Befunde sind da

Ich habe meine Befunde endlich bekommen. Glücklich kann ich darüber nicht sein, aber zumindest erleichtert: Es wurde etwas gefunden, was meine Beschwerden erklären kann, aber es ist nichts, was mein Leben radikal verändern wird.

Um es kurz zu machen: Ich habe Probleme mit der Wirbelsäule/Bandscheibe. Kein Bandscheibenvorfall, aber eine Vorstufe davon. Ich habe bzw. hatte extreme Verspannungen, Taubheitsgefühle in verschiedenen Körperbereichen und Schmerzen. Dazu kommen Kieferbeschwerden, die zu Kopfschmerzen, Schwindel und Sehstörungen geführt haben.

Ich bin 27 Jahre alt, habe eine Fettleber, eine chronische Magen- und Speiseröhrenentzündung, ein knackendes und manchmal schmerzendes Knie, eine Gallenblasen-Operation hinter mir, hormonelle Schwankungen/Hormonstörungen und jetzt auch noch einen zunehmenden Verschleiß in der Wirbelsäule. Das ist so traurig!

Dennoch weiß ich natürlich, dass das alles nicht von ungefähr kommt. Ich bin nicht Opfer, sondern Macher meiner Beschwerden. Fühlt sich nicht gerade besser an, bewahrt mich aber davor, in Selbstmitleid abzurutschen.

Zu meinen Plänen:

Der ganz große Druck, alles jetzt und sofort verändern zu müssen, ist mit dem Erhalten meiner Befunde natürlich etwas zurückgegangen. Das heißt aber nicht, dass die Motivation komplett verschwunden ist.

Ich halte mich nicht genau an die Pläne: Ich esse Soja, trinke Kaffee und es haben sich auch immer mal wieder Süßigkeiten eingeschlichen. Aber ich bleibe dran!

Zumindest konnte ich umsetzen, endlich wieder mit einem Training anzufangen – bei Kieser. Darüber schreibe ich demnächst mal.
Außerdem liebe ich es, in der Sonne auf dem Balkon in Eckhart Tolles „Jetzt!“ zu lesen und gemütliche meine Gedanken beim Mandalas Malen herumwandern zu lassen.

Was die anderen Dinge betrifft, tja, da hängt es leider noch ein bisschen.

Ich habe hier aber den Tipp von meiner Leserin Murxel befolgt und mir alle diese Dinge auf kleinen Zettlchen geschrieben, von denen ich jeden Tag, oder wann immer Zeit ist, einen ziehen werde:

So kann ich sicher gehen, dass alles mal dran kommt, ohne dass ich mir damit zusätzlichen Stress mache.

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13 Gedanken zu “Befunde sind da

    • Wie geht das? Mein Lebensstil 🙂

      Dass übergewichtige durch den massiven Fettkonsum eine leichte Fettleber haben, ist nichts Ungewöhnliches. Mir wurde im Krankenhaus aber mitgeteilt (damals, kurz bevor ich mit diesem Blog angefangen habe), dass es sich um ein fortgeschrittenes Stadium handelt und sogar die Gefahr einer Zirrhose bestünde.

      Ich trinke seither kaum noch Alkohol (vielleicht mal 1-2 Gläser Wein alle 6 Monate), versuche, alle Medikamente zu vermeiden & mach mir seither auch viele Gedanken um meine Ernährung.

      • ok, sicher sind schlimmer fälle gar nicht diagnostiziert..ich war nur etwas erschrocken, da du ja recht jung bist, dich für gesunde ernährung interessierst und so…ich wünsche dir nur einfach aus ganzem Herzen, dass du deinen Weg findest, egal wie er aussieht und du glücklich wirst. 🙂 Niemand hat so viel Quälerei verdient.

  1. Ich bin Physiotherapeutin und kann dich vielleicht etwas erleichtern. Dein Befund ist wirklich minimal und kann sogar ein Zufallsbefund sein. Eine leichte Fehlhaltung kann die „dezente“ Vorwölbung schon erklären. Die Kopfschmerzen und Verspannungen kommen evtl. vom Knirschen… oder auch schön kompliziert: Bruxismus. Als Stressabbaufangen wir dann an – leider völlig unbewusst – nachts die Zähne aufeinanderbeissen. Abgesehen von den Schäden an den Zähnen sind die Verspannungen und folglich die massiven Kopfschmerzen die noch unschönere Nebenwirkung (und deine aufgezählten Beschwerden passen ziemlich gut dazu!).
    Ob du wirklich knirschst kann man ganz einfach feststellen: wenn du die Zunge rausstreckst, dann erscheinen am Zungenrand kleine Wellen, ein Zeichen für Zungenverspannungen. Oder an den Wangeninnenseiten sind Bisslinien, die kann man egtl auch ganz gut sehen. Und palpatorisch kann man den M. masseter testen, indem man vom Ohr kommend unterhalb des Jochbeins etwa auf Höhe des äußeren Augenwinkels mal fest in die Vertiefung und dann ein bisschen nach hinten Richtung Ohr drückt. Wenn das weh tut und auf Kopfschmerzen auslöst, dann ist der Kaumuskel auch verspannt.
    Mach dir keinen Stress wegen der blöden Bandscheibenvorwölbung! Nur weil man sowas objektiv auf dem Bild feststellen kann, ist die Schulmedizin immer der Meinung das sei jetzt die Wurzel allen Übels.

    • Danke isibo 🙂

      Du meinst, die tauben/kribbelnden Finger, die Verspannungen und Missempfindungen im Rücken kommen eher vom Kiefer als von diesen Vorwölbungen (Fehlhaltungen)?

  2. Nicci,

    Deine home town ist auch meine home town ;). Aber mittlerweile bin ich weggezogen (vor 10 Jahren) und lebe leider, leider nicht mehr in unmittelbarer Meernähe. Naja, aber ich komme immer gern zurück und staune, wie sehr sich die Stadt verändert. Und da ich Familie dort habe, fühle ich mich mehr als heimisch jedes Mal (auch wenn es zuerst etwas fremd ist).

    Das war jetzt mal off topic – wollt ich aber loswerden, weil ich das schon mal vermutet hatte, mir aber nicht sicher war.

    Ich könnt ja auch noch etwas zu Deinem aktuellen Post schreiben: schön, dass Du nicht jammerst. Kopf hoch und das beste daraus machen. Du bist erst 27 Jahre – ich schätze Du könntest das Ruder noch rumreißen, wenn Du wirklich willst.

    LG Emma

    • Hallo Emma!
      Echt? Das ist ja genial 😉

      Eigentlich ist es auch nur meine Wahlheimat – geboren und aufgewachsen bin ich am anderen Ende der deutschen Ostseeküste, aber ich fühl mich hier pudelwohl und auch sehr heimisch. Besonders jetzt im Sommer ^^

  3. Na, das ist doch mal was. Ich finde, wenn man tatsächlich mal einen Befund hat, verliert das alles immer schon seinen Schrecken. Dann kann man schon eher konkret etwas tun, und gucken, ob sich Werte verbessern etc. Ansonsten macht man sich immer nur Gedanken, was man alles haben könnte – aber eben ohne es genau zu wissen.

    Ich hoffe, du berichtest weiterhin, wie es dir geht. Drück dir fest die Daumen!

    LG Lissa

    • Das trifft es ziemlich genau.
      Und klar, ich werde weiterberichten. Wo finde ich dich aktuell eigentlich, liebe Lissa – bzw. wo schreibst du?

  4. Indirekt… die tauben, kribbelnden Finger sind meistens Ausdruck einer verspannten Muskulatur der Schulter Innenrotatoren. Der große Brustmuskel drückt dabei dann auf den Plexus brachialis, also dem Nervengeflecht, das den Arm versorgt. Dagegen tun sollte man trotzdem was!

  5. Hej, das Buch „Jetzt“ lese ich auch grad 🙂
    Ansonsten wünsche ich dir weiterhin eine gute Genesung. Ich finde es auch immer besser eine Diagnose zu haben als immer nur in Unsicherheit und Rumrätseln zu leben. Ich bin mir sicher, dass du etwas gegen Probleme und Schwerzen tun kannst!

  6. Liebe Nicci – was du da an Befund hast kann ich leider nicht deuten aber es hört sich nicht gut an. Ich hatte auch bis letztes Jahr Februar totale Rückenschmerzen, Verspannungen – Physiotherapien, Schmerztherapien (2 Ibuflam 800 pro Tag und ein Muskelrelaxant abends) haben nicht geholfen oder wenn, dann nur kurzfristig. Tja und dann war ich bei Wiwi. Wenn du also in der Nähe vom Rheinland wohnst, dann solltest du zu ihr. Ich weiß nicht, was sie macht – sie nennt es Chakrenharmonisierung. Und ich wäre NIE auf sie gekommen (oder auf so ein Chakren-ding) wenn mir nicht eine Freundin berichtet hätte. Die ist nämlich seit einem Besuch ihre chronischen Magenschmerzen los. Jedenfalls hat sie mir geraten Yoga zu machen, hat ein paar Dinge zu den Ursachen gesagt (eher psychische) und ich hatte seit dem nur 2 mal kurz wieder Schmerzen – und zwar so wenig, dass ich da dann noch nicht mal eine Tablette nehmen musste. Und das übrigens, obwohl bei mir kurz vorher (eine OP stand im Raum) eine Verschiebung eines der Nackenwirbel diagnostiziert wurde. Es war also wirklich verrückt. Wenn du magst googel sie mal. Sie ist entzückend, nimmt 75 euro die stunde (jedenfalls letztes Jahr) und ich brauchte nur 1 Sitzung a 1,5 h. Ich war vor kurzem wieder da weil ich so Herzrasen hatte und …rate…es ist weg. Also, das Prinzip hab ich nicht kapiert aber sie ist für mich so eine Art Wunderdame. Liebe Grüße und vor allem gute Besserung und sei weiter so gut unterwegs auf deinem Weg 🙂

    Silja

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