbivore-Cookbook-Delicious/dp/1935618121/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1340468074&sr=8-1

    http://happyherbivore.com/

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg bei der Suche nach der richtigen Ernährung für Dich. ich glaube, ich bin endlich angekommen! Juhu!

    LG, Julia

    • wie witzig, das buch hab ich auch 🙂 Aber die superhero-Ernährung geht Richtung makrobiotisch, da ist alles gekocht und Früchte sind nur in sehr begrenztem Maße erlaubt. Ist das wirklich das, was McDougall empfiehlt? Würde mich überaschen.

      • Nein, damit meine ich sein „program for maxiumum weight loss“, dazu gibt es ein eigenes Buch und er reißt das Thema in „the starch solution“ kurz an. Das maximum weight loss Programm ist der superhero Geschichte von Alicia halt sehr ähnlich: keine Mehlprodukte wie Brot, Nudeln etc, nur 1 bis 2 Früchte am Tag, keine Fruchtsäfte etc. Damit soll man noch schneller abnehmen bzw. chronische Krankheiten schneller kurieren können.

        Das normale Programm verbietet nur tierische Produkte, Öle und Fette sowie stark verarbeitete Lebensmittel. Brot. Nudeln und Früchte sind hier erlaubt. Auch Salz und Zucker in Maßen werden nicht verteufelt, was mir das Ganze sehr sympathisch macht, denn das erleichtert mir die Sache sehr (zumindest beim Übergang).

        • aha also ähnlich wie superhero bloß ohne exotische zutaten und etwas weniger kochen 😉 Das mit den 1-2 Früchen wird Cookie wohl nicht so leicht fallen…
          Also ich finde McDougall zumindest machbarer und vernünftiger als diese superhigh raw-Sache.

  7. Huch, sorry, ich wusste nicht, dass ich hier eine riseige Werbeanzeige poste, wenn ich zu amazon verlinke. Sorry, das war nicht gewollt.

    LG, Julia

    • Das macht doch nichts. So kann ich es wenigstens nicht übersehen 😉

      Ich freue mich jetzt richtig auf’s Buch, und hoffe, ich werde mich damit auch so wohl fühlen wie du.

      Wie viel Fett empfiehlt er denn in etwa?
      Und sind in seinem Buch auch Rezepte drin?

      • Hallo nochmal, 🙂

        ja, es sind sogar einige Rezepte im Buch und die sehen auf den ersten Blick auch sehr gut aus. Fett gibt McDougall nicht in Prozent an (es sei denn, ich habe es überlesen) aber ich denke, es sind etwa 10 %, da er in die gleiche Schiene wie Barnard und Esselstyn geht. Soja soll z.B. nicht viel gegessen werden da es fetthaltiger ist als andere Hülsenfrüchte. Ein paar Rezepte sind auch mit Nüssen z.B. Salatdressing, da wird aber angemerkt, dass man die eher selten essen sollte. Ich hoffe, Du magst Kartoffeln, Reis und Nudeln, denn das sind echt die Pfeiler seines Programms. Und ich persönlich kann gar nicht genug bekommen von Pasta mit Tomatensauce, Stampfkartoffeln mit Spinat und Reis mit Gemüsepfanne etc. Außerdem liebe ich Hummus und Bohnen im Essen sowieso. Und Haferbrei gehört schon lange zu meinem morgendlichen Frühstück. 🙂 Also perfekt für mich.

        Hier hält er übrigens einen tollen Vortrag über the starch solution. Daraufhin habe ich mir sofort das Buch vorbestellt:

        Und bei Happy Herbivore gibt es unglaublich gute Rezepte wie z.B. Zucchini-Muffins (ohne Fett aber mit Zucker), die man hin und wieder genießen kann. Lecker, saftig und absolut fettfrei. 🙂 Einige Rezepte stehen auch auf Lindsays website. Wenn Du also mal reinschnuppern willst, musst Du das Buch nicht unbedingt kaufen.

        So, genug Werbung gemacht. 🙂 ich bin gespannt, bald von Deinen Rezensionen zu lesen.

        Schönens Wochenende und LG,

        Julia

  8. @ Jane:
    Ein Frucht-High fühlt sich genial an. Ja, man kann es mit einem unglaublichen Koffeinkick vergleichen; ist aber weder zittrig und noch in unangenehmer Weise aufgedreht. Das ist so ein Moment, wo man zu allem Lust hat, sich motivieren kann, sich glücklich fühlt, und glaubt, wenn man raus geht, würde die Welt nur darauf warten, einen den roten Teppich auszurollen 😉
    Man ist satt und zufrieden, hat keinerlei Gelüste – fühlt sich dabei aber nicht vollgestopft und beschwert.

    Hach, und nein, ich übertreibe nicht 🙂
    Am ehesten komme ich dahin, wenn ich es schaffe, mindestens 1-2 Tage roh zu essen, und dabei viel Dateorade zu trinken. Andernfalls kriege ich immer zu schnell Hunger. So ätzender Hunger, bei dem einem richtig flau wird, und der Magen sich hohl und leer anfühlt.

  9. Ich glaub, die Strach Solution werde ich mir auch mal bestellen. Ich fühl mich eigentlich gerade so, wie du es beschreibst und ich esse auch fast genauso.

    Wir finden unseren Weg schon *knuddel*

    Lieben Gruß
    Kris

  10. Auf Amazon.com sind solche Bücher wie Search Solution oder The Herbivore doch viel preiswerter, trotz porto und Verpackung, warum bestellt ihr nicht direkt dort?

  11. Hey Ken – wer hat denn gesagt, dass er NICHT bei Amazon bestellt? Im oberen Text und hier in den Kommentaren gibt es doch sogar schon mehrere Links dahin 😉

    Ich bestelle auch meist da, weil der Versand einfach so schnell geht. Die günstigste Variante ist es bei englischen Büchern jedoch nicht immer. „The Starch Solution“ bekommt man bei buecher.de günstiger.
    Nachteil: Man darf vier Wochen drauf warten.

  12. Hey, nein ich meinte nicht warum nicht bei Amazon Deutschland,

    sondern Amazon USA ,

    wenn du bei Buecher.de auch bis zu 4 Wochen warten musst, geht’s bei Amazon USA sicher schneller, da ist es auch nach 14 Tagen schon da und günstiger als aus Deutschland.

    • Oh sorry, mein Fehler. Da hab ich nicht ordentlich gelesen.
      Hast du das denn schon mal gemacht? Ich dachte immer, das geht gar nicht (zumindest von Amazon USA nicht), und man muss horrende Versandkosten zahlen.
      Ich meine, die werden von den Staaten doch sicher nicht kostenlos liefern, oder?

  13. Danke dafür 🙂
    Naja, Obst einzuschränken würde für mich, wie gesagt, nicht infrage kommen. Und ich wundere mich gerade über die Erklärung, dass sich dadurch das Cholesterin erhöhen soll. Woher soll das denn kommen, wenn man sich vegan und fettfrei ernährt?

    Naja, ich muss mir dann aus McDougall und Graham mein eigenes „Programm“ zusammenbasteln. Ich freu mich schon drauf 🙂

  14. Ich gebe hier auch mal meinen Senf dazu 🙂
    Ich bin irgendwie durch grüne Smoothies auf diese ganzen veganen Rohkostseiten gelandet und habe mich interessiert dort durch gelesen. Ich bin weder Vegetarier noch Veganer. Ich war schon immer gegen Extreme und suche gerne einen für mich geeigneten Mittelweg. So habe ich jetzt einiges in meiner Ernährung geändert. Vorher war sie eigentlich schon recht ausgewogen, finde ich. Generell habe ich schon seit langem auf stark verarbeitete Produkte, vor allem Fertigprodukte verzichtet, Milchprodukte auf ein Minimum beschränkt.
    Nun aber trinke ich seit mehr als 2 Monaten täglich mehr als einen halben Liter grünen Smoothie zum Frühstück. Bis zum Abendessen gibt es viel frisches Obst und Gemüse und auch mal ein paar Datteln zum Knabbern. Abendessen gibt es dann mit der Familie zusammen, ich verzichte größtenteils dabei auf Kohlenhydrate, esse dann gekochtes Gemüse und ab und zu Fisch oder Fleisch. Ich koche salz- und fettarm.
    Mit dieser Ernährung fühle ich mich viel besser, empfinde nicht, dass mir etwas fehlt, nehme auch langsam ab. Meine Haut ist weicher und auch glatter geworden und ich habe seltener Kopfschmerzen, die mich vorher doch mehr als ein mal in der Woche geplagt haben. Vielleicht bilde ich mir das auch alles nur ein 😉

    Um genügend reifes Obst da zu haben, muss man sich einen kleinen Vorrat anlegen und zuhause langsam reifen lassen und immer wieder mit unreifen auffüllen 🙂 wenn man doch mal zu viel reifes Obst hat, kann man es gut für Smoothies einfrieren! Klappt super bei mir 🙂

  15. Ja, nicht schlecht 🙂
    Mir persönlich gefällt zwar nicht, dass das Obst nicht an erster Stelle steht, dass auch tierische Produkte in der Tabelle stehen, oder dass er Nahrungsergänzungsmittel mit angib, aber auf jeden Fall mal einen Blick wert.
    Ist spaßig, sich überall das Beste rauszupicken 😉

  16. Wow Mrs. Cookie, toller Blog! Habe mich extra hier angemeldet, um dir schreiben zu können.
    Eine Hülle an Informationen, die für mich als Starter ganz hilfreich sind, danke! 🙂
    Ich habe ähnliche Ausgangsdaten wie du, bin 25 (fast 26) Jahre alt und wiege knapp 100 kg (müsste noch drunter sein) – aber ich fühl mich wie ne alte Oma und wäre gern fitter und schlanker sowieso (sagt ein ehemaliges 57-kg-Mädel).
    Bist du noch aktiv dabei? Weil ich hier nicht so viel Aktuelles von dir sehe, du wolltest Bilder updaten und wie siehts mit deinem Gewicht aus? Geht die Gewichtsabnahme schnell??

  17. Hallo Becca. Danke für dein liebes Kompliment 🙂
    Um hier zu kommentieren, hättest du dich nicht extra anmelden müssen. Das wäre auch einfach gegangen, wenn man irgendeinen Namen + E-Mail-Adresse unten ins Feld eingegeben hätte.
    Aber umso schöner; jetzt hast du gleich ein eigenes Blog. Vielleicht liest man von dir ja auch mal was? ^^

    Ja, da haben wir wirklich einige Gemeinsamkeiten. Ich bin auch 26 und wiege um die 100kg (wobei es momentan auch schon wieder etwas weiter nach oben gegangen sein kann *räusper*)

    Ich bin aber auf jeden Fall noch aktiv dabei. Der Grund, warum ich mal regelmäßiger und mal weniger regelmäßig Artikel veröffentliche, ist der, dass ich mal intensiver und mal weniger intensiv meine Ziele verfolge.
    Ja, die Gewichtsabnahme geht sehr schnell, das ist positiv. Aber leider, leider – die Zunahme geht dann genauso schnell, wenn man nicht aufpasst. Ich habe noch keine klare Linie gefunden, sondern probiere mich hier aus und probiere mich dort aus, bevor ich dann wieder in alte Muster zurückfalle und erneut angreifen muss.
    Es geht nicht proportional nach unten; ich fahre eher Achterbahn. Auch eine Erklärung, warum die Vorher/Nachher-Galerie noch nicht ordentlich gepflegt wurde.

    Mein größter Erfolg ist eine Abnahme von knapp 25kg auf irgendwas um die 100. Aber seitdem geht nicht viel. Das ist einerseits frustrierend, andererseits auch ganz klar meine eigene Schuld. Und wenn man weiß, wo es falsch läuft, gibt es natürlich auch eine Menge Entwicklungspotential … was wiederum Mut macht.

    Um es kurz zu machen: Ich bin ständig da, lese überall, und werde mein Blog, wenn überhaupt, mit Sicherheit nicht einschlafen lassen, bevor ich mein Ziel erreicht habe.
    Vielleicht können wir uns in Zukunft ja gegenseitig unterstützen 😉

  18. Hallo Mrs. Cookie,

    gerade heute Abend bin ich auf diese Seite gestoßen, denn ich wollte mal wissen, ob John McDougall in Deutschland bekannt ist (ich wohne in Kanada). Es freut mich sehr, das bestätigt zu sehen, denn ich finde seinen Ansatz zu Ernährung sehr gut. Schon seit 1990 verfolge ich McDougalls Information mit Interesse. 1994 (damals habe ich einen „weight management“ Kurs unterrichtet) bin ich für 4 Monate in sein Programm eingestiegen und muß sagen, niemals habe ich mich so gut gefühlt. Leider geht es mir wie vielen – es hapert etwas mit dem Durchhaltevermögen. Vor 2 Jahren mußte ich meinen Blutdruck schnell senken (Vorbereitung auf eine Operation), und wiederum hat McDougall dabei geholfen. Ich konnte blutdrucksenkende Medikamente total vermeiden.

    In einem Post wurde schon erwähnt, daß es verschiedene McDougall Programme gibt. Obst wird nur eingeschränkt, wenn jemand schnell abnehmen will oder mit Diabetes zu tun hat. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, daß man auch abnimmt, wenn man wie ich sehr gerne und viel Obst ißt – nur eben nicht so schnell. Langfristig finde ich eine etwas modifizierte McDougall Maßnahme für mich selbst am ehesten machbar. Ich halte mich zu 80-90 % an seinen Plan, ergänze aber mit ein bißchen Lein- oder Hemp (Hanf???) Öl, denn ich mag keine fettfreien Salatsoßen. Außerdem esse ich eine sehr kleine Menge von Kefir mit Sojamilch gemischt (Geschmacksgründe) zum morgendlichen Müsli. Und wenn ich mal zum Essen eingeladen bin oder einen wirklich schlimmen Heißhunger auf Fleisch kriege, esse ich auch mal ein Stück Huhn oder so. Solange ich von Schokoade (meine sehr enorm große Schwäche….seufz) wegbleibe, kann ich auch wirklich gut abnehmen. Der Plan liegt mir, denn ich mag Kartoffeln, Nudeln, Reis, Brot etc. sehr gerne. Und die Tatsache, daß man uneingeschränkte Mengen essen darf, finde ich rein psychologisch gut.

    Übrigens hat McDougall auf seiner webseite im neuesten Newsletter einen interessanten Artikel über den neuesten Schrei, die „Caveman“ oder Paleo-Diät geschrieben. Und schließlich möchte ich auch noch eine Dokumentation erwähnen: „Forks over Knives“, falls ihr die schon in Deutschland habt. Campbell, Esselstyn, McDougall und andere sind darin zu sehen. Das ganze ist für mich immer sehr motivierend, deshalb habe ich mir die DVD gekauft.

    Vielleicht können wir ja ein internationales „Supportsystem“ gründen, eh?

    Liebe Grüße aus Kanada

  19. Hallo Strickliesel,

    danke für deinen Kommentar 🙂

    Ich glaube aber, McDougall ist in Deutschland nicht wirklich bekannt. In der veganen Food Blogger Szene schon, aber das hat eher damit zu tun, dass sich die meisten sehr an ihre amerikanischen „Kollegen“ orientieren. Das Internet hebt Ländergrenzen ja auf 🙂

    Ich lese auch sehr gern amerikanische und kanadische Blogs – etwa Oh she glows oder Ginger is the New Pink.

    McDougall kenn ich selbst auch aus „Forks over Knives“. Ein toller Film (der kommt in Deutschland im Herbst raus, glaube ich). Genau wie „Fat, Sick and Nearly Dead“, „May I be Frank“ oder „Hungry for Change“.

    Das mit dem Support-System klingt ja klasse 😉 Denn ich halte auch viel von McDougalls Programm. Wobei ich auch zugeben muss, dass ich mich momentan nicht so ganz daran halte – und das Buch auch noch nicht fertig gelesen habe.
    Aber das, was er empfiehlt ist für mich genau die richtige Mischung zwischen einer gesundheitsbewussten *strengen* Ernährung und einer normalen Mainstream-Ernährung.

    Hast du auch schon mal was von Grahams „80/10/10“-Programm gehört?

  20. Ich versuche mir auch das 811 Programm draufzuschaffen. Mit dem Obst habe ich nicht so Probleme, da ich es zu Hause nachreifen lasse. Birnen kaufe ich gerne, da sie gut nachreifen und dann süß und saftig sind. Bananen kaufe ich auch auf Lager. Bei Mangos ist es manchmal nicht so leicht, dass stimmt. Zur Zeit gibt es Melonen, die eignen sich super als Frühstück. Dann sind Weintrauben der Hit, sie machen für Stunden satt. Pfirsich, Nektarinen schimmeln auch schnell. Papaya reift auch gut nach. Nachmittags trinke ich grünen Smoothie und habe das Glück mir Grünzeug und Kräuter aus dem eigenen Garten (Parzelle) zu ernten. Mittlerweile habe ich soviel Salat gepflanzt, dass ich gar nicht mehr hinter her komme. Abends mache ich mir Gemüse aber ohne Obst. Aus Tomaten, Paprika kann man eine schöne Soße machen oder es gibt Gemüsesuppe (Zuchini-Ernte ist wieder sehr ergibig) aus dem Vitamix. Manchmal habe ich totalen Heißhunger auf trockene Weißmehl-Brötchen, dem gebe ich dann einfach nach.
    Auch meinen Kaffeedurst muss ich leider noch immer nach geben. Mein Freund isst Kochkost überwiegend vegan mit gelegentlich mal ein zwei Eier. Wenn wir dann mal zusammen Frühstücken, esse ich auch frische Laugen-Crossaints (ich liebe sie), merke aber, wie es die Fruchternährung für Tage durcheinander bringt. Trockene Brötchen fallen da nicht so ins Gewicht, wahrscheinlich weil die nicht soviel Fett haben. An der reduzierung von Salz bzw. Verwendung von Sojasauce arbeite ich noch, benutze aber wesentlich weniger. Aber man muss sich ständig um die Nahrung kümmern und ständig dran denken. Ein Vorteil ist, dass man Obst durchaus alle zwei Stunden essen kann und trotzdem dabei abnimmt, wenn man auch fett größtenteils verzichtet. Aber ich find die 811 schon wesentlich entspannter, vorher habe ich ein paar Monate fettreiche Rohkost gegessen und da war ich nur am Vorbereiten und ziemlich genervt, das hat sich jetzt verbessert.
    Herzlichen Gruß

  21. Wenn ich das lese, denke ich doch dass ich auch meine Erfahrungenmit 801010 und 30bananas a day in einem blog post zusammenzufassen, denn sie sind fast vollständig negativ. Auch wenn ich das vor einem halben Jahr noch anders gesehen hätte. Auch meine sicht auf freelee und durianrider hat sich sehr geändert. Aber ich weiß nicht ob du für so kritik zugängig bist?

  22. Klar bin ich für Kritik zugängig 🙂

    Auch wenn ich eine Vermutung habe, worauf du hinaus willst – auf diverse Gerüchte, den angeblich wahren Charakter der beiden oder die 30 Bananas Sucks Webseite.

    Aus dem Grund sind ja schon einige wieder vom Zug abgesprung.
    Da ich selbst nie wirklich aufgesprungen war, stehe ich noch immer irgendwo in der Mitte. Ich kann mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen, das Programm dauerhaft (oder sogar fürimmer) durchzuziehen. Aber ich mag es auch noch nicht komplett aufgeben.

    Mal schauen, was die Zukunft bringt.

    Andere Erfahrungen sind auf jeden Fall immer interessant! 😉

  23. Hallo Mrs. cookie, ich habe mich fuer 6 Monate 811 ernaehrt und musste dies abbrechen. Mein Blutzucker war so hoch ausserdem hatte ich Wadenkraempfe, das signalisierte mir, dass ich nicht genug Kalzium hatte. Bei 811 ist es wichtig viel gruen zu sich zu nehmen. Was ich auch fand, dass viele Rohkoestler soviele Vitamine und Minerale einnehmen aber darueber nicht reden. Ausserdem essen manche gekochtes. Meine Meinung ist, dass jeder seinen Weg finden soll.

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