Perfection needs to die

Hallo meine Cupcakes, Herbst-Lover und Lieblingsleser. Ich hoffe, ihr seid alle gut in die bunte und windige Jahreszeit gestartet.

Es tut mir leid, dass ich so lange nichts gepostet habe, aber ich habe in den letzten Tagen, ja, eigentlich schon in den letzten Wochen mit den Folgen eines Virus‘, eines Trojaners (oder was auch immer es war) gekämpft. So wirklich hat nichts so funktioniert, wie ich es mir gewünscht habe.

Aber jetzt bin ich ja wieder da, und habe gleich eine kleine Ankündigung zu machen. Ihr habt es im Titel ja schon gelesen: Mit dem Perfektionismus habe ich vorerst gebrochen.

Aus die Maus für Rohkost, 80/10/10, McDougall, fettfrei, zuckerfrei, glutenfrei, koffeinfrei…

Das heißt nicht, dass ich an all diese Dinge nicht mehr glaube bzw. sie nicht mehr als Ideal betrachte, sondern einfach, dass sie mich hemmen und verhindern, dass ich überhaupt erst den ersten Schritt machen kann.

Ich weiß, für euch ist das alles sicher nicht neu. Für mich auch nicht. Aber ich war so lange in diesem Muster gefangen, dass nur „ganz oder gar nicht“ funktionieren kann. Habe ich Gluten gegessen, habe ich mich so schlecht gefühlt, dass die komplette Motivation verschwunden ist, und ich mich gehen lassen habe. Ähnlich war es beim Fett. Ich wusste echt nicht mehr, wie ich meinen Salat essen sollte, damit er schmeckt, fettfrei ist, aber trotzdem satt macht. Habe ich dann zu Hummus gegriffen, war das schon wieder ein Stück weit versagen … auch wenn es sich dabei ja um ein gesundes Lebensmittel handelt.

Damit ist vorerst Schluss. Ich nutze den Herbst dafür, meine alten Ideale für eine Zeit lang einzumotten und ganz neu durchzustarten.

Gut, Zucker und Fett und Gluten und Koffein sind nicht das Wahre. Aber in Maßen genossen und einigermaßen clever im Tagesplan verteilt, richten sie sicher weniger Schäden an, wie in Massen verschlungen – wie es bei mir mit dem Vorsatz „Nur noch heute, ab morgen wird alles perfekt“ – monatelang der Fall war.

Ab jetzt gibt es jeden Monat nur einen einzigen Vorsatz. Nur eine Regel, alles andere ist mehr oder weniger egal. Ich versuche zwar, gesund und ausgewogen zu essen, aber wenn es nicht klappt, werde ich mich trotzdem nicht als Versager fühlen, sofern ich diese einzige Regel durchhalte. Sie lautet:

Ab morgen, also Montag dem 15.10.2012, bis Ende des Monats jeden Morgen an dem ich zuhause bin, ein schnapsgroße Menge Weizengrassaft trinken.

That’s it!

… für’s erste.

Hier gibt es noch ein paar Bilder von einem spätsommerlichem Wochenende, an dem aus meiner Sicht alles gut war. Nicht perfekt, aber so, wie ich es mir für die nächsten Wochen und Monate wünschen würde

Wassermelone, Porridge mit Weintrauben, Feigen, Soja Joghurt, Kokosflocken, gemahlenen Kakaonibs + Matchapulver und Salat mit einem Veggieburger.

Kaffee mit Kokos-Reismilch, Wrap mit Hummus, Brokkolisprossen, Tomate, Paprika und einem Veggieburger und Freelees Raw Strudel (Apfel-Banane-Dattel-Dessert):

Alkoholfreier und veganer Pina Colada, Weintrauben und Chai Tee:

Ich wünsche euch allen einen super tollen Start in die Woche und würde mich freuen, wenn ihr mich alle weiter auf meinem Weg begleitet 🙂

Advertisements

8 Gedanken zu “Perfection needs to die

    • Gibt verschiedene Shops, die es frisch verkaufen. Viel günstiger ist es natürlich, wenn man es selbst in Grillschalen anbaut – ist ganz easy. Oder Weizengraspulver kaufen und mit Wasser vermischen (oder je nach Geschmack mit Säften).

  1. Das sieht doch super gesund aus! Wenn du dabei bleiben kannst ist doch alles klasse!
    Ich glaube, die Perfektion bringt wirklich nichts. Mir geht es ja auch so.
    Es muss ja was sein, was man auch mal länger durchhält und nicht nur 2 Wochen oder so.
    Wenn wir Perfektion wollen, können wir da vielleicht für die letzten 2 oder 3 Kilo noch mal drüber nachdenken.
    Aber alles, wo ich schon weiß, dass ich das eh nicht für den Rest meines Lebens durchhalten kann, ist auf Dauer wohl einfach nicht das Wahre.

    Lieben Gruß
    Olivia

    • Jip. Luft nach oben gibt es immer – verbessern können wir uns noch unser ganzes Leben lang. Für’s erste ist es erstmal wichtig, dass man einen Schritt in die Tür bekommt.

      Ich finde es zwar immer noch ungewohnt und ernähre mich derzeit nicht viel anders als zu der Zeit bevor ich diesen Artikel geschrieben habe (weil ich dieses Frustgefühl und dieses „jetzt ist sowieso alles egal“ leider nicht ablegen kann, sofern es eben mal nicht perfekt gelaufen ist), aber das bisschen, das ich mir vorgenommen hab, diesen Schluck Weizengrassaft zu trinken, klappt trotzdem.

      Das ist am Ende des Monats etwas, worauf ich aufbauen kann, und was mir vielleicht trotzdem das Gefühl gibt, etwas geschafft zu haben – selbst wenn ich mal wieder total versagt habe.

  2. Ich glaube, das ist das erste Mal, dass ich ernsthaft glaube, Du kannst durchhalten. Alles vorher Gepostete war mir zu strikt und deutlich zu unpraktisch. Die jetzt gewählte Variante sieht superlecker aus und gesund, dabei aber nicht so kompliziert. Wünsche viel Erfolg und guten Appetit!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s