2013

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2013 also. Schon? Wahnsinn.

Meine Mutter hat immer gesagt, glaub mir, je älter du wirst, desto schneller vergeht die Zeit. Richtig realisiert habe ich es nie. „Jede Uhr tickt doch gleich schnell. Wir alle haben 60 Minuten pro Stunde und 24 Stunden am Tag.“

Dabei hat schon Albert Einstein es bewiesen: Zeit ist relativ.

Wenn in meinen Kindertagen ein Jahr vorbeigegangen ist, dann konnte ich auf super aufregende 12 Monate zurückblicken, in denen so viel passiert ist, dass ich mich in der Silvesternacht nicht einmal mehr an die Hälfte erinnern konnte.

Vor zwei Tagen war alles anders. Ich habe alles Erlebte ausgiebig rekapituliert und dabei zwei Dinge festgestellt:

  1. Alles ist irgendwie beim Alten geblieben.
  2. Es ist, als wäre Silvester 2011 erst letzten Monat gewesen.

Ich hatte so viele Ziele und Pläne. Eine riesige Liste. Ich wusste ja, dass es etwas zu viel war, um es auch tatsächlich alles umzusetezn, aber das letztlich so gut wie gar nichts geschieht, das war nicht geplant.

Mir ist bewusst, dass man nicht von einem verlorenen Jahr reden sollte. Wir entwickeln uns immer weiter und lernen neue Dinge dazu, auch wenn wir diese Lektionen nicht als rauschende Abenteuer in Erinnerung behalten.
Aber trotzdem: Ich stehe noch genau an der Stelle, an der ich letztes Jahr zu diesem Zeitpunkt stand – mit einem Koffer voller Träume und dem Mut eines Hasen, der zitternd vorm Löwen mit weit aufgerissenem Maul steht.

  • Ich habe nicht abgenommen. Nein, ich habe zugenommen
  • Ich habe keinen Sport gemacht und mich in keinem Fitness-Studio angemeldet
  • Ich habe nicht regelmäßig gebloggt und diese Seite nicht weiterentwickelt
  • Ich habe zwar meinen Job wechseln können und bin damit auch glücklicher als vorher, habe darin aber auch keine Erfüllung gefunden
  • Ich habe keine neuen Rezepte ausprobiert, nicht regelmäßig grüne Smoothies getrunken, und der Crockpot, den meine Mum mir letztes Jahr (bzw. jetzt ja schon vorletztes Jahr) zu Weihnachten geschenkt hat, steht immer noch unbenutzt in der Ecke
  • Ich habe NICHTS, wirklich nichts von all den Dingen umgesetzt, die ich auf meiner Reise bereits gelernt, und als Tipps für andere verpackt habe.

Es ist ein ernüchterndes Gefühl, das mich packt. Neujahrsblues.

Zum ersten Mal ist da keine Euphorie, keine Freude über die Chance eines Neuanfangs. Weil ich aus der Vergangenheit gelernt habe. Und weil ich Angst habe, auf ewig in diesem Loch stecken zu bleiben, in dem ich mich befinde.

Aufgeben ist nicht mein Ding. Was hat das alles dann noch für einen Sinn? Ich werde erneut angreifen; habe mir auch schon einen Schlachtplan zurechtgelegt, über den ich die nächsten Tage ausführlich berichten werde.

Aber dennoch, die Angst bleibt.

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6 Gedanken zu “2013

  1. Sie nicht traurig liebe Miss Cookie, mir geht es ähnlich wie dir. Auch abnehmen steht immer wieder auf meiner Liste, genauso wie „endlich ordentlich werden“.
    Es braucht eben Disziplin, all das Vorgenommene im Alltag umzusetzen und viel viel Kraft.
    Ein neues Jahr, na und? Es ist doch völlig egal, WANN man anfängt, hauptsache man fängt ÜBERHAUPT an, in seinem Leben das zu ändern, was einen stört!
    Holterdipolter von heut auf morgen fällt den meisten wohl sehr schwer. Du hast den Smoothie nicht täglich geschafft? Na und! Dann trink ihn eben alle zwei Tage und iss stattdessen halt nen superknackigen Salat aus deiner Vakuumdose (die ich mir übrigens auch bestellt habe, ich bin schon ganz gespannt)! Shit happen, aber davon geht die Welt nicht unter.

  2. Ich glaube, du hast da schon den ersten wichtigen Schritt getan: Darüber nachgedacht, was denn lief und was davon nicht zu deiner Zufriedenheit war. Ehrlich zu sich selber sein ist nicht immer einfach aber ganz wichtig.

    Darum: Trotzdem alles alles Gute für 2013!

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