Ein eitles Vorhaben und die Frage nach dem Scheitern

Woran liegt es, dass ich immer wieder gescheitert bin, wo ich mich doch schon so oft auf dem richtigen Weg befunden habe? Und nicht nur das; ich war auch glücklich, habe mich fit, geistig klar und satt gefühlt und geglaubt, nun könne nichts mehr passieren. Nun würde ich all die überflüssigen Pfunde endlich ein und für allemal loswerden…

Ausnahmen

Es waren immer nur die kleinen Ausnahmen, die einem gar nicht schlimm vorkamen. Mal ein Stück Schokolade hier, mal ein Stück Kuchen dort. Aber sie sind schlimm. Richtig schlimm sogar. Denn sie enthalten Fett und Zucker, Stimulantien, die ganz schnell zu Suchtfaktoren werden.
Und wie trockenen Alkoholikern, geht es auch denjenigen, die ihre Ernährung umstellen. Fällt man zurück in altes Verhalten, dann ist alles, was man bisher erreicht hat, auf einen Schlag verschwunden. Manchmal fällt man sogar noch tiefer als bis zu dem Punkt, von dem man ursprünglich angefangen hat.

Das Verheerende: Während man eine Ausnahme macht, ist einem das noch gar nicht bewusst. Man genießt das Essen, redet sich ein, dass solche Ausnahmen ja auch mal nötig wären und ist sich sicher, dass den nächsten Tag alles wieder in geregelte Bahnen verläuft.
Aber das tut es nicht. Man wacht auf und bemerkt sofort, da ist diese Gier
Nicht die Gier, sofort etwas essen zu müssen, was nicht auf dem Plan steht, aber die Gier, es irgendwann im Laufe des Tages tun zu müssen. Will man es sich verbieten, dann schlägt das auf die gesamte Stimmung und man ist nur noch ein Häufchen Elend.

Was geschieht da im Kopf? Warum ist das so? So irrational, nicht zu erklären, nicht greifbar? Ich verstehe es nicht. Ich verstehe so viel nicht, was in verschiedenen Situationen mit mir passiert.

Stress auf Arbeit

Wenn ich Wochenende zuhause bin, schaffe ich es zum Beispiel, verhältnismäßig gesund zu essen. Innerhalb der Woche, wenn ich arbeite, läuft aber alles aus dem Ruder. Das beginnt schon damit, dass ich nicht arbeiten kann, wenn ich dabei kein Kaffee trinke. Ich habe es ausprobiert – ehrlich, es geht nicht. Den Tag habe ich mich gefühlt, als wäre ich krank oder hätte ich Fieber … schwach, kränkelnd, unmotiviert, müde und super unkonzentriert.

Und komischer Weise packt mich immer zum Feierabend hin diese Lust auf Essen. Auf richtig viel Essen. Verbotenes Essen. Süßes vom Bäcker, deftige Sachen – ungehemmtes Schlemmen. Es ist, als müsste ich den Druck, der da von mir abfällt, irgendwie zelebrieren. Zuhause in den sicheren vier Wänden, in der eigenen Komfortszene, leckeres Essen und dazu am besten noch den Fernseher anmachen.
Ist das nicht grässlich?

Es ist ja nicht so, dass ich partout keinen Ausweg sehe. Mit Willenskraft und Anstrengung kann ich es irgendwann schaffen, das weiß ich. Ich will aber nur verstehen, warum es so anstrengend ist? Warum ich diese Muster brauche, an denen ich mich festhalten kann, und warum diese immer mit Essen zu tun haben müssen? Warum ich bei allem, was angenehm ist, Gefahr laufe, süchtig zu werden?

Ich kenne mich manchmal selbst nicht und fühle mich total fremdgesteuert. Da ist etwas Ungreifbares in mir, dass mit die Kontrolle nimmt. Etwas, dass ich nur mit dem Verstand nicht erfassen kann und was mir Angst macht.

Psychologie

Ich habe mich daher entschlossen, einen wichtigen Schritt zu gehen und mal wieder etwas zu wagen. Ich habe mich für ein Teilzeitstudium in Psychologie eingeschrieben.

Es wird tierisch hart, das ist mir mehr als bewusst. Nicht nur, weil ich auch Vollzeit arbeite und mein Blog Baby zum Laufen bringen will, sondern weil ich mich in dieser Hinsicht sehr gut kenne. Ich bin ein Mensch, der unglaublich schnell Feuer und Flamme für etwas ist, aber rückblickend im Leben noch nie irgendetwas zu Ende bringen konnte.
Dieses innere Etwas, nennen wir es der Einfachheit halber mal Schweinehund, verführt mich nämlich nicht nur ständig zum Essen, es hat auch einen ungehemmten Freiheitsdrang und lehnt sich gern gegen alles auf, hinter dem ein Muss steht. Gegen Zeitpläne und Disziplin, feste Vorgaben und Organisationsversuche.

Aber ich will es schaffen. Ich möchte lernen, mich selbst zu verstehen, und ich möchte, wenn ich es dann geschafft habe, anderen helfen, es mir gleichzutun.

Das wird ein langer und steiniger Weg und hoffe, meine Pfunde zu verlieren, bevor ich das Studium beendet habe 😉

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24 Gedanken zu “Ein eitles Vorhaben und die Frage nach dem Scheitern

  1. Wirklich toll, dass du das machen willst! Drück dir die Daumen!
    Und ich denke, es sind hauptsächlich zwei Dinge, die der Auslöser sind:
    1.) In vielen Lebensmitteln sind echt Suchtstoffe drin. Ich meine, es gibt keine Gier nach Tomaten, oder? Wirst du wach und könntest durchdrehen, wenn du keine Bananen bekommst, es vermiest dir die ganze Stimmung?
    2.) Es ist sowieso auch psychisch und kommt mir ganz groß vor wie ein Teil meiner eigenen Eßstörung, bei der es sich im Grunde nicht um Essen dreht. Man braucht etwas, um mit den Gefühlen umzugehen, sie abzuschwächen, auszustellen. Mit den Gefühlen, die man nicht will zumindest. Mit dem Stress, dem Druck. Bist du mit deinem Job 100 Prozent zufrieden? Erfüllt er dich, findest du ihn sinnvoll? ist es ein stressiger Job? Bist du mit dir selbst zufrieden? Liebst du dich? Nimmst du dir Zeit für dich und lebst authentisch?
    Ich denke es gibt kein 100% perfekt ab morgen oder so. Es ist ein langsamer Prozess bei dem man vieeeel lernt. Und mit dem Studium könntest du auf jeden Fall einen Schritt in die richtige Richtung machen 🙂
    liebe Grüße + viel Erfolg,
    steffi

    • Ich bin mit meinem Job nicht zufrieden und er erfüllt mich überhaupt nicht. Aber andererseits sollte ich auch froh sein, dort gelandet zu sein. Andere wären dankbar dafür.
      Der Job, den ich mir wünsche, muss wohl erst noch gebacken werden 😉 Oder ich müsste bereit sein, umzuziehen…

      Ja, authentisch zu leben, eine sinnvolle Aufgabe im Leben zu suchen und so an sich zu arbeiten, dass man mit sich selbst zufrieden ist, das ist wahrscheinlich der Schlüssel.

      Mal gucken, was ich da tun kann. Ich halte euch auf dem Laufenden 🙂

  2. Hallo Ms. Cookie, das klingt ja alles sehr spannend. Ich lese mit 🙂
    Eine meiner Strategien ist ja, eine ungesunde Sache nach der Nächsten komplett aus meinem Leben zu streichen. Langsam, ist dabei das Zauberwort (für mich).
    Wenn du dich zum Beispiel nur darauf konzentrierst, komplett den Kaffee aufzugeben und dir dafür auch komplette Freiheit beim Essen einräumst, kannst du in einigen Wochen „runter“ von diesem ungesunden Laster sein. Du verlierst in der Zeit kein einziges Kilo wahrscheinlich, aber nach 2-4 Monaten ist das mit dem Kaffee dann Geschichte. Und du kannst dich voll und ganz der nächsten Sache widmen. Dem Alkohol. Oder den Softdrinks, falls du welche zu dir nimmst. Oder dem abendlichen Naschen.
    Eben weil du ja auch schriebst, dass du – und das kenne ich sehr (!) gut – wie ein Abhängiger nur ganz drauf verzichten kannst, weil du sonst den Konsum völlig übertreibst.
    Ich trinke ja schon ewig keinen Alkohol mehr, Kaffee habe ich noch nie getrunken, ich habe mir mit dieser Methode abgewöhnt, Süßstoff (Aspartam! Cola Light, Kaugummies, etc) zu konsumieren und das Rauchen natürlich auch. Mein einziges Laster ist Zucker. Und dem will ich auch noch ans Schlawittchen 😉
    Ich drück dir die Daumen, dass du aus dem Dich – Im – Kreis – Drehen heraus und bald zu deinem wahren inneren Selbst findest. LOVE und PEACE von Nina

  3. Hallo Cookie,

    ich kenne das mit der Sucht.
    Einige Tage konnte ich gezwungener Maßen jetzt keine Schokolade essen, doch heute war es wieder soweit. Aber ich hab auch beschlossen das mit einer Banane zu ersetzen.
    Ich verstehe Dich, weil ich auch so ticke und mein inneres ICH überlisten muss um Erfolg zu haben.

    Und ich denke langsam ist wirklich besser.
    Nicht alles geht auf einmal.
    Nimm Dir die Zeit.
    Natürlich verfolge ich Deinen Blog weiterhin 🙂

    • Ja, dieses „nicht alles auf einmal“ ist eigentlich jedem bekannt – mir auch. Aber ich habe es, glaube ich, noch nie umgesetzt. Wenn ich angefangen habe, aus meinem destruktiven Verhalten auszubrechen, dann habe ich jedes Mal Nägel mit Köpfen gemacht und wirklich versucht, alles, woran ich glaube, hier, jetzt und sofort umzusetzen: So gut wie kein Fett, kein Gluten, kein Zucker, keine Fertigprodukte…
      Dass es da viel Kreativität beim Kochen und viel Zeit braucht, versteht sich eigentlich von selbst. Dinge, die ich wahrlich nicht habe… Außerdem bin ich ein absolutes Gewohnheitstier.

      Von dieser Warte aus betrachtet, war das Scheitern vielleicht vorprogrammiert.

          • Dann gib dir für ein oder zwei Tage einen Ruck und hör auf, dich zu allem Möglichen zu zwingen.

            So blöd es klingt, meine Mutter hat mir das vor etwa vier Tagen gesagt, und seitdem hat sich mein Leben geändert. Ich habe wieder Spaß am Sport und habe überhaupt keine Probleme mehr mit dem Essen.

            Sag dir einfach immer wieder selbst vor : „Hör auf, dich zu zwingen“. Aber nicht auf strenge Art, sondern liebevoll.
            Hinterfrage dein Handeln regelmäßig und denk dir „Auch, wenn ich >diesen und jenen Blödsinn< mache, mag/liebe und akzeptiere ich mich."

            Das soll jetzt keine Anweisung sein, wie du dein Leben zu leben hast, sondern eine Hilfestellung/ein Vorschlag. Ich möchte, dass es dir gut geht.

  4. Du hast die Worte „Willenskraft“ und „fremdgesteuert“ fett markiert.
    Aus meiner Sicht ist das der Ansatz, denn „Willenskraft“ ist Teil des „Bewusstseins“, wärend „Fremdsteuerung“ auf das Unterbewusstsein hin deutet.

    Das Bewusstsein ist nur die Spitze des Eisbergs, das meiste läuft unterbewusst ab. Deswegen kann man nicht mit Willenskraft alleine argumentieren, denn es geht (meiner Meinung nach) darum, quasi im Einklang mit dem Unterbewusstsein zu sein, was dann die Weichen stellt, dass das Unterbewusstsein überhaupt akzeptiert, was das Bewusstsein sich zusammen braut.

    Wenn das Unterbewusstsein glaubt, dass das „Bewusstsein“ Mist baut, dann übernimmt es die Kontrolle. Das heißt ja nicht dass das Unterbewusstsein alles richtig macht. Aber dieses Psychologiestudium kann da definitiv helfen.

    Ich les mich schon eine ganze Weile privat hier und da rein, vorwiegend les ich die Psychologie Heute. Gut, damit bleib ich Laie. In einer der letzten Ausgaben ging es um das Ändern von Gewohnheiten. Ich meine es ging darum, dass Gewohnheiten eine bestimmte Funktion haben und dass man sie am besten dadurch ändert, indem man sie durch neue Gewohnheiten ersetz.
    Also wenn man meinetwegen Frustfressen betreibt (dazu gehör ich ja auch zum Teil), dann sollte man es durch etwas ersetzen, dass einem hilft den Frust genau so gut oder noch besser abzubauen. Dann lässt das Unterbewusstsein locker, weil es ja dennoch kriegt, was es braucht.

    Ein anderer Punkt ist, dass sich der Stoffwechsel auch umstellt, wenn man viel oder wenig Sport betreibt. Z.B. wechselt der Stoffwechsel bei Ausdauersport dahin, dass er mehr Fett verbrennt. Wenn man wenig Ausdauersport betreibt verbrennt er mehr Kohlenhydrate. Zumindestens bei mir ists so, dass ich in weniger Sportlichen Zeiten sehr viel eher zu schnellen Kohlenhydraten greife, als wenn ich gerade halbwegs trainiert bin.

    Lässt sich vielleicht auch nicht auf jeden übertragen, weiß ja selbst nicht welcher Aspekt nun der ist, der ausschlaggebender ist. Und ob mein Training überhaupt für den Effekt ausreicht bzw ob es nicht nochmal einen ganz anderen Grund hat.
    Aber mir fällt es mit der Disziplin, also indirekt auch der Willenskraft leichter, wenn der unbewusste Teil vom Körper quasi zufrieden ist

    • Es ist eine gruslige Vorstellung, dass es sowas wie das Unterbewusstsein gibt. Als würde uns unser Körper nicht allein gehören und wir müsste ihn mit einer fremden Kraft teilen – die immer irgendwie andere Ideen davon hat, wie wir unser Leben leben sollten. Sei’s bei Süchten, Depressionen oder Burn Outs…

      Im Einklang mit dem Unterbewusstsein … das klingt für mich zeitweise wie die komplizierteste Sache der Welt. Ich will nicht das, was die zweite Kraft da in mir von mir verlangt 😉

      • Naja, du kannst das auch verbinden mit dem inneren Kind.
        Das tut häufig auch was ganz anderes, als der Verstand von einem will.

        Letztenendes ists auch nur Teil von einem „überlebensinstinkt“, das Unterbewusstsein steuert einen ja nicht fremd, sondern versucht einen zu schützen.

  5. Hey Mrs. Cookie,
    ich lese gerne Deinen Blog und freue mich, dass Du wieder schreibst.
    Deine Verzweiflung über die Gier und das Scheitern kann ich gut verstehen. Von außen betrachtet habe ich allerdings nochmal einen ganz anderen Blickwinkel, den ich Dir gerne mitteilen würde.
    1. Das Scheitern
    …würde ich gar nicht mal so nennen. Der Lebensweg ist selten glatt und einfach (Gottseidank, sonst wäre es ja auch echt langweilig). Es liegen Hindernisse im Weg, es gibt Irrungen, Höhen, Tiefen. Du bist eine, die gibt nicht auf. Du bist zäh und Du verfolgst beständig Dein Ziel. Das steckt an und Du hast schon viele Menschen mit, dem was Du bisher gemacht hast sehr inspiriert. Das ist nicht Scheitern, das nenn ich mutig und tapfer.
    2. Die Gier
    Die Gier ist keine Gier, sondern ein Seelenhunger und das ist gut so. Meistens geht dieser Impuls vom unteren Selbst bzw. inneren Kind aus. Es ist die Sehnsucht nach Liebe, Wärme, Geborgenheit, Leichtigkeit,…was immer gerade der Seele fehlt, die nicht gestillt wird. Der Hunger danach bleibt und so entsteht eben dieses unbändige Verlangen nach z.B. Essen, was eine kurzfristige Befriedigung von Wärme, Geborgenheit, Entspannung, etc. schafft. Da aber das echte Gefühl darunter nicht wirklich erfüllt wird, hört das Verlangen nie wirklich auf. Du kämpfst immer wieder dagegen an mit einer neuen Portion Disziplin. Ich bewundere Deinen Kampfgeist und Ausdauer absolut. Aber ich würde Dir empfehlen, das Pferd mal von einer anderen Seite aufzuzäumen, denn es geht auch mit mehr Leichtigkeit, statt Strenge. Zum Glück!

    Die Lösung ist eigentlich einfach. Es geht darum sich mal auf das untere Selbst einzulassen, ihm zuzuhören, seine Bedürfnisse zu achten.
    Du schreibst selbst, dass Dein neues Vorhaben ein harter steiniger Weg wird. Aus der Sicht des unteren Selbst, hätte ich dazu schon absolut keinen Bock und würde boykottieren, wo es nur geht. Aus Deinen Zeilen liest man schon heraus, dass Du sehr streng und fordernd mit Dir selbst umgehst, aber eigentlich auch eins sinnliche, lebensfrohe Frau bist. Beides harmoniert nicht so gut zusammen.

    Es gibt noch einen anderen Weg und das ist die Abenteuerreise. Die ist auch nicht immer einfach, dafür aber spannend, aufregend und absolut was, wo das innere Kind Juchuhuhuuuuu schreit. Das ist die Reise zu Dir selbst, zum inneren Kern. Die Reise, an dessen Ziel Du glücklich sein wirst, angekommen zu sein, aber auch traurig, dass sie endet…falls sie jemals endet. Eine Reise, die Dich zu einer großen Erzählerin von Abenteuergeschichte machen wird. In diesem Sinne Ultreya!
    Von einer Abenteurerin

    • Wow Isabelle, vielen Dank. Ich habe beim Lesen deines Kommentars die ganze Zeit zustimmend mit dem Kopf genickt. Genau so sehe ich das auch, wirklich!

      Das mit den Abenteuern ist in Planung. Ich würd gern kopfüber und sofort hineinspringen, aber es gibt Hindernisse, die aus dem Weg geräumt werden müssen. Nur manchmal habe ich leider das Gefühl, ich drehe mich im Kreis.

      Alles ist ein einziger Teufelskreis: Das Chaos nach außen korreliert mit dem Chaos innen. Aber wie kann man die Motivation finden, jeweils innen oder außen aufzuräumen, wenn die Gegenseite einen immer lähmt?
      Oder um es mit einem Beispiel auzudrücken: Wenn Messis beispielsweise im Chaos leben, weil bei Ihnen innerlich etwas vorgeht, was sie lähmt, dann können sie nicht aufräumen. Aber wenn sie nach außen hin keine Ordnung schaffen können, wie sollen sie dann die innere Lähmung anpacken?

      Ähnlich ist es mit dem Abnehmen. Wenn sich das Innenleben nach außen kehrt und im Körper wiederspiegelt, dann überträgt sich das, was innen ist, auch auf das äußere Leben … und normale Sachen, die einem immer Spaß gemacht haben, werden uninterassant und blass. Als dicker Mensch geht man nicht gern an den Strand oder auf Partys (auf den Tanzflächen) … oder zu so coolen Sachen wie Surfen und Wasserski. Oder in Erlebnisparks oder Flugzeuge (enge Sitzgelegenheiten).
      Die Abenteuerlust ist theoretisch noch da, praktisch aber gehemmt, weil man sich selbst überall gehemmt fühlt.

      Man muss irgendwo eine Lücke, eine undichte Stelle finden und diese einreißen. Ob das nun Disziplin ist, Affirmationen, Meditationen und positive Gedanken oder einfach an irgendeiner Stelle mal der freie Fall, das muss ich wohl noch herausfinden.

      • Hallo Abenteurerin,
        ich glaube, es wäre interessant, zu schauen, warum die Gegenseite (Unterbewusstsein, inneres Kind, Schweinehund…wie immer man es nennen mag) einen lähmt und mal auf sie einzugehen, statt zu versuchen, sie mit noch mehr Disziplin zu bekämpfen.
        Das schöne ist, dass Du Dir die Antwort bereis selbst gegeben hast (die Antwort findet sich immer in Dir selbst):

        „Dieses innere Etwas, nennen wir es der Einfachheit halber mal Schweinehund, verführt mich nämlich nicht nur ständig zum Essen, es hat auch einen ungehemmten Freiheitsdrang und lehnt sich gern gegen alles auf, hinter dem ein Muss steht. Gegen Zeitpläne und Disziplin, feste Vorgaben und Organisationsversuche.“

        Es ist das Muss, Zeitpläne, Disziplin gegen die Du Dich unterbewusst wehrst. Zurecht!
        Das Leben ist doch viel schöner ohne. Aber dahinter steckt eine Angst, ein falscher Glaubenssatz und deshalb ist es für Dich tausendmal schwerer, von diesem MÜSSEN loszulassen, als Dir die nächste Herausforderung zu suchen, die jede Menge Disziplin erfordert, aber Dich relativ zügig in den gleichen Teufelskreis zurückbringt.
        Wenn Du magst, dann mail mich an (meine Mailadresse müsstest Du haben), dann zeig ich Dir, wie man an den falschen Glaubenssatz kommt und nen besseren findet.
        Grüße von einer, die viel zu lange geglaubt hat, dass mangelnde Disziplin ihr größtest Problem sei 😉

  6. Hallo Mrs. Cookie,
    schön mal wieder von dir zu lesen! Schaue öfters hier rein und frage mich, ob du aufgegeben haben solltest.
    Ich kann dich total verstehen, fange auch gern neue Sachen an, bin Feuer und Flamme und dann…Luft…Bequemlichkeit…Schweine(hunde), die laut bellen. Die ganze Rohkostsache fasziniert mich ungemein und ich glaube auch, dass man beim Abnehmen auch psychisch an sich arbeiten sollte – da wird dir das Studium sicherlich hilfreich bei sein!! 🙂 Was ich aber auch glaube (und ich denke, dass das wirklich ein entscheidender Punkt ist) ist, dass man es in den Anfängen alleine einfach schwerer hat. Zu Zweit geht alles leichter, man überwindet Tiefpunkte besser, man motiviert sich gegenseitig.
    Mich würde ehrlich gesagt interessieren, aus welcher Ecke Deutschlands du kommst?
    Motivierende Grüße aus dem Norden! 🙂

  7. Hallöli Rebecca. Danke für deinen Kommentar.

    Richtig, etwas allein durchzuziehen ist immer härter. Aber ich schätze, genauso hart ist es, jemanden zu finden, der jeweils zum gleichen Zeitpunkt den gleichen Weg geht und das gleiche Vorhaben hat.

    Meinen Erfahrungen zufolge wollen diejenigen, die übergewichtig sind eher mit Weight Watchers oder irgendwelchen „Ich spare Kohlenhydrate ein“-Diäten abnehmen, während die, die sich für Veganismus und Rohkost interessieren nicht unbedingt 30+ Kilo Übergewicht mit sich rumschleppen.

    Ich komme ausm Nordosten – wohne an der Ostsee 🙂

    • Guten Morgen!
      Ja, das stimmt. WW ist immer hoch im Kurs, genau wie die KH-Geschichte. Vor allem wird man dann als Dicke ohnehin schief angeschaut, wenn man sich gesund ernähren will, aber trotzdem Obst (Bananen) isst – weil die KHs weglassen, das funktioniert ja, also iss gefälligst keine Bananen. 😉 Mein Kollege ist so drauf, ganz witzig. Nur Eiweiß essen, kein Obst. Klappt figurtechnisch, aber dafür hatte er schon irgendwelche Steine (Niere? Galle? Irgendwie so.). Dann bin ich lieber dick…
      Ich möchte 40 kg abnehmen…Aber sobald ich einmal was „verkehrtes“ gegessen habe, denke ich, ach, jetzt ists ja auch egal. *schnief* Ich bin zu undiszipliniert. Was sich auch interessant anhört ist dieses Juice Feasting! Aber mein Englisch ist zu schlecht. *grml* 😉
      Hast du auch eine Mailadresse oder bist bei FB?
      Ostsee – schöne Gegend, da kann man ja neidisch werden! 🙂

  8. Dein Englisch ist zu schlecht für Juice Fasting? Was meinst du? Für die Anleitungen dazu?
    Ich habe das mal zwei Tage durchgezogen und fand es sogar super einfach. Aber die Arbeit dafür ist eine Katastrophe – haufenweise Obst und Gemüse kaufen, schnippeln, entsaften, reinigen… Naja. Wenn ich das nächste Mal Urlaub habe, wollte ich mir mal einen Safttag von Juice Delight gönnen 🙂

    Ja, ich habe eine E-Mail-Adresse:
    himbeereis_zum_fruehstueck [ät] ymail.com

    Kannst dich gern melden. Ich schicke dir dann meine Facebook Adresse. ^^

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