Mein erstes Training – und ein halber Ohnmachtsanfall

Am letzten Samstag hatte ich dann mein erstes Training bei Mrs. Sporty.

Natürlich war ich anfänglich wieder super aufgeregt, habe mich selbst fertig gemacht („Das wird so peinlich!“) und hatte null Lust. Vermutlich wird das auch noch eine ganze Zeit lang so bleiben. Eben so lange, bis ich mich eingewöhnt habe und sich alles ganz normal und alltäglich anfühlt. Tja, da muss ich durch.

Alles in allem war es auch gar nicht so schlimm, wie ich vermutet habe. Gleichzeitig aber doch peinlich und ganz anders, als in meiner Vorstellung. Ich erzähl‘ einfach mal.

Ich bin gleich morgens hingegangen. Das Studio war nicht sehr voll und eigentlich haben die Frauen sich dort nur auf sich selbst konzentriert, auch wenn man hier und da locker geschnattert oder ein paar Sprüche rausgehauen hat. Es war nur eine Trainerin da. Die liebe Kira stand mir die ganze Zeit zur Seite und hat mir jedes Gerät noch einmal erklärt. Ich war erstaunt, wie einfach alles ging und wie wenig ich mich anstrengen musste – und wie ich dann trotzdem, fast ohne es zu merken, aus der Puste kam und überall in meinem Körper ein Ziehen bemerkte. Es war faszinierend. Ein sanftes Training, aber wenn man ins Schwitzen kommt und der Puls rast, muss es wohl trotzdem effektiv sein 😉

Was ich zunächst nicht ganz verstanden habe: Obwohl das Tempo wirklich okay war und ich mich wahrlich nicht verausgabt habe, ging es mir immer weniger gut. Mir war leicht schwindelig und der Kopf pochte. Da Kira mir noch die Stretching Übungen zeigen wollte und wir noch das Checkup vor uns hatten, konnte ich zum Glück schon nach 2 1/2 Runden abbrechen.

Bei Stretchen ist es dann passiert: Aufsteigende Übelkeit, Zittern, Rauschen/Taubheit in den Ohren, starkes Kopfweh und es tanzten Sterne vor meinen Augen. Ich musste mich sofort hinsetzen, sonst wär ich weggeklappt. Die Trainerin wurde leicht nervös und wollte schon wen für mich anrufen. Und natürlich haben auch alle anderen Frauen mitbekommen, was los ist. Ganz hervorragend! Wär es mir nicht so schlecht gegangen, hätte ich mich bestimmt in Grund und Boden geschämt. Nur so ein lahmes Einstiegstraining ohne richtig ausgepowert zu sein, und schon den sterbenden Schwan spielen…

Zeitweise habe ich gedacht, ich kipp vom Stuhl. Aber dank meines Kokoswassers (super für einen ausgeglichenen Elektrolythaushalt) ging es mir nach einigen Minuten wieder etwas besser.

Kira hat vermutet, dass ich wahrscheinlich einfach nicht genug gegessen hatte. Hm. Kann das sein? Es gab meinen Standard Green Smoothie – mit einem fertig gemixten Banane-Ananas-Kokossmoothie aus dem Supermarkt, Spinat und diversen Superfoods. Gut, da ist jetzt keine richtig feste Nahrung dabei, aber an Arbeitstagen hat mich der Kumpel an manchen Tagen fast bist mittags satt gehalten.

Aber heute glaube ich, den wirklichen Grund zu kennen. Denn noch am gleichen Tag ging es dann los: Laufende Nase, ein Gefühl als wär man durch den Fleischwolf gedreht worden, Halsschmerzen…
Es hat sich eine dicke Erkältung angebahnt. Wahrscheinlich ist es nicht sonderlich klug, dann trainieren zu gehen. Zumindest hoffe ich, dass das der Grund war. Beim nächsten Mal darf mir so etwas auf keinen Fall wieder passieren.

Wobei ich leider noch nicht weiß, wann das nächste Mal sein wird 😦 Meine Erkältung ist nicht nur noch da, sie ist sogar schlimmer geworden, sodass ich momentan krank geschrieben bin. Herrlich! 54 EUR Monatsbeitrag und ich hab es wirklich geschafft, schon EIN einziges Mal trainieren zu gehen. Beifall bitte!

Hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich mir NIEMALS Erkältungen einfange? Öhm, nun gut, shit happens!
Die gute Nachricht: Ich habe es endlich gewagt. Und darauf bin ich dann doch so ein bisschen stolz!

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3 Gedanken zu “Mein erstes Training – und ein halber Ohnmachtsanfall

  1. Ich find das toll, dass du dich getraut hast und auch wenn jetzt so eine blöde Pause dazwischenliegt, wirst du den Wiedereinstieg schaffen!

    Gute Besserung,
    Kris

  2. Ich finde es richtig toll, dass du das jetzt ausprobierst und wünsche dir ganz viel Spaß. Dann kann das Frühjahr und der Sommer ja kommen 🙂 Da wird es dann auch bedeutend einfacher… Ich freue mich schon auf Mittwoch, wenn das Thermometer endlich deutlich in den Plusbereich steigt…

  3. Gratulation zum Entschluß und zu diesem offenen Artikel. Genauso geht es bestimmt sehr vielen Leuten und es ist gut, einmal einen ehrlichen Text über den schwierigen Einstieg zu lesen. Mir ging es vor einigen Jahren ähnlich, ich musste mich von 110 kg herunterarbeiten. Schnell gelernt habe ich dabei, dass Sport nur dann super und fast von alleine funktioniert, wenn er Spaß macht. Als ich meinen Sport gefunden hatte, purzelten die Kilos von selber. Vielleicht gibt es ja auch etwas für Dich, was Dich so richtig motiviert ? Bei mir war’s Step-Aerobic…

    Weiterhin viel Erfolg,
    Frank

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