Trainieren bei Mrs. Sporty

Gestern habe ich euch erzählt, dass ich endlich über meinen Schatten gesprungen bin und mich bei einem Fitness-Studio angemeldet habe. Heute möchte ich euch etwas mehr über die Wahl des Studios berichten.

Es ist Mrs. Sporty geworden – eine Fitness-Kette bei deren Entwicklung u.a. Steffi Graf mitgewirkt hat.

steviakaufen

Mrs. Sporty unterscheidet sich in vielen Gesichtspunkten von anderen Studios.

Eher negativ (fange wir damit mal an) fällt auf, dass es hier weder Duschen, Saunas, Wellness-Bereiche noch große Flächen zum Trainieren gibt. Das Studio verbreitet Wohnzimmer-Atmosphäre; und die eine (!!!) Umkleidekabine ist eigentlich nichts anderes, als die Ankleidekabinen in Klamottengeschäften.

Für diesen spartanischen Spaß bezahlt man dabei nicht wenig Geld. Ich habe mich für die Vertragsoption entschieden, die monatlich kündbar ist, und komme hierbei auf 53,99 EUR pro Monat zzgl. einmalig 20 EUR Bearbeitungsgebühr. Außerdem wären noch 99 EUR Startgebühr für das Erst-Check-up fällig gewesen, aber die konnte ich mir aufgrund eines Sonderangebots zum Tag der offenen Tür zum Glück sparen.

Aber viel wichtiger sind natürlich die Gründe, warum ich mich für Mrs. Sporty entschieden habe:

  • Es ist ein reines Frauenstudio: Das schließt demnach nicht nur aus, dass irgendwelche stählernen Kerle dort ihre Muskeln weiter aufpumpen wollen; nein, auch die Damen, die u.a. zum posieren trainieren gehen, werden doch eher nicht anzutreffen sein – jedenfalls nicht in dem Maße. Was ich auf dem ersten Blick sagen konnte, ist, dass das Damenpublikum ziemlich gemischt ist: Ältere und jüngere Frauen, gut trainiert, aber auch Inge Schulz von nebenan.
  • Mrs. Sporty nutzt das Zirkel-Trainingskonzept: In einem Kreis angeordnet stehen abwechselnd Kraft-Geräte und kleine Treppchen und Stand-Plattform. An jeder Position trainiert man 40 Sekunden. An den Geräten verschiedene Muskelgruppen, auf den Plattformen Ausdauer (die Übungen werden von den Trainern vorgemacht). Eine Runde dauert 10 Minuten. Nach 3 Runden ist das Training beendet. Alle Muskelgruppen sollen dann beansprucht worden sein und der Puls sich, der nach jeder Runde gemessen wird, im fettverbrennenden Bereich befinden. Das Ganze ist super effektiv und kann jederzeit schnell in den Alltag integriert werden. Die Trainingsintensität bestimmt man dabei allein. Es handelt sich um hydraulische Geräte. Das bedeutet, je mehr Power man gibt, desto höher der Wiederstand und je mehr Kraft ist nötig. Man kann sein Training also immer unkompliziert an die jeweilige Tagesform anpassen.

mrssporty

  • Die Kette ist deutschlandweit vertreten und man hat die Möglichkeit, auch in anderen Städten zu trainieren.
  • Es sind immer mehrere Trainer vor Ort, die Hilfestellungen leisten oder Tipps geben. Man wird nicht im Regen stehen gelassen und kann jederzeit gern Fragen stellen.
  • Im Abstand von ca. 4-6 Wochen finden Checkups statt. Man überprüft, ob die gesteckten Ziele erreicht wurden bzw. was man ggf. verbessern könnte. Dazu wird regelmäßig der Körperfettwert gemessen, das Gewicht protokolliert und die Maße an verschiedenen Körperstellen genommen. Ein schöne Sache! Ich finde, so ein persönliches Feedback motoviert viel mehr, als wenn man die nackten Zahlen immer nur für sich selbst abliest.

Klingt nicht schlecht, oder?

Eigentlich gibt es nur eine Sache, die mich etwas abschreckt: Es wird auch ein Ernährungskonzept angeboten.

Nein, es handelt sich um keine Pülverchen oder dergleichen. Es geht eher in die Weight Watchers Richtung und ist demnach ein ganz vernünftiges „Du darfst von allem etwas, aber von nichts zu viel“-Konzept.

Aber ich habe mein eigenes Konzept. Ich werde nicht auf Kohlenhydrate verzichten und meine Eiweißzufuhr erhöhen. Und ich könnte und würde auch nie auf süße Früchte verzichten.

Ich will nicht sagen, dass ich alles weiß und nichts mehr dazulernen kann. Aber es gibt einfach zu viele konträre Ansichten, auch auf wissenschaftlicher Ebene, als dass man wirklich irgendetwas rausfischen könnte, dass das Maß aller Dinge wäre.
Zwar will ich abnehmen, ganz klar, aber dabei nicht mein eigenes Bauchgefühl überrennen.

Ich weiß ganz eindeutig, dass so ein Normalo-Speiseplan (das ist nicht negativ gemeint), von wegen morgens ein Vollkornbrot mit Butter und Marmelade, mittags ein Salat mit Garnelen und abends ein Stück Hähnchen mit gedünstetem Gemüse, nichts für mich wäre. Nicht nur, weil ich vegan lebe, sondern auch, weil ich ein stückweit zum Hippie geworden bin. Bunt muss es sein, aufregend, anders, alternativ… 🙂

Ich bin ja mal gespannt, ob ich da einen Weg finde, mich rauszureden und diesen Coachingtermin abzusagen, ohne da jemanden vor den Kopf zu stoßen. Es kommt erfahrungsgemäß nicht so gut, wenn ich behaupte, ernährungstechnisch wäre ich schon gut mit Wissen ausgestattet. Man glaubt es mir in aller Regel nicht, was ich auch verständlich finde 😉

Was ist mit euch? Trainiert ihr in einem Studio? Wenn ja, in welchem? Und seid ihr zufrieden?

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8 Gedanken zu “Trainieren bei Mrs. Sporty

  1. Aber hör Dir doch einfach an, was sie Dir zu erzählen haben. Vielleicht sind ja doch ein paar brauchbare Tipps dabei. Den Rest kannst Du hinterher wieder vergessen.

  2. Ich würde mir sowas trotzdem anhören. Zwar davor hinweisen, dass du vegan bist, aber ansonsten einfach mal zuhören, denn es kann immer was dabei sein ,was man brauchen kann 😉

  3. Hallo ich bin ein absoluter Befürworter von Freihanteltraining – aber ich habe einmal bei Mrs. Sporty für ein Jahr gearbeitet und finde das Training sehr gut und effektiv. Ich kann es dir sehr empfehlen, vor allem weil während des gesamten Trainings eine Trainerin in der Runde ist, die schaut und motiviert. Da es praktisch keine Pausen gibt ist es zusätzlich sogar noch ein gutes Herzkreilauftraining.

    Anmerkung: Ich habe 25 Jahre als ausgebildete Trainerin gearbeitet, davon 16 Jahre im eigenen Studio und trainiere in meinem Home Gym auch heute noch regelmäßig.

    Was den Ernährungsplan angeht, nun ja – er funktioniert und lässt sich sicherlich auch auf deine Bedürfnisse abändern. Ich habe mich während meines Jahres dort allerdings nicht für die Ernährungsberatung eintragen lassen, weil ich nicht dahinterstand. LG Biofee

  4. Habe vor drei Jahren 4 Wochen dort probetrainiert und für mich selbst überraschend sehr gut abgenommen. Vor hatte ich nur eine gewisse Straffung und Fitnessverbesserung. Die „Ernährungsumstellung“ war schon mehr als das, am Anfang hatte ich richtig Hunger. Als Vegetarierin konnte ich es aber gut durchziehen und war selber überrascht, wie schnell die Pfunde schmolzen mit dem individuellen Plan, der ja durchaus flexibel ist, da man für die verschiedenen Lebensmittelgruppen konsumieren kann, was man will. Für Fleisch/ Fisch nahm ich Eier, Milchprodukte etc. Du lebst vegan ( da bin ich grade dabei mich einzufinden, weil ich die Milchproduktion mit dem Elend für Kälber und ihre Mütter nicht mehr unterstützen möchte. Bei Eiern habe ich kein schlechtes Gewissen, weil ich sie von einem Hof beziehe, wo ich jede Woche sehe, dass es den wirklich frei laufenden Hühnern gut geht), da mag der Ersatz nicht ganz so einfach sein, würde im Studio aber einfach fragen, ich habe die Trainerinnen sehr hilfsbereit und entgegenkommend erlebt. Du schreibst, dass Du nicht auf süße Früchte verzichten möchtest – das müßtest Du auch gar nicht. Ich kann aus der eigenen Erfahrung nur ermutigen, die Sache mal zu versuchen in vegan angepaßter Form und damit zu rechnen, dass Du in den ersten Tagen Kohldampf schiebst. Das läßt aber wirklich nach, bei mir verschwand sogar die Schokoladensucht. Wichtig ist auch, dass viel getrunken wird, das hilft auch etwas gegen die knapp bemessenen Portionen. Nach kurzer Zeit hatte ich die Nahrungsmittelgruppen internalisiert und brauchte nicht mehr groß nachzusehen. In 4 Wochen verlor ich 4 kg und das Abnehmen ging nachher sogar noch weiter. Ich trainierte 3 Mal in der Woche, was ich ehrlich auch nicht komfortabel fand ohne Duschen. Es stimmt auch nicht, dass es in einer halben Stunde getan wäre, eine Stunde muss man schon rechnen. Fazit: Es lohnt sich, wenn man abnehmen möchte. Ich hatte zuvor einiges probiert, weitgehend erfolglos und hätte nicht gedacht, dass das Programm so zieht. Viel Erfolg!

  5. Jetzt bin ich platt, dass du vegan lebst und nicht schon Idealgewicht hast…Vor Jahren, als ich schon Jahrzehnte Vegetarierin war, hab ich auch mal bei Mrs. Sporty in kurzer Zeit und mit Einhaltung des Ernährungskonzepts unter teilweise schwerem Hunger 4 kg abgenommen und war happy. Seit einem Jahr lebe ich vegan und esse alles Vegane, was mir schmeckt (auch gerne und viele Nüsse) und habe ungelogen völlig mühelos in einem Jahr 10 (!) kg abgenommen (von 69 auf 59 kg bei 170cm Größe. Ich konnte es kaum fassen, ist aber so.
    Wünsche dir viel Erfolg, egal bei welcher Methode!

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